Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das DAX-Signal

Devisen

Schweiz & Franken ein sicherer Hafen für Ihr Geld? Mitnichten!

Veröffentlicht

am

Brexit, Italienchaos, Trump, Börsenbeben, Nullzinsphase! Immer wieder und in letzter Zeit spürbar vermehrt stellen uns unsere Kunden in der Honorarberatung aber auch unsere Leser und Fans die Frage, ob es nicht besser sei, ihr Geld in die Schweiz zu bringen oder in den Schweizer Franken (CHF) umzutauschen, um es zu schützen vor Inflation, Eurocrash und Enteignung. Dies verneinen wir. Warum?

Lange Zeit galt die Schweiz, völlig zu Recht, als sicherer Hafen für Vermögen. Doch die Zeiten haben sich drastisch geändert und die Schweiz hat den Status des Weltsafes längst verloren. Zu viele Eingeständnisse mussten die Eidgenossen auf Druck der USA und anderer Ländern machen. Das Schweizer Bankgeheimnis ist löchrig wie der berühmte Emmentaler Käse. Das „große Geld“ ist schon lange weitergezogen nach Singapur, in die Karibik, die USA und andere Steueroasen.

Zuerst haben sich die großen Schweizer Banken erheblich verzockt und mussten vor dem Bankrott gerettet werden. Dann ist das Bankgeheimnis, vor allem auf massiven Druck der USA, die alle Mitbewerber im Steuervermeidungswettbewerb ausmerzen wollen, peu à peu abgeschafft worden. Zuletzt hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) eine tickende Zeitbombe ins nationale Depot ge-packt und den Franken an den Euro gebunden, um eine weitere Aufwertung des Franken zu ver-hindern. Diese Maßnahme war notwendig, weil es nach der Finanzkrise 2008 eine extreme Flucht in den vermeintlich sicheren Franken gab, dieser dadurch massiv aufwertete und die Schweizer Wirtschaft extrem darunter litt. Folglich wurden in der SNB Berge an Euros angehäuft – in Summe wurden über 450 Milliarden Franken in den Euro investiert. Parallel wurde ein Negativzins von -0,75 % installiert. Ein weiterer Beweis, wie schlecht es um die Schweiz steht, folgt mit dieser schlechten Nachricht für alle Schweizer und Investoren in der Schweiz: Der Zins wird auch zukünftig nicht steigen sondern im Keller bleiben und unserer Meinung nach sogar noch weiter sinken.

Nicht nur die EZB druckt also Geld wie verrückt und drückt den Zins ins Absurde um das Geldka-russell am Laufen zu halten, sondern auch unsere Schweizer Nachbarn sind beim historischen Notenbankexperiment und bei diesem verantwortungslosen Wahnsinnsspiel ganz vorne mit dabei was der folgende Chart schön zeigt.

SNB Schweizer Franken

Jetzt müssen wir einiges fett schreiben um die Wichtigkeit zu unterstreichen.

Die Devisenanlagen der SNB waren bis zur Finanzkrise 2008 immer stabil um die 50 Milliarden CHF. Dann aber ging es los mit der munteren Gelddruckerei und Bilanzausweitung. Aktuell hat man atemberaubende 90,65 % der Gesamtaktiva, das sind 793 Milliarden CHF, in Devisenanlagen investiert! Devisenanlagen sind Fremdwährungen, Anleihen und Aktien. Dies ist ein ungesundes Klumpenrisiko und wird den Schweizern unserer Ansicht nach auf die Füße fallen.

