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Aktien

SAP-Aktie schießt auf Allzeithoch – vorläufige Quartalszahlen sind da!

Claudio Kummerfeld

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Online Arbeiten in der Coronakrise hilft SAP

Die SAP-Aktie knallt heute kräftig nach oben. Sie steigt um 9,62 Euro oder 7,4 Prozent auf 139 Euro. Ein neues Allzeithoch! Damit hat die Aktie das letzte Hoch aus Februar bei knapp unter 130 Euro (kurz vor Beginn des großen Börsencrash) nun deutlich überschritten. Ein sehr gutes Signal für SAP und für den Dax. Grund dafür ist, dass das Unternehmen heute Nacht vorab schon mal vorläufige Quartalszahlen veröffentlicht hat.

Zahlen von SAP überzeugen

SAP ist (vereinfacht gesagt) ein Gewinner der Coronakrise, wie sich jetzt zeigt. Der Umsatz liegt bei 6,74 Milliarden Euro, und damit 1 Prozent höher als im Vorjahr. Allgemein rechnete man eher mit einem Umsatzrückgang. Der Gewinn (das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern) kletterte gegenüber dem 2. Quartal 2019 um acht Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Die Erwartungen lagen bei 1,8 Milliarden Euro. Die operative Marge erhöhte sich im zweiten Quartal um 6,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 19,0 % (IFRS) beziehungsweise um 1,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 29,1 % (Non-IFRS) und um 1,6 Prozentpunkte auf 28,9 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Vor allem das Cloud-Geschäft von SAP überzeugt. Die Clouderlöse (IFRS) steigen um 21 Prozent – die Clouderlöse (Non-IFRS) steigen um 19 Prozent. SAP bestätigt heute seinen Ausblick für 2020, der bereits in der Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2020 am 21. April veröffentlicht wurde.

CEO-Kommentar im Wortlaut:

“Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Teams das sehr schwierige Umfeld erfolgreich gemeistert und ein besseres Quartalsergebnis erreicht haben als erwartet. Es zeigt sich deutlich, dass unsere Kunden auf die Strategie der SAP für das intelligente Unternehmen setzen, um schneller, agiler und widerstandsfähiger zu werden. Unsere Anwendungen unterstützen die zentralen Geschäftsprozesse bei Unternehmen weltweit. Unser Portfolio spielt somit auch eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, unseren Kunden die digitale Transformation zu ermöglichen, die sie sich wünschen. Dadurch können unsere Kunden gestärkt aus der Krise hervorgehen. Entsprechend unserer Strategie investieren wir weiterhin in unsere Wachstumsmotoren wie etwa die branchenspezifische Cloud.

Wie SAP auf die Krise reagiert hat? Dazu hier im Wortlaut vom Unternehmen:

Die SAP wirtschaftet aufgrund einer Strategie, die einen vorwiegend virtuellen Vertrieb und Remote-Implementierungen ermöglicht, auch weiterhin effizient. Um ihre Profitabilität zu schützen, hat die SAP schnell auf die Corona-Krise reagiert und weniger neue Mitarbeiter eingestellt, die kurzfristig anpassbaren Ausgaben verringert und daneben auch Einsparmöglichkeiten wie beispielsweise weniger Geschäftsreisen, geringere Gebäudekosten und virtuell ausgerichtete Veranstaltungen genutzt. Zusammen mit der starken Umsatzentwicklung führten diese schnellen Maßnahmen trotz des schwierigen makroökonomischen Umfelds zu einem höheren Betriebsergebnis und einer höheren Marge.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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