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Schweiz & Franken ein sicherer Hafen für Ihr Geld? Mitnichten!

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Brexit, Italienchaos, Trump, Börsenbeben, Nullzinsphase! Immer wieder und in letzter Zeit spürbar vermehrt stellen uns unsere Kunden in der Honorarberatung aber auch unsere Leser und Fans die Frage, ob es nicht besser sei, ihr Geld in die Schweiz zu bringen oder in den Schweizer Franken (CHF) umzutauschen, um es zu schützen vor Inflation, Eurocrash und Enteignung. Dies verneinen wir. Warum?

Lange Zeit galt die Schweiz, völlig zu Recht, als sicherer Hafen für Vermögen. Doch die Zeiten haben sich drastisch geändert und die Schweiz hat den Status des Weltsafes längst verloren. Zu viele Eingeständnisse mussten die Eidgenossen auf Druck der USA und anderer Ländern machen. Das Schweizer Bankgeheimnis ist löchrig wie der berühmte Emmentaler Käse. Das „große Geld“ ist schon lange weitergezogen nach Singapur, in die Karibik, die USA und andere Steueroasen.

Zuerst haben sich die großen Schweizer Banken erheblich verzockt und mussten vor dem Bankrott gerettet werden. Dann ist das Bankgeheimnis, vor allem auf massiven Druck der USA, die alle Mitbewerber im Steuervermeidungswettbewerb ausmerzen wollen, peu à peu abgeschafft worden. Zuletzt hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) eine tickende Zeitbombe ins nationale Depot ge-packt und den Franken an den Euro gebunden, um eine weitere Aufwertung des Franken zu ver-hindern. Diese Maßnahme war notwendig, weil es nach der Finanzkrise 2008 eine extreme Flucht in den vermeintlich sicheren Franken gab, dieser dadurch massiv aufwertete und die Schweizer Wirtschaft extrem darunter litt. Folglich wurden in der SNB Berge an Euros angehäuft – in Summe wurden über 450 Milliarden Franken in den Euro investiert. Parallel wurde ein Negativzins von -0,75 % installiert. Ein weiterer Beweis, wie schlecht es um die Schweiz steht, folgt mit dieser schlechten Nachricht für alle Schweizer und Investoren in der Schweiz: Der Zins wird auch zukünftig nicht steigen sondern im Keller bleiben und unserer Meinung nach sogar noch weiter sinken.

Nicht nur die EZB druckt also Geld wie verrückt und drückt den Zins ins Absurde um das Geldka-russell am Laufen zu halten, sondern auch unsere Schweizer Nachbarn sind beim historischen Notenbankexperiment und bei diesem verantwortungslosen Wahnsinnsspiel ganz vorne mit dabei was der folgende Chart schön zeigt.

SNB Schweizer Franken

Jetzt müssen wir einiges fett schreiben um die Wichtigkeit zu unterstreichen.

Die Devisenanlagen der SNB waren bis zur Finanzkrise 2008 immer stabil um die 50 Milliarden CHF. Dann aber ging es los mit der munteren Gelddruckerei und Bilanzausweitung. Aktuell hat man atemberaubende 90,65 % der Gesamtaktiva, das sind 793 Milliarden CHF, in Devisenanlagen investiert! Devisenanlagen sind Fremdwährungen, Anleihen und Aktien. Dies ist ein ungesundes Klumpenrisiko und wird den Schweizern unserer Ansicht nach auf die Füße fallen.

Die Bilanzsumme der SNB ist auf Grund dieser Investitionenauf enorme 840 Milliarden CHF angeschwollen. Sie liegt mittlerweile bei absurden 122,6 Prozent des nominalen Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP). Dies ist mehr als die Schweizer Wirtschaft in einem Jahr leistet! Damit ist die SNB Weltmarktführer, denn dies ist so hoch wie bei keiner anderen Notenbank – selbst die seit Jahren im Krisenmodus laufende Japanische Notenbank (BoJ) hat nur 93 % des BIP investiert. Um es plastisch auszudrücken: Für jeden Schweizer hat die SNB 100.000 Stutz gedruckt. Die beiden Zahlen machen ganz klar deutlich was für ein riskantes Spiel in Bern gespielt wird und wie desperat die SNB ist. Anscheinend gibt es keine andere Lösung.