Die Bilanzsumme der SNB ist auf Grund dieser Investitionenauf enorme 840 Milliarden CHF angeschwollen. Sie liegt mittlerweile bei absurden 122,6 Prozent des nominalen Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP). Dies ist mehr als die Schweizer Wirtschaft in einem Jahr leistet! Damit ist die SNB Weltmarktführer, denn dies ist so hoch wie bei keiner anderen Notenbank – selbst die seit Jahren im Krisenmodus laufende Japanische Notenbank (BoJ) hat nur 93 % des BIP investiert. Um es plastisch auszudrücken: Für jeden Schweizer hat die SNB 100.000 Stutz gedruckt. Die beiden Zahlen machen ganz klar deutlich was für ein riskantes Spiel in Bern gespielt wird und wie desperat die SNB ist. Anscheinend gibt es keine andere Lösung.

Genie oder Wahnsinn? Hat die SNB das Perpetum Mobile der Finanzwelt erfunden?

Jetzt wird es bizarr: Die SNB schöpft aus dem Nichts mit der Hilfe des Giralgeldsystems CHF um den Franken künstlich zu schwächen. Mit dem frisch geschaffenen Geld kauft man Unmengen an Euro und Dollar, um damit Anleihen und Aktien zu kaufen. Die SNB ist damit federführend bei der Manipulation von Wechselkursen, Anleihen, Zinsen und Aktienbewertungen. Entweder ist Thomas Jordan ein Genie und ihm werden Statuen gebaut oder er spielt das neue Spiel: Schweizerisches Roulette.

Warum der Absturz der FANG Aktien der Schweiz besonders weh tut

Das Aktienportfolio der SNB umfasst über 2.500 Titel. Die SNB ist der größte Investor bei Apple (19 Millionen Aktien), Microsoft, Amazon, Alphabet und Starbucks. Sie besitzt mehr Facebook Aktien als deren Gründer Mark Zuckerberg!
SNB Schweizer Franken Reserven

Hier das Portfolio der SNB:

2017 ging diese waghalsige Strategie gut und man hat damit einen gigantischen Gewinn von 54 Milliarden Franken eingefahren. Der enorme Gewinn 2017 wird sich so nicht mehr wiederholen. Dieser kam zustande durch eine Aufwertung des Euro und durch Aktiengewinne. Für 2018 wird die SNB einen Verlust einfahren! Wenn Sie am Euro weiter festhält bzw. wenn eine Rezession kommt und die Aktienmärkte weiter korrigieren sollten wird es brenzlig für die Schweizer. Vor allem der deutliche Absturz der FANG Aktien (Facebbok, Apple, Netflix, Google) schmerzt die Zentralbanker in Bern besonders. Wir hatten Anfang des Jahres Aktien heruntergestuft auf Verkaufen was gold-richtig war. Zwar hat die SNB auch Dollar im Depot, dieser wird weiter steigen, aber er wird die Verluste nur abfedern. Eines muss klar sein: Die SNB ist im Schwitzkasten der EZB, des Euro und der Aktienmärkte. Solange die EZB keine Zinsen erhöht, wovon wir nicht ausgehen, kann auch die SNB die Zinsen nie erhöhen. Wenn der Euro scheitert, hat die SNB und der Franken ein Problem.

Das Schweizer Heer bereitet sich ebenfalls auf den Zerfall Europas und den Eurokollaps vor und zwar mit der Operation „Stabilo Due“ im Jahr 2012 und mit der Übung „Conex 15 von 2015“. Hier-bei sollen die Grenzen geschlossen werden und die Geldströme gestoppt werden. Dann kommt keiner mehr an seinen Safe und an sein Geld ran. Vor allem nicht ohne Schweizer Pass. Nach unserer Recherche ist dieses Notfallszenario nach wie vor gültig.

Dies war in der Vergangenheit auch schon der Fall. Man denke nur an die jüdischen Vermögen oder vergessene Konten und Schließfächer.

Die SNB ist in der Zwickmühle; Ausstieg aus der Notenbankpolitik unmöglich da sonst der Franken wieder steigt und die heimische Wirtschaft schädigt. Der Frankenschock 2015 soll 100.000 Ar-beitsplätze gekostet haben. Der Minuszins bleibt also noch lange der Status Quo.

