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Schweizer Franken Szenario für heute – Leitzins zügig runter auf -1 Prozent?

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Wird der Schweizer Franken ab heute Mittag 13:45 Uhr stark aufwerten? Alle Welt wartet auf die Zinsentscheidung der EZB. Irgendetwas wird sie machen. Nur was genau, darüber wird seit Wochen spekuliert. Die Zinsen werden wohl gesenkt – nur wie stark? Anleihekäufe werden vermutlich neu aufgelegt – nur in welchem Volumen? Egal was genau verkündet wird. Damit wird der Euro gegenüber allen anderen Währungen geschwächt. Nur wie stark ist diese Schwächung schon in den Kursen berücksichtigt? Und wer ist allein schon geographisch am Stärksten betroffen? Der Schweizer Franken, weil die Schweiz quasi vom Euro eingeschlossen ist.

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Schweizer Franken hängt heute am Tropf der EZB

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tut schon seit Jahren verdammt viel um den Schweizer Franken nicht nicht weiter aufwerten zu lassen. Durch Handelskrieg und Rezessionsängste gibt es seit Monaten einen verstärkten Drang internationaler Investoren in Richtung Sicherheit. Und neben dem Yen, Gold und deutschen Bundesanleihen ist auch der Schweizer Franken ein vermeintlich bombensichere Fluchthafen. Relativ gut konnte man in den letzten Wochen anhand der Sichteinlagen bei der SNB erkennen, dass die Notenbanker Franken verkauften und Euro kauften, um ihren Fränkli am Steigen zu hindern.

Denn je weiter er steigt, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für Ausländer als Urlaubsziel. Um Investoren davon abzuhalten ihr Geld in die Schweiz zu bringen, hängt der Zinssatz für Giroguthaben bei der SNB seit 2015 (Grafik) bei -0,75%. Und genau darum geht es. Wie wird es mit diesem Zins weiter gehen, wenn die EZB ihren Einlagenzins heute von -0,40% auf vielleicht -0,50% oder -0,60% absenkt, und dazu noch weitere Maßnahmen ergreift? Die Schweiz hängt heute am Tropf der EZB, sozusagen.


source: tradingeconomics.com

Zieht die Schweiz schon heute nach?

Senkt die EZB heute, dann sinkt die Zinsdifferenz zwischen Euroland und Schweiz, womit die Schweiz ein wenig an Attraktivität gewinnt. Im Kurs des Schweizer Franken könnte sich dieser winzige Zugewinn an Attraktivität massiv auswirken. Der Kurs gegenüber dem Euro könnte sprunghaft aufwerten – je nachdem was die EZB heute genau entscheidet. Und nun konkret zum Szenario, das natürlich nicht so eintreten muss. Die nächste reguläre Zinsentscheidung der SNB steht in genau einer Woche am 19. September an. Es ist wahrscheinlich, dass die SNB möglichen Zinssenkungen der EZB relativ parallel folgen wird, um eine Franken-Aufwertung zu blocken.

Aber: Was, wenn die EZB „liefert“, und Euro vs Schweizer Franken fällt relativ schnell und deutlich (Franken-Aufwertung)? Dann könnte sich die SNB genötigt fühlen nicht erst in einer Woche, sondern schon heute zu reagieren, und außerplanmäßig jetzt ihren Zinssatz zu senken. Dass die für ihre Ruhe bekannten Schweizer auch spontan sein könnten, bewies die SNB im Januar 2015 beim großen Schweizer Franken-Schock, als die SNB völlig überraschend die Franken-Sperre bei 1,20 aufhob. EURCHF kollabierte, der Franken wertete dramatisch stark auf.

Sowohl Credit Suisse als auch die UBS erwarten für nächste Woche Donnerstag, dass die SNB ihren Zins von -0,75% auf -1,00% senken wird. Laut CS preisen die Märkte mit 70% Wahrscheinlichkeit eine Senkung auf -1,00% ein. Aber nochmal: Wenn der Devisenmarkt den Schweizer Franken schon heute Nachmittag nach oben jagt, fühlt sich die SNB dann vielleicht genötigt sofort zu intervenieren? Der folgende Chart zeigt Euro vs Schweizer Franken seit März. Der fallende Kurs (steigender Franken) symbolisierte einerseits die Erwartungen an die EZB-Zinssenkung, die heute wohl kommen wird. Andererseits zeigte der Kurs den Drang der Märkte in Richtung Sicherheit.

Euro vs Schweizer Franken seit März

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Koch

    12. September 2019 11:19 at 11:19

    Die EZB „lockert“(kuscheliger Begriff mit fatalen Folgen!)weiter.Die anderen Währungen müssen und werden nachlockern.Alle werden dann einen Stock tiefer wohnen und das „Lockerspiel“beginnt erneut!Grazie,Mario für dein geniales „Whatever it takes“Um dein Monopolygeld zu retten und zu retten,nimmst du sogar die Zerstörung der arbeitenden Restwelt in Kauf.Also auf zum Endsieg,Geldduce!

