SAP hat heute Nacht seine Quartalszahlen gemeldet, und die Anleger überzeugt. Im nachbörslichen New Yorker Handel stieg die Aktie um 3,5 %, und heute früh im deutschen Handel auf Tradegate notiert die Aktie mit 3,4 % im Plus.
Der Umsatz steigt im Jahresvergleich von 7,74 auf 8,47 Milliarden Euro (erwartet 8,45).
Das Betriebsergebnis steigt im Jahresvergleich von 1,72 auf 2,21 Milliarden Euro. Der Gewinn pro Aktie (EPS bereinigt laut Bloomberg) liegt sinkt im Jahresvergleich von 1,45 auf 1,23 Euro (erwartet 1,20)
Die Cloud-Umsätze steigen im Jahresvergleich von 3,47 auf 4,35 Milliarden Euro (erwartet 4,36).
Headline-Aussage von SAP: Christian Klein, Vorstandsvorsitzender: „Die SAP hat im dritten Quartal erneut starke Ergebnisse geliefert. Von daher heben wir mit Zuversicht unseren finanziellen Ausblick für 2024 an. Das Wachstum der Clouderlöse entwickelte sich außerordentlich gut, insbesondere bei unserer Cloud ERP Suite. Außerdem machen wir mit bahnbrechenden Innovationen wie der Lösung SAP Knowledge Graph entscheidende Fortschritte bei Unternehmens-KI. Ein wesentlicher Teil unserer Cloud-Vertragsabschlüsse im dritten Quartal beinhaltete KI-Anwendungsszenarien.“
SAP Cloud-Umsätze überzeugen – Software-Riese lockt Kunden mit KI
Der Cloud-Umsatz von SAP SE stieg im dritten Quartal um 25 %, da Europas größtes Softwareunternehmen daran arbeitete, Kunden von lokal betriebenen Systemen wegzulocken, indem man ihnen Tools und Analysen mit künstlicher Intelligenz versprach, so die Einordnung von Bloomberg. Weiter wird berichtet: Der Cloud-Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 4,35 Milliarden Euro, wie das in Walldorf ansässige Unternehmen in einer Erklärung mitteilte, was in etwa den Schätzungen der Analysten entspricht. Der Cloud-Auftragsbestand des Unternehmens, der die Verkäufe widerspiegelt, die in den nächsten zwölf Monaten verbucht werden, stieg um 25 % auf 15,4 Milliarden Euro.
SAP hat sich auch in Zeiten der Stagnation der deutschen Wirtschaft gut entwickelt, wobei das Bruttoinlandsprodukt 2024 voraussichtlich zum zweiten Mal in Folge schrumpfen wird. Die Kunden des Softwareunternehmens verlagern ihre Aktivitäten in die Cloud, wo das Unternehmen sein Angebot an KI-Diensten für Unternehmenskunden erweitert hat. Das Cloud-Geschäft verspricht höhere durchschnittliche Ausgaben pro Kunde als die herkömmliche Vor-Ort-Software von SAP.
SAP hat seine Prognose für 2024 für einige Finanzkennzahlen angehoben, darunter den freien Cashflow, der nun bei 3,5 bis 4 Milliarden Euro liegt, gegenüber zuvor etwa 3,5 Milliarden Euro. Die Prognose für den Cloud-Umsatz im Jahr 2024 liegt weiterhin bei 17 bis 17,3 Milliarden Euro bei konstanten Wechselkursen, was einem Anstieg von 24 % bis 27 % entspricht.
Der Vorstandsvorsitzende Christian Klein strebt eine Beschleunigung des Wechsels in die Cloud an, unter anderem durch eine neue KI-Strategie, die Anfang des Jahres angekündigt wurde. Etwa 30 % der Cloud-Deals im dritten Quartal enthielten Anwendungsfälle für KI im Unternehmen, sagte Klein in einem Gespräch mit Journalisten nach der Bekanntgabe der Ergebnisse.
Im Rahmen einer mit der neuen Strategie verbundenen Umstrukturierung, die in den ersten neun Monaten 2,8 Milliarden Euro kostete, werden etwa 10.000 Arbeitsplätze betroffen sein. Das Wachstum kommt trotz der hohen Fluktuation im Vorstand zustande. Die Chief Marketing Officerin Julia White und der Chief Revenue Officer Scott Russell verließen das Unternehmen im August. Der Chief Technology Officer Jürgen Müller verließ das Unternehmen im vergangenen Monat und sieht sich einer strafrechtlichen Untersuchung der deutschen Staatsanwaltschaft wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber.
SAP sieht sich auch einer zivilrechtlichen Untersuchung in den USA, seinem größten Markt, gegenüber. Das Justizministerium untersucht, ob das Unternehmen illegal mit dem Produktwiederverkäufer Carahsoft Technology Corp zusammengearbeitet hat, um mit fast 100 Regierungsbehörden Preise abzusprechen, wie Bloomberg News diesen Monat berichtete.
FMW/Bloomberg
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