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Schweizer Franken aktuell direkt an der Kante – Achtung Forex-Trader!

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Derzeit ist sich die versammelte Wirtschaftspresse einig. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat in den letzten Wochen und vor allem in den letzten Tagen interveniert, also den Schweizer Franken verkauft und dafür vor allem den Euro gekauft (wir berichteten schon gestern darüber). Ziel der Aktion ist es den Franken zu schwächen. Unsere Meinung gestern wie auch heute: Besonders erfolgreich war die SNB mit ihrem Ansinnen nicht. Um es klarer zu sagen: Was sie bisher gemacht hat, ist am Markt verpufft. Denn der Drang in Richtung „Sicherer Hafen“ ist wohl derzeit größer als die Interventionen der SNB.

Schweizer Franken-Rettung der SNB bislang verpufft

Denn der Schweizer Franken wertet weiter auf. Schon gestern besprachen wir den letzten Haltepunkt beim Währungspaar Euro vs Schweizer Franken (EURCHF) besprochen. Am 5. August lag das Tief bei 1,0863. Fällt der Kurs darunter, ist nach unten richtig viel Platz – somit würde aus Chartsicht einer weiteren Aufwertung des Schweizer Franken nichts im Wege stehen! Gestern war das Währungspaar noch ein klein wenig entfernt von dieser Schwelle. Jetzt heute früh notiert der Kurs direkt auf diesem Wert von 1,0863. Also, der Knall nach unten im EURCHF (weitere Franken-Aufwertung) könnte unmittelbar bevorstehen.

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Für Forex-Zocker könnte das interessant sein. Aber wie schon gestern müssen wir auch dieses Mal warnen: Je höher der Schweizer Franken klettert, desto größer ist das Risiko, dass die SNB deutlich größere Franken-Summen verkauft um ihn zu schwächen (die mögliche „SNB-Bazooka“). Also, eine sehr interessante Tradingchance für Zocker, aber auch mit sehr hohem Risiko. Drückt die SNB kräftig dagegen, kann EURCHF auch schnell wieder steigen! Jetzt genau in diesem Minuten wird die Lage extemst interessant!

Euro vs Schweizer Franken seit 2. August
EURCHF seit 2. August.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Columbo

    13. August 2019 10:02 at 10:02

    …und Gold? Hat das Allzeithoch in Euro erreicht. Schön für Goldanleger, mir aber auch unheimlich.
    Zeit zu verkaufen?

    • Shong09

      13. August 2019 10:32 at 10:32

      Ich glaube noch nicht. Ist mir auch unheimlich, und ich tue mich schwer damit, zu kaufen. Aber ich vermute, dass dies notwendig ist. Denn für Gold bekommt man nach der Währungsreform noch neue Mark oder Ähnliches, für die € vermutlich nichts mehr.
      Die Strukturdefizite, welche insbesondere 2011-13 bemängelt wurden, wurden nicht behoben, es wurde quasi nicht mal ansatzweise daran gearbeitet. Viele haben gedacht es würde eher enden (mit dem €), ist aber auch egal ob er noch ewig bleibt und wir das mit der Inflation so machen wie in Italien, oder ob wir irgendwann einen Schnitt im SInne einer Währungsreform machen. Vor beiden schützt Gold (zumindest behält es einen gewissen Wert), und die Papierscheinchen sind in beiden Fällen nach einer gewissen Zeit nichts mehr Wert

    • leftutti

      13. August 2019 12:30 at 12:30

      @Columbo, interessante Frage. Am 01.08. hatte ich ja bekanntermaßen den kleinen vorübergehenden Rücksetzer auf 1.400 im XAUUSD genutzt, um noch etwas nachzukaufen. XAUEUR läuft ja prinzipiell immer relativ parallel, nur eben leicht beeinflusst vom EUR-Kurs.

      Im XAUUSD wäre charttechnisch prinzipiell noch sehr viel Luft nach oben. Zumindest vorerst einmal bis zur nächsten Widerstandszone bei etwa 1.580 bis 1.600. Ich kann mir nicht vorstellen, dass XAUEUR nur wegen des ATH scheitern sollte (siehe Aktienmärkte, da waren ATHs mal tägliche inflationäre kleine Widerstände), während XAUUSD weiter steigt. Es ist allemal verständlich, dass du Bedenken hegst, so etwas wie ATHs sind Goldbullen seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gewohnt. Dazu kommen einfach die Unwägbarkeiten durch irre und unberechenbare Präsidenten in den verschiedensten Teilen dieser Welt.

      Vielleicht verkaufst du jetzt einfach mit schönem Profit, ärgerst dich nicht, weil du evtl. zu früh ausgestiegen bist, beobachtest parallel XAUUSD und steigst wieder ein, wenn das ATH klar und deutlich überschritten ist. In diesen luftigen Höhen findest du dann keine Widerstände mehr 😉

      P.S. @Markus Fugmann: Ich weiß jetzt nicht, ob dieser Kommentar, den ich eigentlich schon vor 11 Uhr geschrieben hatte, in den Irrungen und Wirrungen einer heute sehr lebhaften Kommentatorengemeinde untergegangen ist. Bitte nur einmal posten, falls möglich!

  2. Columbo

    13. August 2019 12:59 at 12:59

    @leftutti
    Ich lass es, tu mir ohnehin schwer Physisches zu verkaufen. Seit 2013 hab ich mir ein Wurstigkeitsgefühl antrainiert, warum soll ich mich jetzt nervös machen lassen, weil der Preis steigt.

    • leftutti

      13. August 2019 13:35 at 13:35

      @Columbo, genau, nervös solltest du werden, wenn der Preis massiv fällt 😉

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MMT – der Wahnsinn der Überschuldeten

Modern Monetary Theory ist die neueste Antwort einer immer überschuldeteren Welt, die ihre Zahlungsversprechen immer weiter in die Zukunft verschiebt

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MMT – Modern Monetary Theory – ist die neueste geldpolitische Antwort einer immer überschuldeteren Welt, die ihre Zahlungsversprechen immer weiter in die Zukunft verschiebt. Die Verfechter von MMT argumentieren: man kann doch einfach Geld drucken, solange dieses gedruckte Geld nicht zu verstärkter Inflation führt – und damit Konjunktur und Arbeitsmarkt ankurbeln! Mit anderen Worten: Schulden sind kein Problem, nur Inflation ist ein Problem aus Sicht der MMT-Gläubigen.

Eine noch stärkere Verschuldung des Staatshaushalts? Für die Vertreter von MMT kein Problem, denn ein Staat könne doch gar nicht pleite gehen, solange eine Notenbank in der eigenen Währung Geld drucken könne und die Schulden des Staates doch auf eben dieser jederzeit nachdruckbare Währung basierten.

Nur leider zeigt ein Blick in die Finanzgeschichte, dass auch Staaten, die in ihre eigene Währung drucken, sehr wohl pleite gehen könne – eben weil das Vertrauen in deren inflationierte Währung stetig erodiert (Beispiele sind Argentinien, Venezuela, Simbabwe etc.). Aber der Blick in die Finanzgeschichte zählt wohl eher nicht zu den Stärken der Verfechter von MMT..

 

Besonders beliebt ist die Modern Monetary Theory bei linken US-Demokraten wie Ocasio-Cortez oder auch Bernie Sanders – maßgebliche Ideengeberin der beiden ist die amerikanische Ökonomin Stephanie Kelton, die in einem Interview mit der „Zeit“ es als eine Art Erweckungserlebnis beschreibt, wie sie auf MMT gestoßen sei:

„(..) wir als Ökonomen waren die ganze Zeit auf dem Irrweg. Das war für mich eine Art kopernikanischer Moment. Kennen Sie den Film Matrix? Da gibt es diese berühmte Szene, in der Keanu Reeves die Wahl hat, eine blaue oder eine rote Pille zu nehmen. Wenn er die blaue Pille nimmt, bleibt alles, wie es ist. Nimmt er die rote, erkennt er, dass die Welt nur eine Fiktion ist, die von intelligenten Maschinen aufrechterhalten wird, um die Menschheit zu versklaven. Ich habe die rote Pille genommen.“

Nunja, was Pillen so alles bewirken können..

Kelton und andere MMT-Theoretiker glauben also, dass sich Jahrhunderte lang alle Ökonomen geirrt haben, dieser Irrweg aber nun durch revolutionäre Erkenntnis endlich durchbrochen ist. Ohne das gerade scheiternde Experiment der Notenbanken, die ernsthaft und gegen jede Evidenz glauben, durch Negativzinsen und Anleihekäufe fehlende Nachfrage in immer älteren und gleichzeitig immer verschuldeteren Gesellschaften komensieren zu können, wären solche Hinrgespinste wie MMT nicht möglich.

Unser Grundproblem ist doch: wir verschieben Zahlungsversprechen wie Pensionsansprüche, Kredite ect. immer weiter in die Zukunft (dafür stehen symbolisch Staatsanleihen mit 100 Jahren Laufzeit). Gleichzeitig aber verlieren wir stetig an Substanz, weil immer weniger arbeitende Menschen immer größere Zahlungsansprüche der immer zahlreicher werdenden Nicht-Arbeitenden finanzieren müssen. Diesen Grundwiderspruch aber kann man nicht (oder zumindest nicht dauerhaft) durch Gelddrucken zuschütten.

Wenn wir ehrlich mit uns selbst wären, müssten wir eigentlich schrumpfen – oder zeitnah neue revolutionäre Innovationen schaffen. Aber das geht natürlich nicht in Gesellschaften, deren Grundideologie auf ewig andauerndem Wachstum basiert und die ihre Zukunft bereits in der Gegenwart verkonsumiert.

