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Schlaglichter USA: Apple Prognosesenkung, Amazons Anbiederung an Trump, und Broker FXCM..

FMW-Redaktion

Hier einige interessante, viel sagende News zu US-Firmen:

1. Apple: Die US-Bank Wells Fargo hat seine Erwartungen für Gewinn und Umsatz für Apple ab dem 2.Quartal 2017 gesenkt. Man gehe davon aus, dass die Nachfrage nach Apple-Produkten wie dem iPhone sinken werde, auch wenn das Unternehmen zuletzt von einer Zusatz-Woche im 4.Quartal profitiert sowie die Preise für einige iPad-Modelle und das MacBook Pro gesenkt habe. Daher dürfte die Gewinnmarge für das abgelaufene Quartal leicht über den Prognosen von Apple liegen, doch sei das Potential auf der Oberseite begrenzt.

Für das zweite Quartal 2017 senkte Wells Fargo jedoch seine Erwartungen an Umsatz und Gewinn pro Aktie, ebenso die Prognosen für das Jahr 2017 und 2018. Die Aktien von Apple seien bereits auf der Oberseite der Bewertung („at the high end of our valuation range“), daher seien die Prognosen für den weitern Verlauf der Aktie nach unten revidiert worden. Faktisch ist das nichts anderes als eine Verkaufsempfehlung!

2. Amazon will 100.000 neue Stellen in den USA schaffen, wie das Unternehmen heute verkündete. Diese Jobs seien für alle Menschen in den USA mit den jeweils unterschiedlichen Ausbildungen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Viele dieser Jobs würden in den schon länger geplanten „fullfilment centers“ entstehen. Ausserdem beschäftige man bereits über 10.000 Veteranen (Ex-Soldaten), und wolle weitere 25.000 Veteranen ausbilden und einstellen.

Wonach klingt das? Richtig, nach einer Ergebenheitsadresse an Donald Trump, der sich bekanntlich als großer Helfer der amerikanischen Veteranen stilisiert. Und warum kündigt Amazon gerade heute an, so viele neue Jobs schaffen zu wollen? Bekanntlich war Amazon-Chef Jeff Bezos ein dezidierter Gegner Donald Trumps im US-Wahlkampf – nun schwenkt man also um.
Das hat auch der bekannte Moderator des ansonsten nicht allzu kritischen amerikanischen Börsensenders CNBC, David Faber, bemerkt. Amazons PR-Team verkünde aussergewöhnliche, jedoch bereits zuvor geplante Stellenschaffungen, um sich auf die richtige Seite zu schlagen, nämlich auf die Seite der Macht:

3. Trump-Rally unter großen Umsätzen? Sieht eher nicht danach aus. So berichtet der Broker FXCM, der größte Retail-Broker der USA, dass das Trading-Volumen im Dezember mit 235 Milliarden Dollar 33% geringer war als im November, und 27% geringer als im Dezember des Vorjahres!
Das alles deckt sich mit useren eigenen Beobachtungen: so waren etwa die Umsätze Ende Dezember an den US-Börsen, als die US-Indizes stagnierten bzw. Schwäche zeigten, deutlich höher als während des Anstiegs! Dass also die große Rotation von Anleihen in Aktien statgefunden habe (wie von vielen Medien behauptet), deckt sich nicht wirklich mit den Zahlen..



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1 Kommentar

  1. Passt wie die Faust auf das Auge. Geringes Handelsvolumen und stagnierende bzw. moderat steigende Kurse. Die Distributionsphase hat begonnen.

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