Gestern noch stieg die SAP-Aktie wegen der verkündeten Kooperation, um mit OpenAI deutsche Regierungsstellen mit KI-Dienstleistungen zu versorgen. In den letzten Minuten fällt die Aktie von 227 Euro auf 223 Euro.
Das Unternehmen ist von einer Kartelluntersuchung der Europäischen Union betroffen, in der geprüft wird, ob der deutsche Software-Riese den Wettbewerb für Wartungs- und Supportleistungen im Zusammenhang mit einem von ihm vertriebenen Managementprogramm verzerrt hat. Die von SAP lizenzierte Software heißt Enterprise Resource Planning und wird für die Verwaltung der Geschäftsabläufe von Unternehmen verwendet, teilte die Europäische Kommission laut Bloomberg heute Mittag in einer per E-Mail versandten Erklärung mit.
Die Regulierungsbehörde erklärte, sie vermute außerdem, dass die umgesetzten Praktiken eine ausbeuterische Vorgehensweise gegenüber den Kunden von SAP darstellen, die als unfaire Handelsbedingungen eingestuft werden könnten. Um den Bedenken der Kommission Rechnung zu tragen, kann das Unternehmen nun Verpflichtungszusagen vorlegen, fügte die Kartellbehörde der EU hinzu.
„Tausende von Unternehmen in ganz Europa nutzen die Software von SAP für ihre Geschäftstätigkeit sowie die damit verbundenen Wartungs- und Supportleistungen“, sagte Teresa Ribera, EU-Wettbewerbskommissarin. „Wir befürchten, dass SAP den Wettbewerb in diesem wichtigen Aftermarket eingeschränkt hat, indem es den Wettbewerbern den Wettbewerb erschwert hat, wodurch europäische Kunden weniger Auswahlmöglichkeiten und höhere Kosten haben.“
FMW/Bloomberg
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