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Devisen

Schweizer Franken gegen den Euro: Kommt jetzt die Wende?

Agata Janik

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Der Kurs von Euro zum Schweizer Franken befindet sich im aktuell kurz vor der nächsten wichtigen Entscheidung. Der langfristige Aufwärtstrend gerät immer mehr unter Druck und es wird sich demnächst zeigen, ob er aufrechterhalten werden kann oder ob wir bei EUR/CHF eine größere Wende beobachten werden. Der Cross besitzt momentan nicht genug Kraft auf der Oberseite, um die signifikante Marke von 1,0700 nachhaltig zu erobern. Dieses Niveau wäre aber notwendig, damit die Indikatoren im langfristigen Zeitfenster erneut ins positive Modus wechseln können.

In der gestrigen Handelssitzung haben die Long-Trader versucht, die 1,0700 „big figure“ zu erreichen (hier mein letzter Bericht zum Franken von vorgestern). Der Angriff ist jedoch gescheitert. Grund dafür war der 420er Moving Average, der zu diesem Zeitpunkt bei ca. 1,0683 verlief. Die gleitenden Durchschnitte sind dafür bekannt, dass sie starke Widerstände und Unterstützungen bilden. Der Euro zum Schweizer Franken hat es gestern auch nicht geschafft, diese Hürde zu nehmen. Die Bullen haben mehrmals versucht, diese Linie zu überschreiten, aber der Widerstand hat gehalten. Danach folgte eine kurze Seitwärtsphase. Bei EUR/CHF kam es erneut zu einer Korrelation mit EUR/USD. Beide Währungspaare haben eine ähnliche Entwicklung erfahren.

Auch während der amerikanischen Session wurde der Schweizer Franken gegen den Euro favorisiert. Der Kurs von EUR/CHF ist weiter gefallen und erreichte am Nachmittag sein Tagestief bei 1,0657. Diese Unterstützung hat vorerst gehalten und als die kurzfristigen Daytrader ihre Short-Positionen glattgestellt haben, konnte sich der Euro leicht erholen. Im späten Handel notierte EUR/CHF bei ca. 1,0665. In den letzten Tagen merkt man, dass das Währungspaar nicht mehr so sehr volatil ist wie noch vor einigen Wochen. Die normale Handelsrange kehrt langsam zurück. Das bestätigt, dass sich die Investoren nicht mehr von dem Schweizer Franken trennen wollen. Wer verkaufen wollte, hat es schon getan.

Die Ängste vor der Wirtschaftskrise und der zweiten Corona-Welle sind wieder da. Insbesondere nach dem letzten Ausbruch des Virus in der Fleischindustrie wurde vielen wieder bewusst, dass die Pandemie noch lange nicht überwunden ist. Die Feierlaune an den Finanzmärkten ist momentan nicht mehr zu spüren. Das belastet den Euro auf breiter Front. Der Schweizer Franken ist nach wie vor bei vielen Investoren beliebt und gilt weiter als der sichere Hafen. Das kann sehr gut an der momentanen Kursentwicklung von Euro vs Schweizer Franken abgelesen werden.

Der Ausblick für den Euro zum Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro vs Schweizer Franken bei ca. 1,0658. Der Markt ist noch ruhig, aber man spürt, dass sich die Energie aufstaut und dass wir vermutlich bald den nächsten Ausbruch bei diesem Währungspaar sehen werden. Es ist auch heute empfehlenswert, die Kursentwicklung an den Aktienmärkten parallel zu verfolgen. Wenn der DAX nachgeben sollte, wird auch der Euro wieder unter Druck geraten. Die erste signifikante Unterstützung bei EUR/CHF befindet sich bei 1,0645. Dieser Bereich wird heute sehr wichtig sein. Sollte diese Marke unterschritten werden, kann sich der frische Abwärtstrend weiter fortsetzen. Als nächstes Kursziel kann man die Marke von 1,0606 nehmen. Hier verläuft aktuell der 420er Moving Average. Auf diesem Niveau kann der Kurs eine Pause einlegen.

Auf der Oberseite sitzt der erste wichtige Widerstand bei 1,0685. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,0700 angesteuert werden. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt bei 1,0673. Heute werden zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die eine erhöhte Volatilität am Devisenmarkt auslösen können.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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