Wer tatsächlich davon überzeugt ist, dass die Schweiz und der Franken nach wie vor Sicherheit garantieren, der sollte sich die Fakten und das Portfolio der SNB genau anschauen und nochmals darüber nachdenken. Wenn die Notenbankpolitik der SNB schief geht – wovon wir ausgehen – so wie bei der damaligen Bindung des Franken an den Euro, dann ist die Schweiz de facto von heute auf morgen pleite.

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrie-ben gemeinsam die erfolgreichsten Wirtschaftsbestseller der letzten Jahre. “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ und „Sonst knallt‘s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ gemeinsam mit dem DM-Gründer Götz W. Werner.

Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter:
https://www.friedrich-weik.de
https://www.youtube.com/friedrichweik
https://twitter.com/FRIEDRICH_WEIK
https://www.instagram.com/friedrich_weik/
https://www.facebook.com/friedrichundweik/

Marc Friedrich und Matthias Weik zum Schweizer Franken
Marc Friedrich und Matthias Weik.

6 Kommentare

6 Comments

  1. Christoph

    4. Dezember 2018 15:28 at 15:28

    naja, wenn der Euro kollabiert, dann haben wir erst mal größere Probleme.
    Abgesehen von diesem Extremszenario ist die SNB doch in einer super Lage. Sie druckt Geld und der Franken Kurs sinkt nicht. Sie kauft Euros, Dollars und Aktien. Sollte der Wind sich mal drehen, dann hat die SNB sehr viele Euros etc. um Franken dann zu einem besseren Preis zu kaufen/zu stützen -> Gewinn. Wie gesagt, eine super Lage für die SNB.

  2. Altbär

    4. Dezember 2018 16:03 at 16:03

    Thomas Jordan ist kein Genie, aber ein ganz vernünftiger Anleger.Da er wegen dem Superexperiment Euro gezwungen ist den Franken zu schwächen ( oder nicht zu stark steigen zu lassen ) wird er gezwungen mit gedrucktem Geld eine vorsichtige Anlagepolitik zu machen.Ich habe schon mehrmals gesagt, dass er wegen des grossen Hebels keine Baisse durchstehen könnte u.somit irgendwann verkaufen muss.Gemäss Berichten hat er wegen Klumpenrisiko Ende Aug. am Hoch US- IT Aktien umgeschichtet.Immerhin war das der Zeitpunkt wo der Superguru aus Nebraska die ganze Welt wissen liess, er habe soeben Apple zugekauft.
    Im allgemeinen decken diese Herren natürlich ein Problem auf.Mit dem endlosen Übertünchen der Probleme einiger EU Länder wird man auch die wenigen gesunden Länder noch „. TOTNOTENBANKEN „

  3. Altbär

    4. Dezember 2018 16:24 at 16:24

    Es gibt da noch einen kleinen Unterschied gegenüber andern Notenbanken.
    Die SNB investiert das gedruckte Geld in Anlagen ihrer Wahl u.kann stark diversivizieren.Es hängt also vom Anlagegeschick ab ob es gut oder schlecht kommt. Die US- IT Aktienhausse haben Sie auf jeden Fall gut gemanagt.In diesem Sinne ist die SNB ein stark gehebelter Hedge- Fond.Jetzt zum Unterschied:
    Während z.B. die EZB Anleihen von konkursiten Staaten kaufen muss, kann die SNB die in ihren Augen sichersten Anlagen bevorzugen.
    Im schlimmsten Fall könnte die Schweiz immer noch von der EU gerettet werden. ist sie doch M.W.
    der zweit oder drittbeste Kunde der EU. ? ? Haben sie in Brüssel noch nicht gemerkt.

  4. Eidgenosse

    4. Dezember 2018 18:31 at 18:31

    Die Ansicht der beiden Herren schätze ich sonst,aber diesmal haben sie oberflächlich recherchiert.
    1. Die Fang Aktien sind kein Problem, die SNB hat den ganzen Hype mitgemacht u.Ende August abgebaut.
    2.Mit etwa 70 % guten Staatsanleihen u.nur 20% Aktien ist sie eher konservativ unterwegs.
    3. Sind nach meiner Meinung Anleihen keine Devisenanlagen, obwohl jede Anlage in irgend einer Währung
    angelegt ist.
    4. Wenn ein Einzelner wie Warren B. etwa 500 Mia. mit einem Hebel stemmen kann, wieso sollte Wilhelm Tell mit etwa 8 Mio. Bankgenossen nicht 800 Mia.verwalten können.Ein Problem hätten vielleicht einige andere wenn die SNB wegen Enthebelung in kurzer Zeit die ganze Masse auf den Markt werfen würde.

  5. Deli

    5. Dezember 2018 11:07 at 11:07

    Krass. Hatte ich so nicht auf dem Schirm. Danke!

  6. H. Poirot

    6. Dezember 2018 04:12 at 04:12

    Devisenreserven sind Guthaben gegenüber dem Ausland! Klaro! Matthias Weik und Marc Friedrich haben hier ein mangelndes Finanzverständnis offenbart! Herr Jordan macht hier alles richtig! Eine Notenbank ist nun mal keine normale Bank, das scheinen die beiden nicht verstanden zu haben.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Russland: Unerwartete Zinsanhebung

Veröffentlicht

am

Die russische Zentralbank hat heute ihren Leitzins angehoben um 0,25% auf 7,75%. Das kam für den Markt überraschend. Die Mehrheit der Analysten hatte für heute mit unveränderten Zinsen bei 7,50% gerechnet. Es ist die zweite Zinsanhebung in Moskau in diesem Jahr. Wer spöttisch auf die weltweiten Leitzinsen schaut, der könnte nun sagen: Schaut her, sogar die Russen heben die Zinsen an. Und was macht die EZB?

Die Zentralbank signalisiert heute auch, dass sie bald erneut handeln könnte (also eine dritte Zinsanhebung), um die anziehende Inflation einzudämmen. Gründe für steigende Preise seien Steuererhöhungen sowie mögliche neue US-Sanktionen. Am Markt sieht man die heutige Zinsanhebung auch als unausgesprochene Reaktion auf die ständigen Zinsanhebungen der Federal Reserve, die den Dollar ja tendenziell gegen den Rubel stärken.

Aktuell liegt die Inflation in Russland bei 3,9%. Laut Zentralbank soll sie Ende 2019 bei 5% oder 5,5% ankommen, und Ende 2020 auf 4% zurückgehen. Also jetzt Zinsen anheben, um dieses Absinken der Inflation zu erreichen? Und der russische Rubel? Der müsste bei einer überraschenden Zinsanhebung eigentlich sprunghaft steigen. Aber nichts da.

Der Rubel fällt sogar gegen den Dollar, von 66,50 Rubel für einen Dollar auf jetzt 66,71 Rubel für einen Dollar. Warum das? Die Zentralbank verkündete heute nämlich auch, dass man bald wieder damit beginnen werde Fremdwährungen zu kaufen um die Reserven weiter aufzustocken. Das drückt natürlich jetzt schon gegen den Rubel. Man könnte also die heutige Zinsanhebung auch so werten, dass die Notenbanker ein Gegengewicht schaffen wollten, damit der Rubel heute nicht noch stärker abschmiert.