Genie oder Wahnsinn? Hat die SNB das Perpetum Mobile der Finanzwelt erfunden?

Jetzt wird es bizarr: Die SNB schöpft aus dem Nichts mit der Hilfe des Giralgeldsystems CHF um den Franken künstlich zu schwächen. Mit dem frisch geschaffenen Geld kauft man Unmengen an Euro und Dollar, um damit Anleihen und Aktien zu kaufen. Die SNB ist damit federführend bei der Manipulation von Wechselkursen, Anleihen, Zinsen und Aktienbewertungen. Entweder ist Thomas Jordan ein Genie und ihm werden Statuen gebaut oder er spielt das neue Spiel: Schweizerisches Roulette.

Warum der Absturz der FANG Aktien der Schweiz besonders weh tut

Das Aktienportfolio der SNB umfasst über 2.500 Titel. Die SNB ist der größte Investor bei Apple (19 Millionen Aktien), Microsoft, Amazon, Alphabet und Starbucks. Sie besitzt mehr Facebook Aktien als deren Gründer Mark Zuckerberg!
SNB Schweizer Franken Reserven

Hier das Portfolio der SNB:

2017 ging diese waghalsige Strategie gut und man hat damit einen gigantischen Gewinn von 54 Milliarden Franken eingefahren. Der enorme Gewinn 2017 wird sich so nicht mehr wiederholen. Dieser kam zustande durch eine Aufwertung des Euro und durch Aktiengewinne. Für 2018 wird die SNB einen Verlust einfahren! Wenn Sie am Euro weiter festhält bzw. wenn eine Rezession kommt und die Aktienmärkte weiter korrigieren sollten wird es brenzlig für die Schweizer. Vor allem der deutliche Absturz der FANG Aktien (Facebbok, Apple, Netflix, Google) schmerzt die Zentralbanker in Bern besonders. Wir hatten Anfang des Jahres Aktien heruntergestuft auf Verkaufen was gold-richtig war. Zwar hat die SNB auch Dollar im Depot, dieser wird weiter steigen, aber er wird die Verluste nur abfedern. Eines muss klar sein: Die SNB ist im Schwitzkasten der EZB, des Euro und der Aktienmärkte. Solange die EZB keine Zinsen erhöht, wovon wir nicht ausgehen, kann auch die SNB die Zinsen nie erhöhen. Wenn der Euro scheitert, hat die SNB und der Franken ein Problem.

Das Schweizer Heer bereitet sich ebenfalls auf den Zerfall Europas und den Eurokollaps vor und zwar mit der Operation „Stabilo Due“ im Jahr 2012 und mit der Übung „Conex 15 von 2015“. Hier-bei sollen die Grenzen geschlossen werden und die Geldströme gestoppt werden. Dann kommt keiner mehr an seinen Safe und an sein Geld ran. Vor allem nicht ohne Schweizer Pass. Nach unserer Recherche ist dieses Notfallszenario nach wie vor gültig.

Dies war in der Vergangenheit auch schon der Fall. Man denke nur an die jüdischen Vermögen oder vergessene Konten und Schließfächer.

Die SNB ist in der Zwickmühle; Ausstieg aus der Notenbankpolitik unmöglich da sonst der Franken wieder steigt und die heimische Wirtschaft schädigt. Der Frankenschock 2015 soll 100.000 Ar-beitsplätze gekostet haben. Der Minuszins bleibt also noch lange der Status Quo.

Wer tatsächlich davon überzeugt ist, dass die Schweiz und der Franken nach wie vor Sicherheit garantieren, der sollte sich die Fakten und das Portfolio der SNB genau anschauen und nochmals darüber nachdenken. Wenn die Notenbankpolitik der SNB schief geht – wovon wir ausgehen – so wie bei der damaligen Bindung des Franken an den Euro, dann ist die Schweiz de facto von heute auf morgen pleite.

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrie-ben gemeinsam die erfolgreichsten Wirtschaftsbestseller der letzten Jahre. “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ und „Sonst knallt‘s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ gemeinsam mit dem DM-Gründer Götz W. Werner.

Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter:
https://www.friedrich-weik.de
https://www.youtube.com/friedrichweik
https://twitter.com/FRIEDRICH_WEIK
https://www.instagram.com/friedrich_weik/
https://www.facebook.com/friedrichundweik/

Marc Friedrich und Matthias Weik zum Schweizer Franken
Marc Friedrich und Matthias Weik.

6 Kommentare

6 Comments

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    Christoph

    4. Dezember 2018 15:28 at 15:28

    naja, wenn der Euro kollabiert, dann haben wir erst mal größere Probleme.
    Abgesehen von diesem Extremszenario ist die SNB doch in einer super Lage. Sie druckt Geld und der Franken Kurs sinkt nicht. Sie kauft Euros, Dollars und Aktien. Sollte der Wind sich mal drehen, dann hat die SNB sehr viele Euros etc. um Franken dann zu einem besseren Preis zu kaufen/zu stützen -> Gewinn. Wie gesagt, eine super Lage für die SNB.

  2. Avatar

    Altbär

    4. Dezember 2018 16:03 at 16:03

    Thomas Jordan ist kein Genie, aber ein ganz vernünftiger Anleger.Da er wegen dem Superexperiment Euro gezwungen ist den Franken zu schwächen ( oder nicht zu stark steigen zu lassen ) wird er gezwungen mit gedrucktem Geld eine vorsichtige Anlagepolitik zu machen.Ich habe schon mehrmals gesagt, dass er wegen des grossen Hebels keine Baisse durchstehen könnte u.somit irgendwann verkaufen muss.Gemäss Berichten hat er wegen Klumpenrisiko Ende Aug. am Hoch US- IT Aktien umgeschichtet.Immerhin war das der Zeitpunkt wo der Superguru aus Nebraska die ganze Welt wissen liess, er habe soeben Apple zugekauft.
    Im allgemeinen decken diese Herren natürlich ein Problem auf.Mit dem endlosen Übertünchen der Probleme einiger EU Länder wird man auch die wenigen gesunden Länder noch „. TOTNOTENBANKEN „

  3. Avatar

    Altbär

    4. Dezember 2018 16:24 at 16:24

    Es gibt da noch einen kleinen Unterschied gegenüber andern Notenbanken.
    Die SNB investiert das gedruckte Geld in Anlagen ihrer Wahl u.kann stark diversivizieren.Es hängt also vom Anlagegeschick ab ob es gut oder schlecht kommt. Die US- IT Aktienhausse haben Sie auf jeden Fall gut gemanagt.In diesem Sinne ist die SNB ein stark gehebelter Hedge- Fond.Jetzt zum Unterschied:
    Während z.B. die EZB Anleihen von konkursiten Staaten kaufen muss, kann die SNB die in ihren Augen sichersten Anlagen bevorzugen.
    Im schlimmsten Fall könnte die Schweiz immer noch von der EU gerettet werden. ist sie doch M.W.
    der zweit oder drittbeste Kunde der EU. ? ? Haben sie in Brüssel noch nicht gemerkt.

  4. Avatar

    Eidgenosse

    4. Dezember 2018 18:31 at 18:31

    Die Ansicht der beiden Herren schätze ich sonst,aber diesmal haben sie oberflächlich recherchiert.
    1. Die Fang Aktien sind kein Problem, die SNB hat den ganzen Hype mitgemacht u.Ende August abgebaut.
    2.Mit etwa 70 % guten Staatsanleihen u.nur 20% Aktien ist sie eher konservativ unterwegs.
    3. Sind nach meiner Meinung Anleihen keine Devisenanlagen, obwohl jede Anlage in irgend einer Währung
    angelegt ist.
    4. Wenn ein Einzelner wie Warren B. etwa 500 Mia. mit einem Hebel stemmen kann, wieso sollte Wilhelm Tell mit etwa 8 Mio. Bankgenossen nicht 800 Mia.verwalten können.Ein Problem hätten vielleicht einige andere wenn die SNB wegen Enthebelung in kurzer Zeit die ganze Masse auf den Markt werfen würde.

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    Deli

    5. Dezember 2018 11:07 at 11:07

    Krass. Hatte ich so nicht auf dem Schirm. Danke!

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    H. Poirot

    6. Dezember 2018 04:12 at 04:12

    Devisenreserven sind Guthaben gegenüber dem Ausland! Klaro! Matthias Weik und Marc Friedrich haben hier ein mangelndes Finanzverständnis offenbart! Herr Jordan macht hier alles richtig! Eine Notenbank ist nun mal keine normale Bank, das scheinen die beiden nicht verstanden zu haben.

