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Schäuble schickt Athen auf Talfahrt

Von Markus Fugmann

Der griechische Bankenindex fällt heute Morgen um 6,4%, der Leitindex in Athen um 2,9% – das ist kein guter Wochenauftakt und Ausdruck der Skepsis, die in den letzten Tagen wieder größer geworden ist vor dem Eurogruppen-Treffen heute (ab 15hr).

Verantwortlich für das Minus sind die recht undiplomatischen Äusserungen Schäubles heute Morgen in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“.

Hier einige Highlights der Aussagen Schäubles:

„Nach dem, was ich über die technischen Gespräche am Wochenende gehört habe, bin ich sehr skeptisch“

„Das war auch auf gutem Weg, bis jetzt die neue Regierung gesagt hat, das alles wolle sie nicht machen. Stattdessen beschimpft sie diejenigen, die Griechenland in den letzten Jahren geholfen haben“

„Auf Dauer kann man nicht davon ausgeben, dass andere einem immer mehr bezahlen.“

Die Vorschläge von Varoufakis für eine Sozialreform in der Eurozone hält Schäuble für „Verschwendung von Zeit“. Indirekt warf er Varoufakis „schlechtes Benehmen“ vor – aufgrund dessen Vergleichs des Vorgehens der Troika mit dem Waterboarding der CIA.

Unter Verweis auf andere Finanzminister sagte Schäuble, dass ihm seine Kollegen sagten, dass der Lebensstandard in ihren Ländern teilweise schlechter sei als in Griechenland. Spaniens Finanzminister hatte darauf hingewiesen, dass die von Spanien aufgenommenen Kredite höher verzinst gewesen seien als die Zinsen die Griechenland derzeit bezahle – daher sei man keinesfalls zu einem Schuldenschnitt bereit.



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