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Schweizer Franken kann gegen den Euro wieder schwächer werden

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Der Kurs vom Euro vs Schweizer Franken hat in der letzten Woche weiter an Stärke verloren. Der übergeordnete Aufwärtstrend erfährt gerade eine gesunde Korrektur. Es wird sich diese Woche vermutlich entscheiden, ob die Korrektur zu Ende geht oder ob sich aus ihr eine Trendwende entwickeln wird. Die Euphorie an den Wertpapiermärkten ist momentan vorbei und die Stimmung trübt sich zunehmend ein. Der Euro konnte sich gegen den Schweizer Franken in den letzten Wochen zum großen Teil deswegen so leicht durchsetzen, da es eine starke Korrelation zwischen dem Euro und dem Dax gab. Der gesamte Euro-Block hat kräftig zugelegt. Diese Entwicklung wurde jedoch kurzfristig abgebrochen und man konnte auch bei der Kursentwicklung vom Euro zum Schweizer Franken beobachten, dass der Kurs seitdem konstant gefallen ist.

Am letzten Freitag war die Entwicklung bei EUR/CHF ganz interessant. Teilweise entstand eine Korrelation zu EUR/USD. Das hat für erhöhte Volatilität am Markt gesorgt, was viele Trader gefreut hat. In den Morgenstunden wurde der Euro gegenüber dem Schweizer Franken leicht favorisiert. Ähnlich, wie bei EUR/USD, waren es die Gewinnmitnahmen der Short-Trader, die dem Euro kurzfristig an Kraft verliehen haben. Der Kurs ist am Vormittag bis ca. 1,0671 angestiegen. Dieser Widerstand hat sich vorerst als zu stark erwiesen und der Kurs ist sofort wieder gefallen. Die Bullen haben aber danach noch einmal versucht, diese Hürde zu nehmen. Der Cross stieg kurzfristig an und erreichte am Freitag im Tageshoch den Bereich von 1,0676. Hier war aber schon Schluss mit der Aufwärtsbewegung. Die Bullen haben schnell ihre Long-Positionen geschlossen und der Kurs von Euro vs Schweizer Franken ist anschließend wieder kräftig gefallen. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, notierte der Kurs unter 1,0640. Im Tagestief testete der Cross die Marke von 1,0634. Im späten Handel konnte sich der Euro wieder leicht erholen und notierte bei ca. 1,0647.

Die Schweiz scheint die Corona-Krise schon überwunden zu haben. Die harten Maßnahmen wurden fast gänzlich wieder abgeschafft und das Land kehrt immer mehr zur Normalität zurück. Das beeinflusst natürlich auch den Schweizer Franken positiv. Das Land ist stark und die Währung stabil. Das wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass der Schweizer Franken weiter für viele Investoren als der sichere Hafen gelten wird.

Der Ausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0648. In der asiatischen Session heute Nacht, eröffnete der Handel mit einem Gap auf der Unterseite. Dieses wurde jedoch ganz schnell wieder geschlossen und der Kurs ist weiter leicht angestiegen. Aus technischer Sicht sieht die Lage im mittelfristigen Zeitfenstern für den Euro positiv aus. Die Indikatoren verlassen wieder den überverkauften Bereich und werden bald neue Long-Signale generieren. Die Stochastik hat zusätzlich eine Divergenz ausgebildet, die ebenfalls darauf hindeutet, dass der Kurs von Euro vs Schweizer Franken demnächst ansteigen kann.

Wenn man auch das langfristige Chartbild (siehe unten) betrachtet, erkennt man, dass der Kurs momentan auf dem 120en Moving Average sitzt. Diese Unterstützung ist sehr stark und solange sie hält, ist es eher „gefährlich“ den Euro zu verkaufen. Der Euro besitzt aktuell mehr Aufwärtspotential als der Schweizer Franken. Der nächste wichtige Widerstand bei EUR/CHF befindet sich bei 1,0681. Sollte diese Hürde brechen, wird klar die 1,0700 „big figure“ angesteuert. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0652. Summa summarum: der Schweizer Franken ist kurzfristig überkauft und wird vermutlich gegen den Euro demnächst korrigieren.

Kursverlauf als Chart von Euro gegen Schweizer Franken

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Türkische Lira: Neues Rekordtief – kein Ende in Sicht?

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt aktuell gegen den US-Dollar auf ein neues Rekordtief. Ist kein Ende in Sicht? Es gibt an den Aktienmärkten den Spruch „Die Hausse nährt die Hausse“. Die Rallye wird immer weiter verstärkt durch immer neue Spekulanten, die auf den fahrenden Zug aufspringen und auch kaufen. Beim derzeitigen Lira-Absturz könnte dies zu einem guten Teil auch zutreffen. Je weiter die türkische Lira fällt, desto mehr Short-Spekulanten springen auf den Zug auf.

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Türkische Lira auf dem Weg nach unten nicht zu halten?

Anfang der Woche hatten wir die Gründe für die immer weiter fallende türkische Lira bereits besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Nach mehreren Höchstständen des US-Dollar gegen die Lira bei 7,35 diese Woche liegt der Wechselkurs jetzt auf Rekordhoch bei 7,37. Im Chart sieht man den USDTRY-Kursverlauf in den letzten zwölf Monaten. Auch Euro vs Lira liegt aktuell mit 8,71 direkt am Rekordhoch!

Solange die türkische Zentralbank nicht den großen Schritt einer Zinsanhebung macht, wird sich wohl kaum etwas ändern an der Lira-Schwäche. Denn Präsident Erdogan wünscht keine steigenden Zinsen. Ganz im Gegenteil! Auch müsste grundsätzlich das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit gestärkt werden, aber dank der politischen Einflussnahme sieht es nicht danach aus.

Aktualität

Aktuell wird der Verfall der Lira noch durch verschiedene Entwicklungen verschärft. Denn oft ist es so: Versucht eine Institution einen Preisverfall durch künstliche Eingriffe zu begrenzen, bekommen die Menschen noch mehr Panik, und der Preisverfall beschleunigt sich. So auch diesem Fall? So gibt es aktuell Berichte (siehe hier FAZ), dass türkische Banken wegen des Kursverfalls der Lira inzwischen damit begonnen haben, Gebühren für Barabhebungen ausländischer Devisen zu verlangen. Alle Institute würden dem wahrscheinlich folgen. Versucht man so etwas die Bürger davon abzuhalten, sich Geld in ausländischer Währung auszahlen zu lassen?

Und gerade erst bot die Zentralbank in Ankara heimischen Geschäftsbanken teurere Finanzierungen an, in einem neuen Versuch den Rückgang der Lira zu stoppen, ohne den Leitzinssatz erhöhen zu müssen. Die Zentralbank führte am Donnerstag eine einmonatige Repo-Auktion über 20 Milliarden türkische Lira durch (2,7 Milliarden US-Dollar). Der durchschnittliche einfache Zinssatz für Kreditgeber, die Mittel erhielten, lag bei 10,96 Prozent. Das sind satte 271 Basispunkte mehr als die Benchmark der Zentralbank. Da die Bereitstellung von Liquidität zu ihrem günstigsten Zinssatz von 8,25 Prozent eingestellt wurde, indem in der vergangenen Woche einwöchige Repo-Auktionen aussetzt wurden, nahmen türkische Banken die Lira benötigten, an dieser Auktion teil und trieben mit ihren Geboten die Kosten in die Höhe.

Wie geht es weiter?

Spekulation, zu niedrige Zinsen, ein grundsätzlicher Vertrauensverlust, fehlende Touristen in der Türkei und stark schwindende Devisenreserven bilden einen Mix, der für die türkische Lira alles andere als gut ist. Es scheint zumindest derzeit so, als könne die Abwertung der Lira so weitergehen. Aber bekanntlich sind solche Szenarien ja nie dauerhaft in Stein gemeißelt.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira

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US-Dollar gegen Euro, Yen und Pfund – was ist zu erwarten?

