Allgemein

Schon mal Extra-Geld für die neue GroKo einplanen? Staat wird 183 Mrd Euro neue Schulden machen, und gleichzeitig 171 Mrd Euro zurückzahlen

FMW-Redaktion

Wolfgang Schäuble´s inoffizieller Leitspruch war in den letzten Jahren „die schwarze Null muss stehen“. Ob die Finanzexperten von der Finanzagentur Deutschland GmbH vom derzeitigen Interims-Finanzminister Peter Altmaier die Info bekommen haben, vorsichtshalber schon mal etwas mehr Geld reinzuholen? Denn die neue GroKo (Große Koalition), die ja womöglich erneut aus CDU/CSU und SPD gebildet wird, hat bestimmt so einiges an Geschenken zu verteilen. Das kostet Geld.

Dieses Geld scheint wohl nicht durch Einnahmen gedeckt zu sein. Die Finanzagentur ist für das Schuldenmanagement des deutschen Staates zuständig, und hat heute ihre Planung für das Jahr 2018 veröffentlicht. Daraus geht bis ins Detail hervor, wie viele neue Schulden man machen machen wird, und wie viele Altschulden man planmäßig zurückzahlen wird. Die Summen stehen fest. Neue Schulden aufnehmen wird man im Umfang von 183 Milliarden Euro. Alte Schulden im Volumen von 171,6 Milliarden Euro wird man parallel zurückzahlen.

Somit bleiben 11,4 Milliarden Euro übrig, mit denen man Zusatzversprechen an die eigene Wahlklientel verteilen kann? Dass die Sozialausgaben in Deutschland strukturell drastisch schneller steigen als das Bruttoinlandsprodukt, egal! Na gut, wir jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu dem, was die USA wohl heute in Sachen Steuerreform verabschieden werden – aber auch das was hierzulande offenbar gemacht wird, ist in Sachen Schuldenabbau und Generationengerechtigkeit wenig nachhaltig.

Und ohhh Wunder. Den größten Einzelposten an neuen Schulden wird die Finanzagentur nächstes Jahr über die kurz laufenden zweijährigen Bundesschatzanweisungen im Volumen von 52 Milliarden Euro verkaufen (10 Jahre Standardlaufzeit nur 44 Milliarden Euro). Warum? Ist doch klar. Bei dieser kürzesten Laufzeit liegt der Zinskupon bei 0,00%, und man verkauft die Anleihen in der Emission derzeit reihenweise über dem Nennwert von 100,00%. Damit nimmt man jetzt mehr ein, als man zwei Jahre später zurückzahlen muss.

Im Klartext: Mit den kürzesten Laufzeiten macht der deutsche Staat derzeit regelmäßig fette Gewinne. Pro Emission waren es in den letzten Monaten immer so um die 30 oder 40 Millionen Euro Gewinn, den man per sofort einstreicht. Es ist und bleibt unglaublich. Man macht Gewinn mit dem Verkauf von Schulden. Die Zinsen sind abgeschafft, und so wird es auch noch einige Zeit bleiben. Dass die langen Laufzeiten minimal eine positive Verzinsung für die Anleger abwerfen, soll an dieser Stelle aber nicht stören!



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

3 Kommentare

  1. 11,4 Mrd.zum verschleudern?
    Ist schon verdampft,bevor eine Regierung steht!!!
    Die Fachkraefte sorgen dafuer….
    Apropo..wer kauft eigentlich eure priv.Schulden??

  2. Klar.
    Die brauchen die neue Schuldenaufnahme für die eigene Diätenerhöhung, welche sie, ohne eine Regierung zu haben, sich großzügig genehmigten.
    Bande, eledige.

    1. Also…,z.Z.ist es schlimm,wenn man die dt.Sprache lesen/hoeren bzw. kann/muss….
      Das feigste Volk der Welt,das sich nicht dagegen wehrt!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage