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Schlechte Zahlen aus UK, Erwartung einer Zinssenkung, Pfund steigt!?

FMW-Redaktion

Der Einkaufsmangerindex (PMI) von Markit für das UK-Baugewerbe ist im Juli gefallen – erstaunlicherweise nur leicht von einem Wert von 46 auf 45,9. Aber der Wert liegt auch weiterhin unter der magischen Grenze von 50 – also eine rückläufige Entwicklung. Und der aktuelle Wert ist der niedrigste seit dem Ende der Finanzkrise im Sommer 2009. Alle 3 Teilbereiche Häuser, Commercial und Civil Engineering zeigen einen Rückgang an.

Für alle Pfund-Trader oder Liebhaber britischer Aktien dürfte Donnerstag wichtig werden. Alle Welt erwartet von Bank of England-Präsident Mark Carney eine Zinssenkung. Nach diesen aktuellen Daten dürfte die Wahrscheinlichkeit hierfür erneut ein kleines bisschen gestiegen sein. Dennoch ist das Pfund gegen den US-Dollar seit Verkündung der Daten um 35 Pips sogar leicht gestiegen. Hatten doch tatsächlich einige Trader einen drastisch schlechteren PMI-Wert erwartet? 1,32 / 1,31, das ist grob gesagt das aktuelle Niveau von Pfund vs Dollar. Das könnte sich Donnerstag ändern.

Einige Trader erklären sich den jüngsten heutigen Anstieg im Pfund so: Fast alle Zocker sind bereits short positioniert im Pfund (Futures, Kasse, Optionen). Somit wäre die Zinssenkung schon eingepreist. Dann könnte der große Abwärtssog nach der Zinssenkung ausbleiben – daher jetzt eine kleine Spekulation auf der Long-Seite.

markit

pfund
GBPUSD seit Anfang Juni.



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2 Kommentare

  1. Eine Zinssenkung nicht kommen, ganz im Gegenteil tippe ich daher eher auf eine Zinserhöhung. Nach dem Brexit wird in England die Geschichte neu geschrieben. England wird wieder die Nummer 1 mit ihrem Common Wealth Wirtschaftssystem, in diesem Wirtschafts-Verbund sind 54 Staaten enthalten. Mit Kanada, Australien und Indien sind sie rund um den Globus stark vertreten. Der Brexit war von langer Hand vorbereitet und wird auch weitergeführt und ausgebaut. Um das zu stemmen braucht die Nation Geld und das bekommt man über den Zins. Daher wird der Zinssatz steigen und zwar kräftig, 1%-2% wären Sinnvoll, das bringt Geld ins Land. England muss nicht mehr irgendwelche EU-Richtlinien befolgen, dass machen die jetzt für sich am Besten. Sollte das so kommen wäre es Ratsam die umliegenden Märkte im Auge zu haben. Kaum vorstellbar was passiert wenn Geld aus den Märkten wandert. Da kann dann eingepreist sein was will, dann kommt alles ganz anders.

  2. Ja Mr. Jones,

    ganz ihrer Meinung!

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