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Europa

Schock! Deutsche Großhandelspreise rutschen in die Deflation!

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Was ist das für ein Schock am Dienstagmorgen! Die deutschen Großhandelspreise, die neben den Erzeugerpreisen und Importpreisen zu den wichtigen Indikatoren für die Verbraucherpreise (Inflation) zählen, rutschen aktuell in die Deflation! Gerade eben hatten wir die offiziellen Inflationsdaten für Juli veröffentlicht mit offiziell 1,7% nach inländischer Betrachtungsweise (1,1% nach EZB-Betrachtungsweise). Und jetzt das. Wie die deutschen Statistiker soeben auch vermelden, sind die Großhandelspreise im Juli im Jahresvergleich um 0,1% rückläufig! Im Monatsvergleich zu Juni sind es -0,3%.

In der folgenden Tabelle sieht mann für jeden Monat die Veränderungswerte im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat. Man sieht, dass die aktuelle Schwäche nicht über Nacht kam. Im Juni waren es noch +0,3%, im Mai +1,6%, und im April noch +2,1%. Es ist also ein stufenweise schneller Abstieg gewesen binnen 3 Monaten! Dieser deflationäre Wert für die Großhandelspreise bedeutet nichts gutes für die am Ende der Preiskette stehenden Verbraucherpreise (Inflation). Werden sie daher noch schwächer ausfallen in den nächsten Monaten? Gut denkbar! Hier Detailinfos zu den aktuellen Großhandelspreisen im Wortlaut von den Statistikern:

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten im Juli 2019 die um 3,1 % niedrigeren Preise im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Ebenfalls kräftige Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (-9,5 %) sowie mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-5,7 %). Dagegen waren insbesondere die Preise für lebende Tiere (+14,0 %) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+5,2 %) auf Großhandelsebene höher als im Juli 2018.

Großhandelspreise Juli Tabelle

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    13. August 2019 09:22 at 09:22

    Deflation ist kein Problem! Jahrzehntelanges dogmatisieren der Deflation hat aber bei vielen Deflation=Böse ins Gehirn eingebrannt. Die Zentralbank freut sich, dass sie bald wieder als Retter auftreten kann …vor der bösen, bösen Deflation. Dabei ist das ein kleines Kätzchen.

  2. Avatar

    sabine

    13. August 2019 12:26 at 12:26

    Ich finde Deflation auch gut. Ist unser Lohn wieder mehr wert, denn eine Lohnerhöhung parallel zur Inflation ist derzeit und sowieso immer nur sehr schlecht durchzudrücken.

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Europa

Preisdaten katastrophal: Großhandelspreise so stark negativ wie seit 3 1/2 Jahren nicht mehr

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Die Inflation ist weiter schwach, und alle Vorlaufindikatoren sind deflationär! Importpreise, Erzeugerpreise und Großhandelspreise sind im Eimer, und zwar wegen den fallenden Preisen für Energie (Öl). Heute früh hat das Statistische Bundesamt die Großhandelspreise für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich fallen sie um 2,5%. Das ist der stärkste Preisrückgang seit Mai 2016. Damals gab es ein Minus von 2,8%.

Das aktuelle Minus der Großhandelspreise wird von Monat zu Monat größer. Vorher waren es für die Jahresvergleiche Veränderungen von -2,3%, -1,9%, -1,1%, -0,1%, +0,3%, +1,6% usw. Die Aussagen der Statistiker sind eindeutig. Einmal mehr möchten wir wie schon gestern und in den letzten Monaten hervorheben, dass die Politik der EZB zum Pushen der Verbraucherpreise sinnlos ist, da der Ölpreis maßgeblich für die Preisbewegungen verantwortlich ist – egal ob nach oben oder nach unten. Hier im Wortlaut der Statistiker:

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten im November 2019 die um 15,7 % niedrigeren Preise im Großhandel mit Mineralöl­erzeugnissen. Ebenfalls kräftige Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (-19,8 %), mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (-11,1 %) sowie mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-7,8 %). Dagegen waren insbesondere die Preise für lebende Tiere (+23,7 %) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+6,7 %) auf Großhandelsebene höher als im November 2018.

