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Devisen

Schweizer Franken steht weiter gegen den Euro unter Druck

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Schweizer Franken Münze

Die letzte Entwicklung vom Euro zum Schweizer Franken war hoch interessant, und viele Händler blicken wieder mit Spannung auf dieses Währungspaar. Der Schweizer Franken gilt für viele nach wie vor als der sichere Hafen, und vor allem die Osteuropäer investieren gerne in diese Währung. Die letzte Woche hat dennoch bei manchen Händlern für Verwunderung gesorgt. Der Euro konnte sich gegen den Schweizer Franken besser behaupten und der Kurs stieg erneut kurzfristig über die 1,06 Marke. Zu der Euro-Stärke hat zum Teil die Korrelation zum EUR/USD beigetragen, die am letzten Donnerstag entstanden ist. Da an diesem Tag in vielen europäischen Ländern ein Feiertag war, konnte die Leitwährung vor allem gegen den US-Dollar profitieren. In solchen Situationen entstehen häufig Korrelationen zu den anderen Euro- Währungspaaren. So war es auch in diesem Fall beim EUR/CHF. Die Euro-Bullen haben den Kurs nach oben getrieben.

Durch die frische Dynamik wurden viele Stop-Loss Marken, die über 1,0600 platziert wurden, gezogen, was zu einer Stopp-Lawine auf der Oberseite geführt hat. Nicht viele Händler haben damit gerechnet, dass der Schweizer Franken gegen den Euro so schwächeln wird. Die Break-Out Trader haben ebenfalls von dem großen Ausbruch profitiert. Der Cross erreichte im Wochenhoch den Widerstand bei 1,0650. Hier musste der Euro erstmal eine Pause einlegen. Die Bullen schlossen ihre Positionen mit dickem Plus und verabschiedeten sich ins Wochenende. Am Freitag hat EUR/CHF weiter nachgegeben und rutschte schon am Vormittag wieder unter die wichtige psychologische Grenze von 1,0600. Danach bewegte sich der Euro zum Schweizer Franken nur noch seitwärts. Im späten Handel notierte der Cross bei ca. 1,0585. Auch heute Nacht in der asiatischen Session bewegte sich der Euro zum Schweizer Franken relativ wenig. Die Volatilität hat insgesamt am Devisenmarkt gefehlt. Es ist aber ganz normal, da sich der Markt nach dem Wochenende zuerst wieder ordnen muss und die neuen Trends bilden sich erst während der europäischen und amerikanischen Handelssitzung aus.

Der Tagesausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0592. Die heutige Kursentwicklung wird sich vermutlich bei der 1,0600 Marke entscheiden. Aus technischer Sicht hat der Euro weiter viel Aufwärtspotential. Die Indikatoren im mittelfristigen Bereich sind auf der Unterseite schon ausgereizt. Das hat die letzte Korrektur verursacht. Demnächst werden die Oszillatoren wieder frische Long-Signale generieren. Das wird den Bullen sicherlich nicht entgehen. Über der 1,0600 „big figure“ haben vermutlich auch die Break-Out Trader bereits ihre Kauforders platziert. Wenn es den Long-Tradern gelingt, diese wichtige psychologische Grenze erneut zu erobern, kann sich eine neue Dynamik auf der Long-Seite entwickeln. Der nächste wichtige Widerstand beim Euro zum Schweizer Franken befindet sich bei 1,0630. Dass diese Hürde heute genommen wird ist eher unwahrscheinlich. Wer also kurzfristig denkt, kann hier seine Gewinne mitnehmen.

Auf der Unterseite dagegen sitzt die erste wichtige Unterstützung bei EUR/CHF bei 1,0571 (420er Moving Average). Solange diese Marke hält, bleibt die Stimmung für den Euro positiv. Sollte diese Marke jedoch brechen, kann es zu einer Enttäuschung im Markt kommen. Der nächste Support befindet sich bei 1,0555. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0600. Hier trifft der Kurs auf einen doppelten Widerstand, der nicht ganz leicht zu brechen sein wird. Summa summarum: EUR/CHF befindet sich weiterhin im positiven Modus. Solange das Niveau von 1,0571 hält, wird der Schweizer Franken weiter gegen den Euro unter Druck geraten. Wer konservativ orientiert ist, sollte die nächsten Stunden noch abwarten.

Euro vs Schweizer Franken im Kursverlauf mit Charttechnik

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist

somit ausgeschlossen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    25. Mai 2020 18:56 at 18:56

    „Der Euro konnte sich gegen den Schweizer Franken besser behaupten und der Kurs stieg erneut kurzfristig über die 1,06 Marke. Zu der Euro-Stärke hat zum Teil die Korrelation zum EUR/USD beigetragen, die am letzten Donnerstag entstanden ist.“

    Ein EUR/CHF bei 1,06…? Na, wenn der „Markt“ / bzw die Schweizer das so wollen, wieso nicht gleich unter die Parität ?

    Was hat das mit Wirtschaftskraft, den „realen“ Zahlen zu tun ? – NULL ! – Das muss man sich man vorstellen, bei einem EUR/CHF unter der Parität, wäre die Schweiz höher bewertet als Deutschland , das große Kanton .. ?
    Plus neben allen anderen EUR -Staaten .. !!!?

    Die Schweizer sind verrückt.

    Na klar, Neutralität, verstehe ich ja schon, man will mit Europa nix zu tun haben !

    Aber das hier für die Schweiz eine Katastrophe, da will man wohl untergehen, offenbar erhobenen Hauptes, weil man sich nicht „verbiegen lassen will“ – Und die SNB reagiert immer noch nicht ?!? – also ehrlich…

    Das hat mit Marktbewertung nichts mehr zu tun, nichts mehr…

  2. Avatar

    Marko

    25. Mai 2020 19:26 at 19:26

    Und ein weiter steigender CHF würde die Industrie der Schweizer „killen“, aber, das haben wir Deutschen beim EUR gelernt, man kann sich gut hinter dem EUR „verstecken“.

    Wobei man aber sagen muss, dass Deutschland der EUR ist.

    In der jetzigen Lage, ohne dem EUR, würde der Markt der DM „die Bude einrennen“ – Stichwort „sicherer Hafen“… – Ist doch klar…

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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