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Genialer politischer Schachzug von Putin?

Markus Fugmann

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Politik und Finanzmärkte haben mit Erleichterung reagiert, als Putin die Separatisten der Ostukraine bat, ihr geplantes Referendum am 11.Mai über die Abspaltung der Ostukraine zu verschieben. Das sei ein Hoffnungszeichen, so Außenminister Steinmeier, aber ist es das wirklich? Oder doch eher eine geniale Strategie?

Dass die Separatisten den Vorschlag zur Verschiebung des Referendums ablehnen, lässt nur zwei alternative Überlegungen zu, die beide nicht sehr erfreulich sind und die Finanzmärkte bald massiv unter Druck setzen könnten:

1. Russlands hat nicht so viel Einfluss auf die Separatisten in der Ostukraine, wie der Westen glaubt. Das wäre insofern eine schlechte Nachricht, weil sich so das Chaos in der Ostukraine auf unbestimmte Zeit fortsetzen und die Wahrscheinlichkeit eines „totalen“ Bürgerkriegs deutlich erhöhen würde. Der Konflikt wäre durch Diplomatie zwischen den großen Mächten nicht mehr zu deeskalieren.

2. Fast noch schlimmer: die Bitte Putins an die Separatisten war ein genialer Schachzug Putins. Dem Kremlchef war bereits vorher klar (oder er hatte das mit den Separatisten im Vorfeld abgesprochen), dass sein Angebot abgelehnt werden wird. Gegenüber dem Westen kann Putin jetzt sagen: wir haben doch alles versucht, aber leider leider wollen die Bürger in der Ostukraine so schnell wie möglich ein Referendum. Da könne man eben nichts machen..

Auf dieser Grundlage hätte – und das ist das Geniale – der Westen keinerlei Legitimation für weitere Sanktionen. Russland war doch gutwillig, hat versucht, die Situation zu deeskalieren, da kann der Westen schlecht die nächste Sanktionskeule auspacken..

Heute jedenfalls hat Russland unter der persönlichen Aufsicht Putins einen Nuklearschlag simuliert und eine (nicht simulierten) Test mit einer Topol Missile Rakete in Kamtschatka durchgeführt. Die Übungen seien bereits seit November geplant gewesen, heißt es in Moskau..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Otto Maier

    8. Mai 2014 18:04 at 18:04

    ich denke es ist eher der geniale Schachzug Putins und mit den russlandfreundlichen Ukrainern abgesprochen
    er hat ja keine andere Wahl nachdem die Nato-USA Kiegsverbrecher ihn
    in die Enge gedraengt haben
    Am Ende wird dies alles positiv fuer die Russen laufen denn der Westen
    hat gezeigt wie hinterhaeltig er ist und die meisten habens inzwischen begriffen
    trotz massiver Propaganda unserer“Staatsmedien“

  2. Avatar

    J. Frank

    8. Mai 2014 20:43 at 20:43

    Ist das wirklich ein genialer Schachzug von Putin oder eine Punktgenauer Offerte an die Börsen? Ist das nicht zufällig Zufällig dass Putin exakt nachdem der Dow Jones in die Knie ging, während Madame Yellen ihre Tea-Party mit den Senat hielt, seine beschwichtigende Aussage tätigte und damit den Dow wiederbelebte. Das Stinkt nach einer globalen Absprache an dem alle Beteiligt waren. In letzter Zeit kommen immer urplötzlich gute Nachrichten wenn die Märkte einzubrechen drohen. Das ganze Spiel um die Ukraine dient nur dem Zweck der Täuschung, auch wenn es dabei Tote zu Beklagen gibt, wenn die Kohle stimmt ist jedes Mittel recht.

  3. Avatar

    werner

    8. Mai 2014 23:03 at 23:03

    möglich/wahrscheinlich, dass auch Putin Teil des internationalen Finanzspektakels ist, den $ zu stürzen um einer Weltwährung der Bänkster zu verhelfen? Langsam jedenfalls sehen die Amis nicht nur blöd aus, langsam kosten sie die kleinen Hakeleien, in die sie sich nur allzuoft blind hinein drängen lassen vom Finanzkasino, Geld das die Welt dem Ami nicht mehr gibt. Man achte mal auf die Devisenkurse zum $. Ob € oder Bras.-Real o. a. der $ macht langsam die Grätsche… und Putin und China sammeln seit Jahren jeden Krümel Gold für die neue Währung von BIZ, IMF und Weltbank.

  4. Avatar

    CPW

    9. Mai 2014 11:39 at 11:39

    Der Westen hätte sowieso nie die Legitimation für Sanktionen gehabt! Aber wie wir bereits gesehen haben schießen Sie sich damit selbst ins Knie.

  5. Avatar

    Denken

    6. Juni 2015 13:35 at 13:35

    Besonnenheit und Intelligenz zahlen sich zuletzt besser aus. Siehe den 20 Mrd-Deal, den er durchgezogen hat. Genial…:)

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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