Großhandelspreise

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Europa

Industrieproduktion in Europa: Weiterhin deutlich rückläufig, Deutschland Problem Nr 1

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Die Party an den Märkten geht munter weiter. Warum auch nicht? Zinsen im Keller, Bau und Dienstleistungen brummen. Dass die Industrie nicht nur in Deutschland, sondern fast überall in Europa eine rückläufige Produktion verzeichnet – geschenkt. Heute hat Eurostat die aktuellsten Daten zur europaweiten Industrieproduktion veröffentlicht. Im Oktober 2019 fiel die saisonbereinigte Industrieproduktion gegenüber September 2019 im Euroraum um 0,5% und in der EU28 um 0,4%. Gegenüber Oktober 2018 ging die Industrieproduktion im Oktober 2019 im Euroraum um 2,2% und in der EU28 um 1,7% zurück. Übrigens: Deutschland ist mit -6,3% im Oktober der fette negative Ausreißer, der den Gesamtschnitt nach unten zieht. Nicht nur dass Deutschland den größten negativen Wert zeigt – auch ist Deutschland vom Volumen her das größte industrielle Schwergewicht. Also kann man durchaus sagen, dass die Schwäche der deutschen Industrie maßgeblich auch den Gesamtschnitt der europaweiten Industrieproduktion runterzieht.


source: tradingeconomics.com

Statistik der Industrieproduktion in der EU

Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Im Euroraum sank die Produktion sowie von Vorleistungsgütern als auch von Investitionsgütern im Oktober 2019 gegenüber Oktober 2018 um 3,6% und von Energie um 2,5%, während die Produktion von Gebrauchsgütern um 0,9% und von Verbrauchsgütern um 2,7% zunahm. In der EU28 sank die Produktion von Vorleistungsgütern um 3,0%, von Investitionsgütern um 2,8% und von Energie um 2,6%, während die Produktion von Gebrauchsgütern um 1,7% und von Verbrauchsgütern um 2,7% zunahm. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Deutschland (-6,3%), Estland, Rumänien und die Slowakei (je -3,9%) die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion. Die größten Zuwächse wurden in Ungarn (+6,5%), Irland (+5,9%) und Polen (+3,4%) registriert.

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Devisen

Aktuell: EZB-Zinsentscheidung veröffentlicht

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Die EZB-Zinsentscheidung wurde soeben verkündet.

Der Bankeneinlagenzins (Deposit Rate) bleibt unverändert bei -0,50%. Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00%. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25%. Interessant sind die aktuellen Äußerungen zu den jüngst neu gestarteten Anleihekäufen. Man lese dazu den letzten Absatz. Um 14:30 Uhr folgt die erste PK mit Christine Lagarde als neuer EZB-Chefin. Wir berichten dann umgehend über alle aktuellen Aussagen. Hier die EZB im Wortlaut:

Der EZB-Rat geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden, bis er feststellt, dass sich die Inflationsaussichten in seinem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau annähern, das hinreichend nahe, aber unter 2 % liegt, und dass sich diese Annäherung in der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation durchgängig widerspiegelt.

Am 1. November wurden die Nettoankäufe im Rahmen des Programms des EZB-Rats zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € wieder aufgenommen. Der EZB-Rat geht davon aus, dass sie so lange fortgesetzt werden, wie es für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.

Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, bei Fälligkeit weiterhin vollumfänglich wieder anzulegen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

EZB-Zinsentscheidung im EZB-Tower in Frankfurt
EZB-Zinsentscheidung heute in Frankfurt. EZB-Tower Foto: Simsalabimbam CC BY-SA 4.0

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