Solange das Wachstum da war, war alles gut, weil die kapitalistische Demokratie das Wohlstandsversprechen für immer mehr Menschen tatsächlich auch eingelöst hat. Aber das ist nun vorbei – und weil unser Wirtschaftssystem das Wohlstandsversprechen für immer mehr Menschen eben nicht mehr einlöst, sehen wir den Aufstieg von „rechtspolulistischen“ Parteien. Diese wiederum aber sind selbst Verfechter von MMT – sie wollen also Schulden machen, um die Frustrierten zu beglücken. Irgendwie ein Teufelskreis..

Wir unterliegen einer Wohlstandsillusion durch Aufschiebung von Zahlungsversprechen – und wollen uns diese Illusion partout nicht nehmen lassen. Das ist sehr menschlich, aber leider nicht hilfreich. Denn die Widersprüche fallen uns so oder so auf die Füsse, und je länger wir der Illusion hinterherjagen, umso schmerzhafter ist dann der Aufprall mit der Realität..

MMT verspricht, alle Probleme zu lösen - wie durch Geisterhand

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Rüdiger Born: Dax, Nasdaq, Euro

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Die aktuelle Bewegung im Dax könnte eher korrektiv sein. Der Nasdaq ist fünfwellig nach unten marschiert. Und jetzt? Mehr dazu bespreche ich im folgenden Video. Euro vs USD ist relativ schwach. Schubweise runter, wackelig hoch, schubweise runter. Auch dazu mehr im Video. Heute haben wir ein spezielles Währungspaar im „Trade des Tages“ besprochen. Wollen Sie die detaillierten Textanalysen täglich lesen, dann melden Sie sich gerne beim Klicken an dieser Stelle an. Der Service ist kostenlos!

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Schweizer Franken weiter im Aufwärtstrend – EZB und SNB im Fokus

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Der Schweizer Franken ist weiter im Aufwertungs-Modus. Der Druck des Gesamtmarktes einen sicheren Hafen in unsicheren Zeiten zu suchen, ist einfach zu groß. Auch wenn die Schweizerische Nationalbank (SNB) in den letzten Wochen offensichtlich interveniert hat um den Franken zu schwächen, war der Markt stärker. Die Maßnahmen der SNB verpufften. Oft hatten wir in den letzten Tagen das Tief bei EURCHF vom 5. August bei 1,0863 besprochen. Würde es fallen, wäre der Weg nach unten (also weitere Aufwertung des Schweizer Franken) frei.

Schweizer Franken erst gestern am Hochpunkt

Und an drei Tagen in dieser Woche wurde dieses Tief unterschritten. Im Tief lag Euro vs Schweizer Franken (EURCHF) erst gestern Abend bei 1,0834. Der Franken wertet also immer weiter auf, auch wenn es derzeit nur in kleinen Schritten weiter bergauf geht (höchster Stand seit 2017). Aktuell notiert das Währungspaar bei 1,0846. Jeden Pip und jedes kleine Auf und Ab ist natürlich unmöglich vorhersehbar. Aber die Tendenz scheint weiter Richtung Aufwertung des Franken gerichtet zu sein. Gestern „half“ der EZB-Funktionär Olli Rehn dabei den Schweizer Franken noch weiter zu stärken. Dies tat er, in dem er den Euro schwächte durch Aussagen, dass die EZB ihre anstehenden Maßnahmen doch lieber zu stark als zu schwach umsetzen solle.

In Schweizer Medien wird diese Woche auch darüber spekuliert, ob die SNB im September die Zinsen von jetzt schon -0,75% auf -1,00% senken wird. Und ja, bei dem immer weiter steigenden Schweizer Franken scheint das durchaus realistisch zu sein. Oder wird man schon früher aktiv werden? Denn der Markt schafft ja jetzt die Fakten! Schon im April hatte SNB-Chef Thomas Jordan weiter sinkende Zinsen für die Schweiz grundsätzlich angedeutet, und in Kürze könnte es soweit sein. Wäre das ein Auslöser für eine Kehrtwende im Franken, oder wäre dieser Zinsschritt einfach zu schwach? Denn schließlich lockert die EZB ja in Kürze ihre Geldpolitik auch. Aktuell jedenfalls bleibt der Schweizer Franken im Aufwertungs-Modus. Man vergesse aber nie, dass die SNB für Überraschungen gut ist. Man denke da bitte stets an die urplötzliche Aufhebung der berüchtigten Franken-Schwelle von 1,20 im Januar 2015!

 

Euro vs Schweizer Franken seit April
Euro vs Franken seit April.

Euro vs Schweizer Franken seit September 2018
Euro vs Franken seit September 2018.

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