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Euro gegen US-Dollar: Heute Ausbruch über die 1,0900 Marke?

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100 Euro Scheine Symbolbild

Der Euro hat sich in den letzten zwei Tagen tapfer geschlagen. Die Woche verläuft für die Gemeinschaftswährung bis jetzt ganz positiv. Der Rebound, der am Freitag begonnen hat, konnte in der gestrigen Handelssitzung weiter fortgesetzt werden. Obwohl die Short-Trader in den Vormittagsstunden versucht hatten den Preis nach unten zu drücken, konnte EUR/USD bei 1,0830 die Bewegung auf der Unterseite stoppen. Hier wurde der Kurs vom gleitenden Durchschnitt aufgefangen. Zwar hatte es anfänglich so ausgesehen, als würde der Support brechen und der Euro weiter fallen, doch dazu ist es nicht gekommen. Bis zum frühen Nachmittag bewegte sich dann EUR/USD nur seitwärts.

Als aber das Verbrauchervertrauen aus den USA veröffentlicht wurde, das schwächer als erwartet ausgefallen war, hatte der Euro gegen den US-Dollar einen frischen Impuls bekommen. Die Bullen wurden wieder aktiv, der Kurs hat an Stärke zugelegt. Im Hoch notierte gestern der Major bei 1,0890. Diese Marke hat sich aber vorerst als zu stark erwiesen, und der Euro hat anschließend leicht korrigiert. Heute Nacht bewegte sich EUR/USD nur seitwärts. Es war nicht viel los am Markt, und die asiatischen Händler haben sich zurückgehalten.

Wie weit kann der Euro heute noch gegen den US-Dollar steigen?

Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus (es wurden inzwischen auch Fälle in Österreich, Spanien, Deutschland und der Schweiz bekannt gegeben), die Ängste an den weltweiten Finanzmärkten nehmen zu, aber der Euro vs den US-Dollar steigt (finden Sie hier den aktuellen Video-Marktkommentar von Markus Fugmann). Und warum? Ganz einfach, der Major wurde in den letzten Wochen schon so stark abgestraft, dass jetzt ein Rebound eine ganz natürliche Reaktion ist. Trader, die auf der Short-Seite aktiv waren, stellen ihre Positionen glatt, was den Euro automatisch entlastet.

Hinzu kommt die Auflösung von Carry Trades: Investoren, die faktisch für Nullzinsen Euros geliehen hatten um sie im Dollar-Raum (oder anderen Währungsräumen) mit einer höheren Verzinsung anzulegen, schließen angesichts der rapide einsetzenden Risiko-Aversion ihre Positionen. Die Euro-Bullen wiederum platzieren ihre Long- Orders und der Kurs bewegt sich leicht in Richtung Norden. Auch die Konjunktur-Zahlen aus den USA sind nicht mehr so euphorisch.

Es kann natürlich noch lange keine Rede von einer Trendwende sein. Wer jedoch kurzfristig orientiert ist, kann aktuell auch die Long-Richtung wagen. Momentan befindet sich Euro gegen dem USD bei ca. 1,0870 (Mittwochmorgen). Es stellt sich nun die Frage, ob der Rebound weiter ausgebaut werden kann, oder ob es langsam schon mit der Gegenreaktion Schluss ist. Da die Indikatoren im mittelfristigen Bereich nach wie vor positiv gestimmt sind, hat das Währungspaar noch ein wenig Luft nach oben. Alle Händleraugen schauen jetzt natürlich auf die 1,0900 Marke. Bis dahin hat EUR/USD noch Potenzial.

Um aber dieses Niveau zu erreichen, muss zuerst der Widerstand bei 1,0891 (38,2 % Fibonacci–Retracement) brechen. Sollte es heute dazu kommen, und der Euro gegen den US-Dollar eine frische Dynamik entwickeln, wird die 1,0900 „big figure“ wahrscheinlich getestet. Dieser Bereich wird für EUR/USD wichtig sein. Es ist eine psychologische Marke, wo gerne viele Orders platziert werden. Es kann zu einem spannenden Kampf zwischen den Bullen und den Bären kommen. Wenn der Widerstand brechen sollte, hat der Kurs noch weiter Platz bis 1,0928. Hier wird aber die Luft schon dünn sein, also es empfiehlt auf diesem Level, die Long-Positionen zu schließen und die Gewinne mitzunehmen.

Sollte dagegen der Bereich von 1,0891 halten, kann es zu einer Enttäuschung am Markt kommen. In diesem Fall würde der Euro vs US-Dollar wahrscheinlich wieder fallen. Auf der Unterseite wartet auf den Major die erste wichtige Unterstützung bei 1,0835. Sollte auch diese Marke brechen, wird der Weg bis 1,0800 frei sein. Wer heute also kurzfristig orientiert ist und mit einem engen Stopp- Loss arbeitet, kann auf einen Break-Out auf der Oberseite spekulieren. Die Chancen für den Euro gegen den USD stehen noch ganz gut.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Goldpreis, Schweizer Franken, Aktien – das große Risk Off Game!

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Ein echtes Game läuft da gerade ab

Aktuell läuft ein großer Risk Off-Risk On Trade. Hin und her. Goldpreis, Schweizer Franken, Dax und Dow wollen wir uns jetzt mal anschauen. Risk Off bedeutet, dass Anleger aus Angst (in diesem Fall vor einer weiteren Coronavirus-Ausbreitung und deb wirtschaftlichen Auswirkungen) aus Aktien fliehen, und sich auf die Suche nach sicheren Anlagen wie Gold machen. Gerade am letzten Wochenende, wo im Iran, in Südkorea, aber vor allem in Italien viele neue Infektionen gemeldet wurden, nahm die Angst zu, und schlagartig fiel der Dow 30 um gut 1.000 Punkte von Freitag Abend bis gestern Abend. Dann bis heute früh konnte der Index im Futures-Markt mehr als 200 Punkte zulegen. Man konnte also hoffen, dass der Markt heute eine Gegenreaktion nach oben zeigt. Ganz aktuell gibt es neue Fälle auf Teneriffa (hier mehr Infos).

Aber nein, bis jetzt sind die Futures wieder gefallen, und der Dow notiert wieder um die 28.000 Punkte-Marke, und droht aktuell unter die Tiefs von gestern zu fallen. Steht ein zweiter Absturz-Tag am Aktienmarkt bevor? Das entscheidet sich womöglich gerade in diesen Minuten vorbörslich bis 15:30 Uhr deutscher Zeit. Der Dax fiel gestern mehr als 500 Punkte, um dann heute Vormittag wie die Amerikaner einen kleinen Aufwärtsmove hinzulegen. Man versuchte also vorsichtig wieder etwas Risiko einzugehen. Aber nein, aktuell steht der Dax mit 12.945 Punkten sogar 25 Punkte tiefer als im gestrigen Tiefststand. Die Aktienkurse zeigen also (zumindest nach aktuellem Stand) weiter gen Süden. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie den Marktkommentar von Markus Fugmann, ob die Korrektur weiter geht.

Goldpreis zeigt Gegenbewegung

Der Goldpreis war gestern gegenüber Freitag Abend um 46 Dollar bis auf 1.689 Dollar in der Spitze gestiegen. Dann ging es heute kräftig runter auf bis zu 1.632 Dollar im Tief. Eine kräftige Gegenreaktion nach dem sehr starken Anstieg im Goldpreis in den letzten Tagen und Wochen (mehr Details dazu hier). Bis heute um 12 Uhr ging es dann wieder rauf auf 1.657 Dollar (aktuell 1.645 Dollar). Der Chart (zeigt den Goldpreis in US-Dollar seit heute Nacht) zeigt, wie instabil die Lage derzeit ist. Gold konnte einen Teil seiner wohl zu großen Abwärtskorrektur aufholen. Schwächeln die Aktienkurse in den nächsten Stunden weiter, könnte der Goldpreis wieder schnell steigen (könnte, nicht muss!).

Goldpreis in US-Dollar seit heute Nacht

Schweizer Franken steigt immer weiter an

Der Schweizer Franken ist im Risk Off-Game genau wie Gold ein Sicherer Hafen, um es mal so auszudrücken. Gestern lag das Tief bei Euro vs Franken bei 1,0589. Aktuell schwankt der Kurs um die Marke von 1,06 herum. Im folgenden Chart sieht man den Kurs im Verlauf der letzten zwölf Monate. Ein glas klarer Trend zu einem immer stärkeren Franken (fallender Euro). Das aktuelle Risk Off-Umfeld befeuert die Stärkung des Schweizer Franken (hier mehr Details).