Redaktion

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Obwohl die Devisenmärkte in den vergangenen Wochen einen kontinuierlichen Rückgang des US-Dollar verzeichneten, konnte der Greenback zuletzt wieder zulegen. Zuvor allerdings war der US-Dollar sieben Wochen in Folge gefallen.

Im Vergleich zu einem Korb von Währungen (Dollar-Index) schien die Performance des Dollar etwas stärker zu sein. Das am meisten gehandelte Devisenpaar, der Euro-Dollar, ist weiter gestiegen und markierte letzte Woche sogar ein Zweijahreshoch bei $1,1915. Dies hat sich nun als eine wichtige Widerstandsmarke erwiesen, mit einer Unterstützung bei etwa $1,1700-1,1720.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf Euro-Dollar, Dollar-Yen und Euro-Pfund – und zeigt seine konkrete Strategie, wie man diese Märkte nun handeln könnte:

Kommt nach dem Abverkauf eine Erholung beim US-Dollar?

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Türkische Lira: Absturz geht weiter, neues Rekordtief gegen US-Dollar

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira notiert aktuell nicht nur mit einem neuen Rekordtief gegenüber dem Euro, sondern jetzt auch gegenüber dem US-Dollar. Die offenbar wochenlangen Interventionen von türkischen Geschäftsbanken vor allem bei US-Dollar gegen die türkische Landeswährung sind somit offenkundig erfolglos blieben. Die Devisenreserven schmelzen, was am Devisenmarkt für noch mehr Unsicherheit gegenüber der Türkei sorgt. Während der Euro gegen die türkische Lira letzte Woche bereits mehrere neue Rekordstände erreichte, notiert sie aktuell mit einem Wechselkurs von 8,60 fast am Hochpunkt. Bei US-Dollar vs TRY gab es im Mai bei 7,26 den Hochpunkt, der nun auch überschritten wurde mit einem aktuellen Wechselkurs von 7,32!

Die Gründe für diese Entwicklung hatten wir schon letzte Woche besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Die Zentralbanker wollen vielleicht die Zinsen anheben? Aber es geht nicht. Präsident Erdogan will möglichst niedrige Zinsen, damit die Geschäftsbanken Wirtschaft und Verbraucher mit billigem Geld versorgen können. Und so ist der Weg für eine weiter fallende türkische Lira frei. Jüngst hat Goldman Sachs eine Prognose für die Lira erneuert. Für die zeitlichen Ziele 3, 6 und 12 Monate hat Goldman für US-Dollar vs Türkische Lira die Kursziele erhöht (Lira-Abwertung) von bislang 7, 7,50 und 8 auf jetzt 7,75, 8 und 8,25.

Was kann die türkische Lira retten?

Nun ja, Präsident Erdogan könnte die Zentralbank in Ankara aus dem politischen Würgegriff entlassen. Dann könnte/würde sie vermutlich den Leitzins anheben. Aber Erdogan wird das nicht tun. Auch könnte die Türkei Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen, was die türkische Lira wohl stützen würde. Aber erstens wäre die Türkei dann Vorgaben des IWF unterworfen in Sachen Reformen. Und zweitens: Für Präsident Erdogan wäre diese Hilfe von außen wohl ein deftiger Gesichtsverlust, was er sich nicht antun möchte. Man kann es auch relativ einfach formulieren. Die türkische Lira ist derzeit einfach ein leichtes Opfer für die Spekulanten am Devisenmarkt. Es gibt gute fundamentale Gründe die Lira zu shorten, und die Spekulanten springen auf den Zug auf. Der folgende Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Verlauf der letzten zwei Jahre.

Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Kursverlauf seit 2018

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