Auch sagte die Zentralbank heute, dass Russland sich nicht in einem Zyklus von Zinsanhebungen befinde. Die aktuellen Maßnahmen würden es lediglich leichter machen in 2019 oder 2020 wieder Zinssenkungen anzugehen (Anmerkung: Wenn dann die Inflation wieder rückläufig ist). Fazit: Eine nicht ganz einfache Gemengelage im Rubel und in russischen Zinsen! Hier die Aussagen der Zentralbank im Wortlaut:

On 14 December 2018, the Bank of Russia Board of Directors decided to raise the key rate by 0.25 pp to 7.75% per annum. The decision taken is proactive in nature and is aimed at limiting inflation risks that remain elevated, especially over the short-term horizon. There presists uncertainty over future external conditions, as well as over the reaction of prices and inflation expectations to the upcoming VAT rate increase. The increase in the key rate will help prevent firm inflation anchoring at the level significantly exceeding the Bank of Russia’s target. Taking into account the decision taken, the Bank of Russia forecasts annual inflation to be 5-5.5% by the end of 2019 and its return to 4% in 2020. The Bank of Russia will consider the necessity of further increases in the key rate, taking into account inflation and economic dynamics against the forecast, as well as risks posed by external conditions and the reaction of financial markets.

Inflation dynamics. At the end of 2018, inflation is expected to be close to 4%, which corresponds to the Bank of Russia’s target. In November, the annual consumer price growth rose to 3.8% (3.9%, according to the estimates as of 10 December). This November’s upward movement of inflation was largely driven by annual food price growth accelerating from 2.7% to 3.5%. This was supported by changes in the balance of supply and demand in certain food markets. Prices are further adjusting to the ruble exchange rate that has weakened since the beginning of the year. Consumer price growth is starting to be affected by the VAT increase scheduled to take effect from 1 January 2019. According to Bank of Russia estimates, most inflation indicators reflecting the most sustainable price movements are growing.

The price expectations of businesses increased, triggered by the weakening of the ruble which took place since the beginning of the year and the forthcoming VAT rise. Household inflation expectations rose in November. Uncertainty persists over their subsequent movements.

The situation in the domestic financial market remained stable in November and the first half of December and did not pose any additional inflation risks.

The Bank of Russia’s forecast assumes consumer price growth rate at 3.9-4.2% by the end of 2018 . The VAT hike and the weakening of the ruble that took place in 2018 are expected to trigger a temporary acceleration in annual inflation, which will peak in the first six months of 2019 and run at 5.0-5.5% by the end of 2019. Quarterly year-on-year consumer price growth will draw close to 4% as early as the second half of 2019. Annual inflation will slow down to 4% in the first half of 2020 when the effects of the ruble’s weakening and the VAT rise peter out. The increase in the key rate is proactive in nature and will help limit the risks of firm inflation anchoring at the level significantly exceeding the Bank of Russia’s target. The forecast takes into account the Bank of Russia’s decision to resume regular foreign currency purchases in the domestic market under the fiscal rule from 15 January 2019.

Monetary conditions. A certain tightening in monetary conditions is still ongoing. OFZ yields remain markedly above this year’s Q1 readings. A further rise in interest rates is progressing in the deposit and credit market. The increase in the key rate by the Bank of Russia will help maintain real interest rates on deposits in the positive territory, which will support the attractiveness of savings and balanced growth in consumption.

Economic activity. Russian economic growth slowed down slightly, remaining close to its potential. In 2018 Q3, annual GDP growth slipped to 1.5%, consistent with the Bank of Russia’s forecast, mostly due to the high base effect in agriculture. Industrial output continued its annual growth in October with sectoral trends remaining mixed. Consumer demand growth slowed down, as compared to previous months. Its expansion is largely based on the non-food sales. Investment activity continued to rise in the third quarter. The Bank of Russia keeps unchanged its 2018 annual GDP growth forecast of 1.5-2%.

The Bank of Russia’s view of the Russian economy’s mid-term growth prospects has remained mainly unchanged. Due to the budget rule, the decrease in the 2019 average annual oil price from 63 to 55 US dollars per barrel in the baseline scenario will have little influence on macroeconomic fundamentals. In 2019, the forthcoming VAT increase might have a slight constraining effect on business activity (mostly in the beginning of the year). The newly attracted budgetary funds will be used to boost government spending, including spending on investments, as early as 2019. As a result, according to the Bank of Russia forecast, GDP growth in 2019 will range between 1.2% and 1.7%. The following years might see higher growth rates as the planned structural measures are implemented.