Euro vs Schweizer Franken im Verlauf der letzten 12 Monate

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Pfund vs US-Dollar: Wird das Cable die 1,30 Marke bald ansteuern?

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Nachdem das Pfund gegenüber dem US-Dollar Mitte letzter Woche die wichtige Unterstützung bei 1,2847 halten konnte, hat das Währungspaar anschließend einen Rebound eingeleitet. Der Kurs hat über 100 pips wieder gut gemacht – und alles deutete darauf hin, dass die Erholung in der neuen Handelswoche weiter fortgesetzt wird.
Das letzte Hoch bei 1,2980 wurde dann jedoch wieder abverkauft – keine so große Überraschung, da die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster schon überkauft waren. GBP/USD notierte gestern im Tief bei 1,2885. Dieser Support war stark genug, um eine weitere Talfahrt beim Pfund gegen den US-Dollar zu verhindern. Danach hat sich der Kurs leicht erholt und klettere langsam in den Bereich über 1,2915.

In der heutigen Nacht verhielt sich GBP/USD ruhig und pendelte in einer engen Range von nicht einmal 30 Pips. Auch die anderen Hauptwährungspaare haben wenig Volatilität gezeigt. Die asiatischen Wertpapiermärkte haben allgemein eine negative Performance gezeigt. Das Coronavirus ist jetzt auch in Europa endgültig angekommen und die Sorgen haben sich an den globalen Finanzmärkten seit gestern noch gesteigert. Egal ob DAX, Dow Jones oder Nikkei, die Sorge ist überall zu spüren. Man kann die Konsequenzen für die globale Wirtschaft noch gar nicht abschätzen. Eins ist aber klar: es wird für alle teuer werden. Nichts desto trotz: das Pfund konnte gegen den US-Dollar in den letzten Stunden die Marke von 1,2920 erfolgreich verteidigen.

Kann das Pfund seine Erholung zum Dollar heute fortsetzen?

Aktuell (Dienstagmorgen) befindet sich das Pfund gegen den US-Dollar bei ca. 1,2930. Auf der Oberseite stößt der Kurs an seinen Widerstand bei 1,2940. In diesem Bereich verläuft momentan der 120er-Moving Average, der den Ausbruch auf der Long-Seite noch verhindert. Sollte dieser Bereich in den nächsten Stunden halten, werden wir wahrscheinlich zuerst wieder fallende Preise sehen. Als nächstes Kursziel wird das Pfund sehr wahrscheinlich die 1,2900 Marke ansteuern. Die „big figure“ gilt ebenfalls als eine starke psychologische Grenze, also empfiehlt es sich, in diesem Bereich Short-Positionen zu schließen oder mit einem Trailing-Stop zu arbeiten.
Wenn dagegen die Marke von 1,2940 demnächst brechen sollte, hat das Pfund noch viel Luft nach oben. Der nächste Widerstand befindet sich bei ca. 1,2980. Sollte auch diese Hürde von den Bullen erobert werden, wird klar die 1,3001 in den Fokus rücken.

Die Indikatorenlage im mittelfristigen Zeitfenster ist weiterhin positiv gestimmt, was die Bullen dazu animieren kann, neue Long-Orders am Markt zu platzieren. Am Nachmittag sollte man wachsam bleiben, denn es werden wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht, die den Kursverlauf beeinflussen können. Wichtig zu beachten ist auch der Daily Pivot Point, der heute bei 1,2922 verläuft.

Summa summarum: Bricht der Widerstand bei 1,2940, kann man mit einer Break-Out Strategie einen Long-Einstieg wagen. Je nach Dynamik, die sich entwickeln wird, kann man den Ausstieg ab ca. 1,2980 suchen. Dabei sollte man auch die Korrelationen zu den anderen GBP- Währungspaaren nicht außer Acht lassen.

Das Pfund mit weiterem Aufwärtspotential zum Dollar

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

 

Das Pfund hält sich derzeit stabil zum Dollar - und Johnso will bald mit Trump über ein Handelsabkommen verhandeln

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