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Schweizer Franken: Kann er sich noch weiter gegen den Euro erholen?

Agata Janik

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am

Mehrere Schweizer Franken Geldscheine

Die letzte Entwicklung beim Euro vs Schweizer Franken hat gezeigt, dass der starke Aufwärtstrend vorerst gestoppt wurde. Der Kurs erfährt seit dem Wochenanfang eine gesunde Gegenreaktion. Ob das schon die große Korrektur ist, wird sich vielleicht schon am heutigen Tag entscheiden. Auf jeden Fall wird der Schweizer Franken wieder getauscht. Einer der Gründe, warum EUR/CHF jetzt niedriger notiert, sind sicherlich die Gewinnmitnahmen der Long-Trader. Diejenigen, die in den letzten Tagen auf der Long-Seite positioniert waren, wollen ihre Gewinne realisieren. Das setzt den Euro kurzfristig unter Druck.

In den Morgenstunden gestern, bewegte sich der Cross zuerst noch seitwärts. Die 1,0800 „big figure“ konnte, nach dem erneuten Angriff der Bären, jedoch nicht mehr halten und der Kurs entwickelte eine frische Dynamik auf der Unterseite. Eine Stop-Lawine wurde ausgelöst und man sah im Chart nur noch rote lange Kerzen. Die Break-Out Trader sind auch auf den fahrenden Zug aufgesprungen und wollten von dem großen Move mitprofitieren. Der Kurs von Euro zum Schweizer Franken rutsche unter die Marke von 1,0765. Sogar der wichtige 420er Moving Average, der zu dem Zeitpunkt im Bereich von ca. 1,0755 verlief, konnte dem Euro nicht helfen. Die Abwärtsbewegung setzte sich fort und der Kurs erreichte im Tagestief die Marke von 1,0744. Auf diesem Niveau kam es zu einer Pause. Die Bären haben ihre Positionen mit einem guten Gewinn geschlossen und EUR/CHF erfuhr anschließend eine Gegenbewegung auf der Oberseite.

Am Nachmittag, in der amerikanischen Session, wurde der Schweizer Franken erneut gegen den Euro abgewertet. Der Cross kletterte nach oben und erreichte im Tageshoch die Marke von 1,0790. Die 1,0800 „big figure“ konnte jedoch nicht mehr erobert werden. Es gab nicht genügend Kauforders im Markt, um diese Hürde zu nehmen. Im späten Handel bewegte sich der Euro zum Schweizer Franken nur noch seitwärts in einer engen Handelsspanne. Viele Händler fragen sich aktuell, wie weit sich der Schweizer Franken gegen den Euro noch erholen kann. Man spürt, dass die Nachfrage nach dem Schweizer Franken momentan nachlässt. Der Euro erfährt jetzt einen Höhenflug und dominiert die meisten Währungspaare. Es ist also gut möglich, dass die Erholung, die der Schweizer Franken gegen den Euro kurzfristig zum Wochenstart erfahren hat, bald zu Ende sein kann.

Der Tagesausblick für den Euro zum Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro vs Schweizer Franken bei ca. 1,0772. Man spürt schon eine leichte Aufwärtstendenz. So wie es aktuell aussieht, werden die Bullen demnächst einen erneuten Angriff auf die wichtige psychologische Grenze bei 1,0800 wagen. Sollte dieser Widerstand brechen, wird der Schweizer Franken wieder unter Druck geraten. Als nächstes Ziel werden die Long-Trader die Marke von 1,0815 in den Fokus nehmen. Auf diesem Niveau verläuft aktuell der 120er Moving Average, der den Kurs kurzfristig zu einer Pause zwingen kann. Wenn es aber den Bullen heute gelingt auch diese Hürde zu nehmen, wird der Weg bis 1,0830 frei sein. Hier sollte man aber die Long Positionen schließen oder den Stop-Loss nachziehen.

Die Lage sollte neu analysiert werden, da die Indikatoren auf diesem Niveau schon ausgereizt sein werden. Auf der Unterseite befindet sich die erste signifikante Unterstützung bei 1,0766. Hier verläuft momentan der 420er Moving Average. Sollte wiedererwartend auch diese Marke unterschritten werden, würde der Cross den Bereich von 1,0745 suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0784.

Euro vs Schweizer Franken im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    12. Juni 2020 00:49 at 00:49

    Hallo Frau Janik,

    la suisse muss mit aller Gelwalt derzeit „dagegen steuern“, das wird die SNB einiges an Fränkli kosten.

    aber gut, La Suisse will das so. Wann landen wir beim EUR/CHF bei der Parität ?

    Das hier ist doch nur eine Comedy-Show.. ?

    Dass dieser „Wechselkurs“ niemals gerechtfertigt sein kann gegenüber dem EUR…. – Ich verstehe die Schweizer nicht, wie kann man denn nur so stur sein und nicht zum EUR beitreten .. ?

    Der Markt wird weitermachen , den CHF „angreifen“, aber : muss dies denn sein .. ?

    die Verlierer sind die Schweizer, nicht der EUR !

    • Avatar

      Schweizer

      13. Juni 2020 14:18 at 14:18

      Was hast du denn geraucht? Jetzt habt ihr schon 38% eures Ersparten verloren ubd wir sollen bei eurer neuen Weimarer Republik auch noch mitmachen, würde dir so passen.

  2. Avatar

    Forexli

    12. Juni 2020 09:14 at 09:14

    Bitte weniger Scheiss schreiben. die Märkte haben von Risk off auf Risk on gedreht u.somit wird der Dollar stärker u.der Euro schwächer .@Marko ,bevor du den Briten u,den Schweizern Ratschläge erteilst könntest du dich in Berlin als Betater melden. Soll DE stolz sein auf ihre von den Südländern geschwächte Einheitsbrei- Währung?

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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