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Schweden´s Riksbank als Blaupause für Fed, EZB und Co: Alles läuft, alles im Griff, aber die blöde Inflation…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die schwedische Notenbank „Riksbank“ hat ihren Leitzins von -0,35 jetzt auf -0,50% gesenkt. Wie die Riksbank schreibt, haben ihre bisherigen Bemühungen der schwedischen Wirtschaft gut weitergeholfen, aber die Inflation wolle einfach nicht anspringen, woran natürlich auch der Ölpreis schuld sei. Liest sich irgendwie exakt wie die Statements der EZB. Dort heißt es ja auch die eigenen Maßnahmen würden wunderbar funktionieren. Ebenfalls genauso wie EZB, BoJ und Co hat die Riksbank eine Inflation von 2% zum Ziel, deshalb geht man noch weiter in den Negativbereich.

Hier die Erwartung der Inflation für Schweden durch die Riksbank. Dieses Jahr soll sie bei 1,3% liegen, nächstes Jahr 2,1%. Aber so richtig glaubt man daran wohl selbst nicht, wozu sonst all die Ankündigungen weiterer Maßnahmen?

Schweden Inflation

Hier ein Teil der heutigen Original-Meldung der Riksbank. Ersetzen Sie Schweden/Riksbank im Text durch EZB/Eurozone oder Fed/USA, der Inhalt ist der selbe. Wirtschaft gut, Notenbankpolitik gut, und die Inflation bewegt sich irgendwie in die richtige Richtung, aber halt nicht kräftig genug – deswegen müssen wir immer weiter nachlegen!


The economy continues to strengthen but inflation is expected to be lower during 2016 than previously forecast. The period of low inflation will therefore be longer. This increases the risk of weakening confidence in the inflation target and of inflation not rising towards the target as expected. To provide support for inflation so that it rises and stabilises around 2 per cent in 2017, the Executive Board of the Riksbank has therefore decided to cut the repo rate by 0.15 percentage points to −0.50 per cent. Purchases of government bonds will continue for the first six months of this year, in accordance with the plan adopted in October. The Executive Board has also decided to reinvest maturities and coupons from the government bond portfolio until further notice. There is still a high level of preparedness to make monetary policy even more expansionary if this is needed to safeguard the inflation target.

Stronger economy but longer period of low inflation

The Riksbank’s very expansionary monetary policy has helped to strengthen the economy and reduce unemployment, and has contributed to an upward trend in underlying inflation since the beginning of 2014. But the upturn in inflation is still not on a firm footing, as is illustrated by the unexpectedly weak outcomes in recent months. Together with lower energy prices and low rent increases, inflation is expected to be lower in 2016 compared to the forecast from December.

The interest rate is being cut to safeguard the inflation target

There are arguments both for maintaining the monetary policy adopted in December and for making it more expansionary. Growth in the Swedish economy is high and unemployment is falling, which suggests that inflation will rise in the period ahead. In addition, the downward revision of the inflation forecast is to a large extent due to factors that have little to do with the underlying demand-driven inflation in the Swedish economy.

But the downward revision in the inflation forecast increases the risk of weakening confidence in the inflation target and of inflation not rising towards the target as expected. In addition, uncertainty regarding global developments is still high, with low inflation and several central banks pursuing more expansionary monetary policy. Swedish monetary policy must relate to this. Otherwise the krona exchange rate is at risk of strengthening at a faster rate than in the forecast, which would make it harder to push up inflation and stabilise it around 2 per cent.

It is the Executive Board’s assessment that the risks inherent in an unchanged policy are greater and that monetary policy therefore needs to be more expansionary.

Ready to do more

Inflation is expected to rise during the forecast period. But the upturn is expected to continue to be uneven and there may be surprises along the way. Whether, and if so how, monetary policy will then react depends on how the outlook for inflation is affected. The important thing is that the trend in inflation approaches the target and that confidence in the inflation target is not weakened. The Executive Board therefore still has a high level of preparedness to make monetary policy even more expansionary, even between the ordinary monetary policy meetings.

There is still scope to cut the repo rate further. The Riksbank is also analysing whether it is possible within the operational monetary policy framework to implement other measures to underpin repo rate cuts. Security purchases can be extended, for example, by buying nominal and real government bonds. The Riksbank is also prepared to intervene on the foreign exchange market if the krona appreciates so quickly as to threaten the upturn in inflation. On 4 January, the Executive Board took a delegation decision enabling immediate intervention on the foreign exchange market as a complementary monetary policy measure. The time period for delegation was extended at an extraordinary monetary policy meeting on 19 January and at yesterday’s ordinary meeting. The delegated mandate expires at the ordinary monetary policy meeting in July and will be exercised only if there is insufficient time to wait for a decision by the entire Executive Board.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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Allgemein

Corona-Hilfen: Ausfallzahlungen im November, und eine ganz wichtige Änderung!

Claudio Kummerfeld

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Neue Corona-Hilfen vom Bund

Aufgepasst liebe Selbständige und Unternehmer, es tut sich was bei den Corona-Hilfen des Bundes. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Bundesregierung betroffene Unternehmer mit bis zu 75 Prozent der Umsätze aus November 2019 entschädigen will, wenn sie jetzt im November 2020 durch Betriebsschließungen Umsatzeinbußen erleiden. Dies soll für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern gelten. Für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gibt es gestaffelt Erstattungen von 70 Prozent und weniger. Vor allem die Gastronomie wird wohl profitieren, aber auch Freizeiteinrichtungen, und womöglich deren Zulieferbetriebe. Details werden gerade noch geklärt. Diese Corona-Hilfen sind sehr wichtig. Sonst hätte dieser neue kleine Lockdown, der ab Montag startet, wohl endgültig viele Unternehmen finanziell ruiniert.

Die genauen Details der neuen Hilfen sollen laut Olaf Scholz noch veröffentlicht werden auf https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de . Noch ist die Seite nicht auf aktuellem Stand, aber aus den ganz frischen Aussagen der beiden Minister hört man, dass die beiden Ministerien genau in diesem Minuten die Details ausarbeiten. Also sollte man morgen oder am Wochenende diese Seite mehrmals besuchen und nach neuesten Infos Ausschau halten. Anträge sollen schnell bearbeitet werden. Wir empfehlen die nächsten Tage auch immer einen Blick zu werfen auf die Webseiten des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesfinanzministeriums.

Corona-Hilfen mit kleinem, aber sehr wichtigem Detail

Aber ein wichtiges Detail bei den Corona-Hilfen wird für viele Unternehmer eine große Erleichterung darstellen, um jetzt weiter durchhalten zu können. Denn bisher galt die ziemlich unsinnige und unfaire Regelung, dass die KfW-Schnellkredite in der Coronakrise nur für Unternehmen zugänglich waren, die mindestens 10 Mitarbeiter haben. Jetzt liest man im offiziellen Infotext des Bundeswirtschaftsministeriums (siehe hier), dass der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten zugänglich gemacht werden soll. Diese winzige Änderung bei den Corona-Hilfen kann für viele kleine Unternehmer die Rettung bedeuten, zumindest in Sachen Liquiditätshilfe. Hier weitere Details im Wortlaut vom Ministerium:

Es hat sich als unvermeidlich erwiesen, für die Dauer der nächsten vier Wochen auch viele Unternehmen zu schließen, um auf diese Weise Kontakte im erforderlichen Umfang zu reduzieren. Das betrifft unter anderem Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken, aber auch Dienstleistungsbetriebe, Messen, Kinos, Freizeitparks oder Fitness-Studios. Viele von ihnen haben Vorbildliches bei der Umsetzung von Hygiene- und Abstandskonzepten geleistet und seit Ausbruch der Pandemie schwere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Bundesregierung wird diese Betriebe umfassend unterstützen, um ihnen den Fortbestand in dieser schweren Zeit zu erleichtern:

Wir gewähren den von temporären Schließungen erfassten Unternehmen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst;

Wir werden die Leistungen der Überbrückungshilfe verlängern und für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche wesentlich verbessern;

Wir öffnen den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten;

Die Regelungen gelten unter anderem für Unternehmen, Selbständige und Soloselbständige. Insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass wir unsere Unternehmen nicht allein lassen, sondern zielgerichtet unterstützen. Hierzu stellen wir Mittel bis zu einer Höhe von 10 Milliarden Euro bereit.

Hier weitere aktuelle Aussagen aus der vorhin gelaufenen PK von Olaf Scholz und Peter Altmaier, in Kurzform zusammengefasst:

Der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft will man auch über den November hinaus eine Perspektive aufzeigen. Und auch der Gastronomie will man helfen die anstehende harte Zeit zu überstehen. An Einzelheiten arbeite man jedoch noch. Auch will man eine Verlängerung der „Überbrückungshilfe III“ bis ins nächste Jahr hinein erreichen. Und bis zu 300.000 Euro sollen auch über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt werden können.

Hier die PK im Video:

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Christine Lagarde: Headlines zur EZB-Pressekonferenz – sehr dovish!

Markus Fugmann

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Die wichtigsten Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf der EZB-Pressekonferenz – wie wird sie sich zu den ökonomischen Perspektiven durch die neuen Lockdowns äussern?

– Lagarde und Vize de Guindos betreten den Saal – beide mit Mundschutz..

– Neue Corona-Welle: Wirtschaft verliert an Fahrt, klare Verschlechterung des Ausblicks, vor allem im Dienstleistungsbereich

– Konsumenten halten sich zurück

– Inflation geringer aufgrundd fehlender Nachfrage

– FMW: jetzt das Übliche Loblied auf die EZB-Maßnahmen (gähn..)

– Risiken klar abwärtsgerichtet

– EZB wird im Dezember auf die neue Entwicklung reagieren und dabei auch Wechselkurs berücksichtigen

– Corona-Maßnahmen bringt „headwinds“ für wirtschaftlichen Ausblick (FMW: wo ist bloß die viel besungene „V-Erholung“?)

– Inflation dürfte negativ bleiben wegen deutscher Mehrwertsteuersenkung und niedrigem Ölpreis (FMW: Brent Öl fällt gerade erstmals seit Mai unter die Marke von 37 Dollar)

– Banken zeigen bei Kreditvergabe strengere Kriterien aufgrund steigender Risiken

– jetzt kommt der schon rituelle Aufruf Lagardes zu fiskalischen Maßnahmen, diese sollten zielgerichtet sein

– Lagarde jetzt über „Next Generation EU“ – wie Daniel Stelter sagen würde die „Klimaplanwirtschaft“

– Lagarde „hat“ fertig, jetzt kommen Fragen, natürlich alle virtuell..

—-

– Lagarde: für nächste EZB-Sitzung im Dezember werden alle Instrumente untersucht – das wird bereits vorbereitet, damit die EZB bei der Erholung (der Vermögenspreise…?) helfen kann

– FMW: Lagarde bisher sehr dovish, das bringt auch den Ölpreis so unter Druck, der Euro jetzt unter 1,17

– Lagarde: morgen kommen BIP-Zahlen, diese „könnten positiv überraschen“ (Prognose ist +15%), aber für das 4.Quartal sieht es nicht gut aus

– Lagarde zu Inflation: wir die derzeit negative Inflation nicht Deflation, weil es ein Sondereffekt der Pandemie ist

– Lagarde: Dass die Staaten der Eurozone Anleihen mit Gemeinschaftshaftung ausgeben, hat die Wahrnehmung der Eurozone verändert

– Lagarde: haben auf dieser Sitzung nicht über Veränderung der Geldpolitik diskutiert

Hier der Live-Feed zur EZB-PK:

Chrstine Lagarde - die Aussagen auf der EZB-Pressekonferenz

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