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Schweizer Franken: Schweiz mit besserer Zukunft als Eurozone?

Der Wochenstart verlief für den Euro zum Schweizer Franken ohne große Überraschungen. Der Kurs bewegte sich zuerst seitwärts. Nachdem sich der Schweizer Franken in der letzten Woche gegen den Euro durchsetzen konnte, legte der Kurs eine kleine Verschnaufpause ein.
Gestern, in den Morgenstunden, haben die Bären noch einmal versucht, die 1,0500 Marke zu erreichen. Die Unterstützung bei 1,0510 hat jedoch gehalten. Auf diesem Niveau haben viele Händler den Schweizer Franken wieder verkauft, was einen weiteren Kursrückgang verhindern konnte. Der Euro wurde wieder gesucht und der Cross begann seinen Rebound. In der gestrigen Handelssitzung, konnte sich der Euro insgesamt gegen den Schweizer Franken besser behaupten. In den Nachmittagsstunden erreichte EUR/CHF den Widerstand bei 1,0530.

Ähnlich wie in den meisten anderen Ländern, leidet auch die Schweizer Wirtschaft immer mehr unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Die Zahl der Arbeitslosen ist, trotz der Kurzarbeit im März um fast 18.000 auf 135.000 deutlich angestiegen. Da viel weniger Waren seit dem Ausbruch des Coronavirus exportiert werden, benötigen viele Unternehmen logischerweise auch weniger Mitarbeiter. Insbesondere die Nachfrage nach Uhren, Elektronik und Metallen hat im Ausland stark nachgelassen. Nur die Chemie- und Pharmaindustrie scheint von der Krise nicht betroffen zu sein. Wie die letzten Umfragen zeigten, wachsen in der Schweiz die Sorgen und Existenzängste unter der Bevölkerung. Die Befragten fürchten sich vor einer schweren Rezession.

Innerhalb der EU sieht die Situation nicht viel anders aus. Auch hier steigt bei vielen Menschen die Unzufriedenheit an. Die Corona-Krise wird Europa und die Welt noch lange beschäftigen, und ob und wann, das normale Leben, wie wir es vor der Krise kannten, zurückkehren wird, kann momentan noch niemand sagen.

Langfristig sieht die Zukunft für den Schweizer Franken vermutlich viel besser als für den Euro aus. Der Euro und die gesamte Europäische Union werden noch vor großen Herausforderungen stehen. Die nächsten Jahre werden es zeigen, ob sie langfristig überleben werden. Die Krise hat gezeigt, dass nach Großbritannien auch in Italien die Stimmen nach dem EU-Exit immer lauter werden.

Das mögliche Szenario beim Euro vs Schweizer Franken für heute

Aktuell, am Mittwochmorgen notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0530. Der Kurs befindet sich gerade an seinem wichtigen Widerstand. Hier wird es sich bald entscheiden, ob der Schweizer Franken wieder konsolidieren wird. Wenn die Euro-Bullen es schaffen, den Widerstand bei 1,0530 nachhaltig zu brechen, wird sich der Rebound beim EUR/CHF weiter fortsetzen. Auf der Oberseite wartet auf den Cross die nächste Hürde bei 1,0555 (120er Moving Average). Dieser Widerstand wird nicht ganz leicht zu erobern sein. Wer also in einem kurzfristigen Zeitfenster handelt, könnte hier die Gewinne mitnehmen oder den Stopp Loss auf break-even nachziehen. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass der Kurs heute noch höher steigen wird.
Auf der Unterseite befindet sich die erste signifikante Unterstützung bei 1,0520. Wenn diese Marke bricht, werden die Bären versuchen, das letzte Low bei 1,0507 zu erreichen. Wenn der Angriff ihnen gelingt, wird die 1,0500 in den Fokus rücken. Der Daily Pivot Point beim Euro zum Schweizer Franken befindet sich heute bei 1,0523. Wer heute EUR/CHF handeln möchte, sollte auch die Entwicklung von EUR/USD mitverfolgen um von der eventuellen Korrelation profitieren zu können.

Der Schweizer Franken zum Euro

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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1 Kommentar

  1. Darum wollten viele Schweizer ja 2001 auch nicht in den EU.
    https://de.quora.com/Warum-will-die-Schweiz-der-EU-nicht-beitreten
    a) Denen geht es ohne die EU tausendmal besser. (3x so hohe Löhne wie in Deutschland, 2x so hohe Lebenshaltungskosten der Masse.) Mußte was produzieren lassen, Katastrophe. Die haben keine Geldprobleme und müssen jeden Pfennig rumdrehen!
    b) Die denken noch selber, da haben die Medien keine 80-90%ige Meinungsmacht wie bei uns. Höchstens 50%.

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