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Saudis behindern Ölexporte des Iran

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Saudis sind offenkundig wenig zimperlich, wenn es darum geht, Konkurrenten aus dem Markt zu drängen. Das zeigt schon ihre Politik innerhalb der OPEC, die letztlich darauf zielt, die amerikanische Fracking-Industrie zu vernichten. Nun aber ist mit dem Iran nach Aufhebung der Sanktionen ein gefährlicherer Konkurrent auf dem Markt – und auch im Umgang mit dem Iran, mit dem es kürzlich zu einer schweren diplomatischen Krise nach Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen gekommen war, scheinen die Saudis wenig zimperlich zu sein.

So berichten Ölhändler, dass Saudi-Arabien iranischen Ölschiffen den Zugang in Häfen Bahrains und Suaid-Arabiens untersagt. All das ist nicht offiziell erklärt worden, wird aber offenkundig praktiziert. Der Iran scheint nach Aufhebung der Sanktionen daher bislang nur geringe Mengen an Öl nach Europa verschifft zu haben.

Hinzu kommt, dass die Saudis auch eine für den Iran sehr wichtige Pipeline blockieren, mittels derer der Iran vor Einführung der Sanktionen sein Öl vom Roten Meer zum Mittelmeer transportiert hatte. Es handelt sich um die SUMED-Pipeline, die durch Ägypten führt. Diese Pipeline hat als Anteilseigner Ägypten zu 50%, Saudi Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate halten zusammen 45% an der Pipeline.

Dabei übt Saudi-Arabien auch psychologischen Druck aus, wie Händler berichten. Demnach fürchten viele Händler, sich ihre Beziehungen zu den am Ölmarkt dominierenden Saudis zu verderben, wenn sie mit dem Iran ins Geschäft kommen. So ensteht praktisch ein indirekter Boykott gegen den Iran, der sich sicher nachteilig auf die iranischen Ölexporte auswirken wird.

Derzeit richtet sich der Fokus auf das Treffen in Doha am 17.April. Vor wenigen Minuten hat Kuwait vorgeschlagen, sich auf eine Einfreirung der Februar-Produktionsmengen zu einigen – das ist der Grund für den leichten Anstieg des Ölpreises (WTI) in den letzten Minuten. Während der Generalsekretär der OPEC, Abdalla Salem el-Badri, davon ausgeht, dass die Gespräche auch ohne den Iran erfolgreich verlaufen würden, hatte der saudische Prinz Mohammed bin Salman klar gemacht, dass man nur dann die Produktion einfrieren werde, wenn der Iran das auch tue – was aber praktisch ausgeschlossen ist. Am Sonntag hatte der iranische Ölminister Zanganeh erklärt, dass der Iran derzeit zwei Millionen Barrel pro Tag exportiere.

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