Inflation risks. The balance of risks remains skewed towards pro-inflationary risks, especially over a short-term horizon. High uncertainty over future external conditions and their impact on financial asset prices still remains. In the fourth quarter, oil prices remain above 55 US dollars per barrel included in the baseline scenario assumptions for 2019-2021. However, the risks of supply exceeding demand in the oil market in 2019 have increased.

Potential capital outflow from emerging markets coupled by geopolitical factors might enhance volatility in financial markets and affect exchange rate and inflation expectations.

There presists uncertainty over the reaction of prices and inflation expectations to the upcoming VAT rate increase and to the influence of other proinflationary factors.

The Bank of Russia leaves mostly unchanged its estimates of risks associated with wage movements, possible changes in consumer behaviour and budget expenditures. These risks remain moderate.

The Bank of Russia will consider the necessity of further increases in the key rate, taking into account inflation and economic dynamics against the forecast, as well as risks posed by external conditions and the reaction of financial markets.

The Bank of Russia Board of Directors will hold its next key rate review meeting on 8 February 2018. The Board decision press release is to be published at 13:30 Moscow time.

Russland Rubel vs USD
US-Dollar vs Russischer Rubel seit 2014.

weiterlesen

actior AG

EURUSD: Durchbruch nach unten vollzogen

Veröffentlicht

am

Am gestrigen Handelstag wurde von uns eigentlich ein recht hohes Handelsvolumen beim Währungspaar EURUSD erwartet. Doch der Zinsentscheid der EZB mit anschließender Pressekonferenz ließ die Anleger kalt. Dafür kam heute Vormittag der erwartete Abverkauf. Auslöser war diesmal der schwache EU-Einkaufsmanagerindex. So wurde von den Analysten mit einem Anstieg auf 54,9 Punkte gerechnet, aber der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist überraschend auf 54,4 Zähler gesunken. Dies spricht für eine Abkühlung der Konjunktur in der Eurozone. Die enttäuschenden Zahlen setzten den Euro unter Druck, und er stürzte damit unter die Marke von 1,13 Dollar. Zudem wird von der Fed noch in diesem Jahr ein weiterer Zinsschritt erwartet. Dies dürfte den Euro noch zusätzlich belasten. Es ist also damit zu rechnen, dass wir vor Jahresende noch tiefere Kurse beim Euro sehen könnten.

Jetzt sparen mit FairPrice-Broker, einer der allergünstigsten Broker überhaupt

Handeln Sie mit einem der günstigsten Broker Weltweit. Mit geringsten Spreads wie zum Beispiel den Dax mit nur 0,5 Punkten, oder den EURUSD ab nur 0,1 Pip spread. Haben wir Sie überzeugt? Eröffnen Sie jetzt ein Konto bei Fair Price Boker.

Heutiger Handel beim EURUSD

Am heutigen Vormittag hat der Euro seine Seitwärtsbewegung nach unten verlassen. Wie oben schon geschrieben, war der Grund dafür beim schwachen EU-Einkaufsmanagerindex zu suchen. Dieser deutet nunmehr auf eine Abkühlung der Konjunktur der Eurozone hin. Es ist gut vorstellbar, dass der Euro versucht noch einmal an die Marke von 1,13 Dollar heran zu laufen. Allerdings rechnen wir nicht mehr mit einem Überwinden dieser Marke, sondern eher mit einem Abprall. So kann es gut sein, dass wir eventuell heute noch die 1,1250 – 1,1260 Dollar sehen könnten.

EURUSD

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

weiterlesen

Devisen

EUR/USD und Dow Jones Absturz: Wir leben in der Vergangenheit!

Warum der Dow Jones Absturz bevorstehen könnte und mein Interesse für den EUR USD immer konkreter wird..

Veröffentlicht

am

Eine Analyse von Peter Seidel

Warum der Dow Jones Absturz bevorstehen könnte und mein Interesse für den EUR USD immer konkreter wird, schauen wir uns in der folgenden Einschätzung und insbesondere im anhängigen Video an. Meine Zuversicht, gegenüber einer möglichen Endjahres-Rally, schmilzt sprichwörtlich wie der erste Schnee des Jahres am Rande eines dampfenden Schachtdeckels.

Dow Jones Absturz aufgrund mangelnder Dynamik?

Nach den wirklich ermutigenden charttechnischen Divergenzen der Vorwoche, der Entwicklung des Money Flow und dem Erschöpfungs-Gap zum Wochenbeginn, hat der amerikanische Leitindex bislang leider nicht viel mehr gezeigt.

Dow Jones Absturz mangelnde Dynamik 20181213

Dow Jones Absturz mangelnde Dynamik 20181213

Im Gegenteil: Auf Tagesbasis reckt er das Köpfchen kaum über die letzten Verkaufsbereiche bei rund 25100 Punkten und das ist ein typisches charttechnisches Phänomen. Deutliche Abverkäufe, plötzliche scheinbare Erholung, die jedoch zahlreiche Kerzen mit wenig Dynamik beansprucht und den Kurs nicht nachhaltig über die letzten Verkaufsbereiche hebt.

Wir leben in der Vergangenheit

Im Video gehe ich noch einmal direkt auf die für mich wichtigen Unterstützungen und Widerstände ein, möchte aber schon hier die kritische Situation hervorheben: Der Dow Jones hat es bislang nicht geschafft die US Range vom Donnerstag vergangener Woche nachhaltig zu verlassen. Wir hüpfen einfach hin und her. Das bedeutet aber auch: Technisch betrachtet ist die Talfahrt nicht durchbrochen.

Dow Jones in US Range gefangen 20181213

Dow Jones in US Range gefangen 20181213

Bullishes Potential könnte sich zwar durchaus bis 24980/25160 Punkte entfalten, doch damit wäre die beschriebene Thematik aus dem Tageschart immer noch nicht geklärt. Des Weiteren sollte das große Bild auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden, auf das ich im Video detailliert eingehe.

EUR USD Prognose gar nicht mal so schlecht

Es gilt festzuhalten, dass es der Kurs immer noch nicht über die abwärtsgerichtete Trendlinie im Tageschart geschafft hat, über die wir bereits gesprochen haben. Im Gegenteil: Bearishe Reaktionen sind an der Tagesordnung. Wird diese Linie dadurch immer löchriger oder immer stärker? Eine Glaubensfrage.

EUR USD Prognose EZB Tapering bullish 20181213

EUR USD Prognose EZB Tapering bullish 20181213

Fakt ist, dass mich die vermeintlichen Unterstützungsbereiche bei rund 1.12930 und 1.12430 sehr interessieren. Kann sich der Kurs in diesem Bereich stabilisieren, würde mich gern auf einen mittel- bis langfristigen Trade in Richtung 1.22000/1.23000 vorbereiten. Evtl. hilft die EZB mit regelmäßigen Gerüchten über ein Tapering.

Dritte und letzte Etappe der Korrektur?

Nachdem sich der Kurs vor etwa einem Monat zu erholen begann und bereits zwei Etappen der Korrektur absolvieren konnte, steht nun möglicherweise die dritte Phase in Richtung 70er und 89er Fibonacci Retracement und damit in die genannten Unterstützungsbereiche bevor.

EUR USD dritte Etappe Korrektur 20181213

EUR USD dritte Etappe Korrektur 20181213

Der bearishe Bruch der aufwärtsgerichteten Trendlinie sowie der erfolgreiche Retest gaben den Startschuss für ein bislang erfolgreiches Short Engagement. Alle weiteren Informationen findet ihr im Video und natürlich könnt ihr euch hier gern einige Trading Tipps von mir holen.

Dazu der Autor im Video:

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen