Folgen Sie uns

Devisen

Schweizer Franken gegen den Euro weiter unter Druck

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Wie ich in der gestrigen Analyse vermutet habe, konnte sich der Euro gegen den Schweizer Franken weiter erholen. Die Indikatoren bei EUR/CHF waren zum Wochenstart im mittelfristigen Zeitfenster im überverkauften Bereich und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie die Extremzone verlassen und frische Long-Signale generieren.
In den Morgenstunden gab es zwar noch eine kurze Reaktion auf der Unterseite, doch auf dem Niveau von 1,0641 wurde der Kurs aufgefangen. Diese signifikante Unterstützung hat gehalten. Ab diesem Moment wurde der Euro zum Schweizer Franken immer stärker. Ähnlich, wie bei EUR/USD hat sich schon am Vormittag relativ viel Dynamik im Markt entwickelt. Die Bullen haben schnell gemerkt, dass der Schweizer Franken keine Kraft mehr besitzt, sich gegen den Euro zu behaupten. Die Europäische Leitwährung wurde gekauft und der Kurs von EUR/CHF ist konstant angestiegen. Gegen Mittag notierte der Cross schon bei ca. 1,0670. Der Euro vs Schweizer Franken hat sicherlich zum Teil von der Entwicklung bei EUR/USD profitiert. Es hat sich, wie so oft, eine Korrelation zwischen den beiden Währungspaaren ausgebildet und der Schweizer Franken musste sich gestern gegen den Euro geschlagen geben.

Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, konnte der Euro noch weiter zulegen und notierte in späten Handel bei 1,0679.
Bei 1,0681 befindet sich bei EUR/CHF ein starker Widerstand. Dieser konnte in der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, kurzfristig getestet werden. Der erste Angriff ist jedoch gescheitert und danach folgte eine leichte Korrektur.

Die Lage beim Euro vs Schweizer Franken spitzt sich langsam zu. Demnächst wird die Entscheidung fallen, ob sich der übergeordnete Aufwärtstrend fortsetzen kann. In der letzten Woche sah es noch danach aus, dass der Trend bald zu Ende geht. Der Euro konnte jedoch frische Kraft entwickeln, was das charttechnische Bild wieder freundlicher aussehen lässt.

Der gesamte Euro-Block entwickelt momentan eine starke Korrelation zu den Wertpapiermärkten, vor allem dem DAX. Wer also gerne jetzt den Euro vs Schweizer Franken handelt, sollte auch die Entwicklung an den Aktienmärkten mitverfolgen.
Heute Nachmittag werden wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht, die ebenfalls eine erhöhte Volatilität bei EUR/USD und EUR/CHF erzeugen können.

Der Ausblick auf den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell, am Dienstagmorgen, notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0673. Die Indikatoren im kurzfristigen Bereich befinden sich nach wie vor in einem positiven Modus. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir heute bei dem Währungspaar wieder viel Volatilität sehen. Die Long-Trader werden den Euro weiter favorisieren und versuchen, den Kurs an die signifikante Marke von 1,0700 zu treiben. Hier sitzen sehr viele Stop-Loss Marken, die die Bullen gerne ziehen würden. Sollte es ihnen gelingen, kann der Kurs von EUR/CHF noch weiter ansteigen. Der nächste wichtige Widerstand liegt bei 1,0720. Hier verläuft aktuell der 120er Moving Average, der als ein Widerstand gilt. Es wird nicht leicht werden, diese Hürde zu nehmen. Wer also konservativ denkt, kann auf diesem Niveau seine Long-Positionen schließen.
Sollte wider Erwarten der Widerstand bei 1,0681 halten, kann es zu einer Enttäuschung am Markt kommen. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0655 und die nächste dann bei 1,0635. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0665. Diese Marke kann den Kurs ebenfalls auffangen.
Summa summarum, der Euro bleibt weiter gegen den Schweizer Franken stark und der Kurs von EUR/CHF besitzt weiter Aufwärtspotential.

Der Euro zum Franken ist derzeit im Aufwärtstrend

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

weiterlesen

Devisen

Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage