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Schweizer Franken steigt immer weiter an – SNB-Action verpufft

Schweizer Bergpanorama

Der Schweizer Franken steigt immer weiter an. EURCHF notiert aktuell bei 1,0516. Am 22. März notierte das Währungspaar zwar tiefer bei 1,0510. Aber hey, die paar Pips! Wir sind derzeit auf dem höchsten Franken-Niveau seit Sommer 2015 (fallender Euro vs steigender Franken, gut sichtbar im folgenden Chart)! Neben dem US-Dollar, der vom Sog raus aus den Schwellenländer-Währungen profitiert (Sicherheit suchen in Zeiten der Coronakrise), da spürt auch der Schweizer Franken diesen Sog hin zur Sicherheit. Für die Experten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) muss die Lage fast schon zum Verzweifeln sein. Sie tun seit Jahren so einiges, um den Franken abwerten zu lassen, oder besser gesagt am Aufwerten zu hindern. Man hat den Zinssatz auf -0,75 Prozent gesenkt. Man druckt Geld ohne Ende, und verkauft diese neuen Schweizer Franken dann gegen Euro und US-Dollar. Aber nichts wirkt.

Auch in der Coronakrise tut die SNB einiges um den Schweizer Franken am weiteren Aufwerten zu hindern. An den Sichteinlagen der Banken bei der SNB kann man ablesen, wie stark sie interveniert. Alleine für den Wochenvergleich zu Ende letzter Woche stiegen die Sichteinlagen laut Berichten um 6,9 Milliarden auf 634,1 Milliarden Franken. Die Notenbanker versuchen also weiterhin den Drang der Investoren hin zum Fränkli abzubremsen. Wie schon vor der Coronakrise auch jetzt mit wenig bis gar keinem Erfolg! Sind die Maßnahmen einfach zu gering?

Weitere Anstiege im Schweizer Franken?

Die Aufwertung im Schweizer Franken könnte sich noch fortsetzen. Erst gestern schrieb Agata Janik über mehr Aufwärtspotenzial. Die UBS sieht aktuell weitere Nachfrage für den Fränkli. In einer Analyse für ihre Kunden soll die Bank aktuell gesagt haben, dass die Nachfrage nach der Währung ansteigen werde, weil die schweizerische Volkswirtschaft besser durch die Coronakrise kommen werde als viele andere. Die Schweiz gehe in diese Rezession mit einem exzellenten Kreditrating, und die Gesundheitssituation in Sachen Pandemie sei unter Kontrolle. Die UBS glaubt an einen weiter steigenden Schweizer Franken gegen den Euro, auch weil der Euro selbst weiter Schwäche sehen werde. Nur falls der Wechselkurs die Marke von 1,03 erreiche, werde die schweizerische Volkswirtschaft dies ernsthaft spüren.

Euro vs Schweizer Franken seit 2015



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