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Sanktionen gegen Russland schon in Kraft? Probleme für Öl-Käufer

Bankentürme in Frankfurt

Russland hat die Rohstoffe, der Westen hat das internationale Finanzsystem. Und nun will der Westen Russland mit Sanktionen überziehen wegen dem Angriff auf die Ukraine. Erste Auswirkungen scheint man bereits im internationalen Bankensystem zu spüren. So gibt es nach aktuellen Meldungen Vorfälle, wonach Käufer von russischem Rohöl keine Akkreditive bei westlichen Banken eröffnen konnten.

Ein Akkreditiv ist per Definition ein Vertrag zwischen Bank und Kunde, bei dem die Bank dazu verpflichtet ist, bei der Übergabe bestimmter Dokumente eine Zahlung an den Begünstigten zu leisten. Der ausländische Käufer von russischem Öl (also der Zahlungspflichtige) wäre dann derjenige, der das Akkreditiv bei seiner Bank eröffnet. Für die Bank des Verkäufers gäbe es dann die Garantie, dass die Zahlung pünktlich und in voller Höhe erfolgt.

Aber genau dies scheint derzeit bereits verhindert zu werden – wohl im Zuge der nun einsetzenden Sanktionen? Oder waren die westlichen Banken so schnell mit dem vorauseilenden Gehorsam für die heute anstehenden Sanktionen? Haben Käufer von russischem Öl nun wirklich Probleme damit ihre Einkäufe reibungslos abzuwickeln, träfe man Russland schon mal an einer empfindlichen Stelle. Was kommt als nächstes – der Bann aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT? Heute kann noch einiges zum Thema Sanktionen vermeldet werden.



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3 Kommentare

  1. Also erstens finde ich Finanzmarktwelt und die Videos von Herrn Fugmann ganz vorzüglich. Die einzige verlässliche und halbwegs unpolitische Informationsquelle, die ich kenne. Zudem humorvoll und für mich mein abendliches Highlight wenn ich von der Arbeit komme.
    Ich habe noch nie einen Kommentar geschrieben. Aber diesmal quält mich eine Frage. Ich habe ADR Aktien von Lukoil. Meinen Sie, dass diese vom Ausschluss bedroht sind ? Und wenn ja, wie lange würde das dauern sie von den amerikanischen Börsen zu nehmen ?

  2. Mit der genialen Folge das alle diese akäufer das Öl dann anderswo zu beschaffen versuchen…Angebot und Nachfrage halt….echt genialer Schuss in den eigenen Hodensack

  3. Da die Russische Föderation zwar nicht die Ursache des Ukraine-Konflikts zu verantworten hat, jedoch noch Minsk-Hausaufgaben für Moskau bestehen, wäre die Sanktionierung einer gewissen fossiles Erdöl mit Beimischung-Frittierfett-Barrel-Menge nachvollziehbar. Es sieht jedoch so aus, daß aufgrund der genannten Finanzmarktsanktionen keinerlei russisches Öl mehr gekauft werden kann. Dies wäre eine übermäßige Sanktion. Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder spricht sich für Sanktionen gegen Russland aus. Möchte er dem Russen den Ölhahn komplett zudrehen? Dann wäre er als Rosneft-Aufsichtsratsvorsitzender nicht mehr tragbar.

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