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Schweizer Franken: Nachfrage nach 1.000er-Note mit kräftigem Schub

FMW-Redaktion

Auf langfristige Sicht ist die Nachfrage nach dem 1.000 Schweizer Franken-Schein stetig steigend. Im Jahr 2000 waren noch 17 Millionen 1.000er im Umlauf. Von da an stieg die Menge der frei zirkulierenden Scheine immer weiter an auf 22 Millionen bis zur Finanzkrise 2008. Ab da beschleunigte sich die Umlaufmenge, und die SNB musste mehr nachdrucken.

Nachvollziehbar was das zu bedeuten hat. Mag sein, dass Kriminelle und Geldwäscher (wie die weltweite Politik es behauptet) den größten Geldschein in harter Währung immer stärker nachfragt. Es wird aber noch mehr zutreffen, dass Anleger einfach aus purer Angst vor elektronischem Geldvermögen (kann leicht enteignet oder entwertet werden) den guten alten 1.000 Franken-Schein nachfragen und in den eigenen Tresor legen. Seit 2008 erkennt man die Unsicherheit der Anleger im steiler ansteigenden Chart. Es ging bis heute rastant rauf auf aktuell 44,7 Millionen 1.000 Franken-Noten, die frei im Umlauf sind.

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Freier Umlauf von 1.000 Franken-Noten seit der Jahrtausendwende.

Was man im obigen Chart auch gut erkennt, sind einmal im Jahr die kurzen zuckenden Ausschläge nach oben. Das ist jedes Mal der Dezember, wo die Nachfrage explodiert, und danach wieder einbricht. Hierzu betrachte man aber den kurzfristigeren Chart unten, der im Mai 2014 beginnt und im Januar 2016 endet. Hier sieht man deutlich: Ende 2014 und Ende 2015 blieben die Ausschläge im Dezember keine kurzen Zuckungen nach oben. Die Nachfrage blieb konstant auf hohem Niveau und stieg weiter.

SNB 2
Freier Umlauf von 1.000 Franken-Noten seit Mai 2014.

Normalerweise wäre der Chart für Januar 2016 wieder auf gut 43 Millionen 1.000er eingebrochen, aber nein. Nach 45,2 Mio im Dezember verharrt die Zirkulation mit 44,7 Mio auf dem hohen Rekordniveau. Nach unserer Meinung ist dies eine klare Folge der globalen Bestrebungen von Politik, Ökonomen und Notenbanken große Geldscheine und später vielleicht auch Bargeld komplett abzuschaffen. Der erste und einfachste Schritt für diese Entwicklung wäre schlicht und einfach das Einstellen des Druckens neuer Banknoten. Erst keine 1.000er mehr, dann keine 500er mehr. Ähnlich ist es auch beim Euro mit dem 500er und beim 100 Dollar-Schein in den USA geplant.

Die EZB hatte jüngst mehrmals angedeutet, dass sie ernsthaft darüber nachdenkt den Neudruck des 500 Euro-Scheins einzustellen – es kann also jederzeit dazu kommen. Noch gab es von der SNB bzgl. des 1.000 Franken-Scheins keine diesbezügliche Aussage, aber die Torschlusspanik ist in diesem zweiten Chart eindeutig erkennbar.



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2 Kommentare

  1. Was spricht eigentlich dagegen,dass die SNB weiter 1000 Fränklischeine druckt?Könnte Sie damit nicht dem €urodrachi einiges wieder heimzahlen?

  2. Taadaaa!

    Damit steht das beliebteste Weihnachtsgeschenk der Schweizer fest .

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