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Schuldenunion: Marc Friedrich über das, was nicht sein dürfte

Marc Friedrich spricht über die Schuldenunion

Einige sagen Schuldenunion, andere nennen den technischen Begriff der Eurobonds. Wie auch immer, laut Angela Merkel sollte es niemals eine Vergemeinschaftung von Schulden in der EU geben. Aber nun ist es soweit. Im Oktober hat die EU-Kommission für die EU Anleihen für 17 Milliarden Euro verkauft. Die Nachfrage am Anleihemarkt war dramatisch höher als das Angebot, weil die Negativrendite immer noch geringer war als der Negativzins bei der EZB, bei deutschen Staatsanleihen oder auf Bankkonten.

Marc Friedrich über die Schuldenunion

Marc Friedrich erklärt den Themenkomplex im folgenden Video recht gut. Bis zum Jahr 2025 will die EU satte 850 Milliarden Euro an Eurobonds ausgeben. Aber halt. Ist es wirklich eine Schuldenunion, sind es wirklich echte Eurobonds? Werden hier geltende EU-Verträge durch die Politik gebrochen, um Europa in der Coronakrise mit Geld fluten zu können? Die Befürworter dieser EU-Schuldenaufnahme sagen dazu, dass es sich nicht um Schuldenunion und Eurobonds handelt. Denn, so ihre Argumentation, die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten würden für diese EU-Schulden nur mit ihrem jeweiligen Anteil an der EU haften.

Aber mal ehrlich. Man kann es drehen und wenden wie man es will. Es ist eine Schuldenunion, die hier manifestiert wurde. Und nun, nachdem sich der Widerstand in Grenzen hielt, oder besser gesagt kaum spürbar war, kann Brüssel voll auf die Tube drücken und Anleihen verkaufen. Den Euro als Reservewährung wird es stärken, da internationale Investoren nun endlich richtige EU-Anleihen in Euro kaufen können. Aber es ist, wie es ist. Ein Großteil der Gelder wird in die Südländer fließen, wo man am Schlimmsten von der Coronakrise betroffen ist. Also erhalten diese Länder weit mehr Ausschüttung aus diesen Anleihen, als sie Anteil an der EU haben – dementsprechend erhält Deutschland weniger.

Eurobonds mit Negativrendite zu Lasten der zukünftigen Rentner

Marc Friedrich bespricht aber auch andere Aspekte, die im Hintergrund laufen. Als da wäre die de facto schleichende Enteignung der Sparer und zukünftigen Rentner. Sie findet schon seit Jahren statt, aber jetzt durch diese EU-Anleihen im Rahmen der Schuldenunion noch stärker. Denn Rentenkassen sind in Deutschland gezwungen „mündelsicher“ Geld anzulegen, also in Anleihen von Staaten, da die ja angeblich nie pleite gehen können. Da diese Anleihen aber negative Renditen aufweisen (gut für die Entschuldung der Staatshaushalte), verlieren die Bürger Geld. Denn die Rentenkassen machen mit jeder Anleihe vorprogrammiert Verluste, welche in einem immer größeren Umfang die Vermögen der Rentenkassen belasten, und damit die späteren Auszahlungen an die zukünftigen Rentner schmälern.

Das Video sehen Sie hier beim Aufruf dieses Links:



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2 Kommentare

  1. Einer der Heiligen Dreifaltigkeit hat wieder das Wort.
    Ich zitiere „…Neue Fallzahlem, Einschränkungen, Lockdowns…ALLES GEWOLLT…“
    Gewollt von wem???
    Aahhh, natürlich, mir fällts wie Schuppen von den Augen: Alles gewollt von den langbeinigen, einäugigen, grünlichen Eliten, die weltweit an geheimen Orten in buntschillerneden Raumschiffen gelandet sind.

  2. Alles ist viel einfacher als man denkt. Es geht darum an die Kohle ranzukommen und mit viel Fantasie es gut aussehen zu lassen.
    Einzig die unglaubliche Fantasie der Beteiligten samt Gelddruckwahn und die Produktion von ungedeckten Geldscheinen ist – sorry war früher – ein Verbrechen, weil das noch nie früher je erfolgreich endete.

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