SAP hat heute früh seine Quartalszahlen veröffentlicht. Die Aktie fällt 4,7 %, eine Belastung für den Dax durch das mit Abstand größte Schwergewicht im Index! Hier die wichtigsten Daten.
Der Umsatz lag im letzten Quartal bei 9,68 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 9,38 / für heute erwartet 9,74).
Die Clouderlöse steigen im Jahresvergleich von 4,71 auf 5,61 Milliarden Euro.
Der Gewinn (Betriebsergebnis) liegt bei 2,55 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,02). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,90 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,62).
Wichtig: SAP kündigt ein neues, zweijähriges Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro an.
SAP erwartet mindestens 23 % Cloud-Wachstum
Bloomberg berichtet aktuell wie folgt: Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand der SAP sank im vierten Quartal auf ein Niveau, das laut Christian Klein, Chief Executive Officer, „enttäuschend“ sei, da das Unternehmen größere Aufträge abschloss, deren Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nimmt. Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand, der die Umsätze widerspiegelt, die in den nächsten zwölf Monaten verbucht werden, stieg im vierten Quartal um 16 % auf 21,1 Mrd. Euro und lag bei konstanten Wechselkursen um 25 % höher, teilte das Unternehmen mit Sitz in Walldorf am Donnerstag in einer Erklärung mit. Klein hatte zuvor gesagt, SAP strebe ein Wachstum von 26 % an.
SAP rechnet 2026 mit deutlichem Wachstum des Cloud-Umsatzes, da viele Kunden aufgrund des nahenden Support-Endes für Altsysteme auf neue Lösungen umsteigen. Zu konstanten Wechselkursen soll der Cloud-Umsatz in diesem Jahr um mindestens 23% steigen, wie die Walldorfer heute früh mitgeteilt haben. Die Zielspanne von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro steht einer durchschnittlichen Analystenschätzung von 26 Milliarden Euro gegenüber.
Seit 2020 setzt Vorstandschef Christian Klein auf die Umstellung vom Verkauf von Lizenzen für Software, die auf Kundenservern betrieben wird, hin zu Software-Abonnements in der Cloud. Dieser Kurswechsel wurde von Investoren begrüßt und hat dazu beigetragen, dass der Aktienkurs von SAP im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreichte.
Inzwischen nähren von künstlicher Intelligenz gesteuerte Programmiertools jedoch Sorgen um die Zukunftsaussichten klassischer Unternehmenssoftware-Hersteller. Seit dem Allzeithoch im Februar des Vorjahres ist der Kurs der SAP-Aktie um rund 30% gefallen, dennoch bleibt der Unternehmenssoftware-Riese Deutschlands wertvollstes Unternehmen.
Um Kunden zu einem Umstieg von lokalen Servern zu bewegen, bietet SAP jetzt KI-gestützte Geschäftsanwendungen in der Cloud an. Bei ihnen fällt der durchschnittliche Umsatz pro Kunde höher aus. Softwarefirmen setzen zunehmend auf KI-Agenten, die Aufgaben mit weniger menschlichem Aufwand erledigen können. Die Nachfrage nach dieser Technologie wächst.
SAP hat angekündigt, den Support für seine wichtigste On-Premise-Produktlinie Ende 2027 weitgehend einzustellen. Die erweiterte Wartungsoption läuft im Jahr 2030 aus. Der Konzern hat auch ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Milliarden Euro angekündigt. Es soll im Februar beginnen und bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
FMW/Bloomberg
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