  2. Avatar

    BrettonWood

    12. September 2019 13:37 at 13:37

    Eine Eunuchenpolitik ist das die Exportindustrie macht gerade mal 4% am BIP aus und der Torismus 2.9% lächerlich für fie Risiken die die ganze Nation tragen muss um das zu verhindern was sich nicht verhindern lässt, nähmlivh das da profuziert word wo es am günstigsten ist, das wollen wir ja alle, wir wollen nie zuviel bezahlen Geiz ist Geil, also manchmal Frage ich mich wie Shizophren wir alle eigentlich sind, wir wollen den Kuchen Essen und ihn behalten oder wie wir in der Schweiz sagen den 5er unds Weggliman könnte die negativen folgen für diese beiden vom Ausland abhängigen Brqnchen einfach mit gedrucktem Gemd ausgleichen, es wäre ein Bruchteil dessen was wir heute Risikieren müssen…

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Schekel und Baht – das sind die gewinnbringendsten Währungen

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Verschiedene wichtige Währungen als Symbolbilder

Euro, US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Japanischer Yen – das sind die gängigsten Währungen, über die beim Forex-Handel die meisten sprechen. Doch die ertragreichsten für Anleger, das sind all diese Währungen nicht. In den vergangenen 15 Jahren zeigte keine andere Währung eine bessere Performance als der Israelische Schekel und der Thailändische Baht, weiß The Economist zu berichten.

Ginge es um einen kürzeren Zeitabschnitt, dann könnten Kritiker argumentieren, dass die gute Performance reiner Zufall sei. Doch innerhalb von 15 Jahren ist auf dem Forex-Markt kein Stein auf dem anderen geblieben. Dinge wie Quantitative Easing, Null- oder gar Negativzinsen, der Aufkauf von Anleihen und sogar Aktien durch Zentralbanken und quasi direkte Staatsfinanzierung durch die Notenbank, all das kannte man allenfalls in kleinen Dosen aus Japan. Inzwischen jedoch zählen all diese Inflationierungsmaßnahmen zum Standardbaukasten der meisten Notenbanken.

Wir sahen zudem Wirtschaftscrashs, Handelskriege, den Aufstieg Chinas zur Weltmacht, die internationale Isolation anderer Staaten, reale Kriege und den Zerfall von Staaten – übrigens auch gerade in der Weltregion, in der Israel die stärkste Währung der Welt aufbaute. Und trotzdem schafften es diese beiden Währungen, sich auf Sicht von ein, fünf, zehn und 15 Jahren in die Führungsposition zu bringen.

Niedrige Inflation und Wachstum sind die Basis für gute Performance bei Währungen!

The Economist sieht die Ursachen dafür vor allem in einer konsequent niedrigen Inflation gepaart mit ebenso konsequent hohem Wirtschaftswachstum. Innerhalb von 15 Jahren lag die Inflation in Israel gemittelt bei nur 1,4% pro Jahr, während die Wirtschaftskraft jährlich um 4% wuchs. Ganz ähnlich sah es in Thailand aus. 2,2% Inflation pro Jahr stand ein Wirtschaftswachstum von 3,8% gegenüber.

Auch die Volatilität beider Währungen verglichen mit dem US-Dollar war in dieser Zeit ausgesprochen gering. Es ist also nicht nur die Performance, die heraussicht. Diese Performance wurde auch noch bei besonders geringen Risiken erzielt. Der Baht wertete gegenüber dem US-Dollar in 15 Jahren um 22% auf, der Schekel um 20%.

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Trumps Währungskrieg: Chancen und Risiken für Anleger

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US-Dollar - die Waffe der USA im Währungskrieg

Die Zahl der von Donald Trump angezettelten nicht letalen Kriege dürfte inzwischen höher sein als die Zahl der real von den USA geführten Kriege. In dieser Woche kam ein neuer hinzu. Ein Tweet schuf den Auftakt zu einem möglichen Währungskrieg der USA gegen Südamerika. Trader könnten den ebenso für sich nutzen wie Anleger.

Wie üblich startete Donald Trump seine Angriffe in diesem neuen Währungskrieg in wenigen Zeichen auf Twitter. Es ging, wie schon in der Vergangenheit, um Metallimporte aus Südamerika. Nicht als Drohung, sondern als Information verpackt, tweetete er, dass alle Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus Brasilien und Argentinien wieder in Kraft gesetzt werden. Verbunden hat er diese Ankündigung auch mit der abermaligen Forderung an die Federal Reserve, etwas gegen den starken US-Dollar zu unternehmen, auf dass künftig nicht mehr Länder wie Brasilien, Argentinien aber auch viele andere Vorteile aus ihrer vergleichsweise schwachen Währung ziehen könnten. Kurz darauf legte Handelsminister Wilbur Ross nach. Andere Länder könnten als Zollopfer folgen, da sie ebenfalls ihre Währung schwächen würden, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Trumps Anschuldigungen der Währungsmanipulation haben Tradition

Bereits vor eineinhalb Jahren beschwerte sich Trump auf Twitter über China und Russland, die ihre Währungen angeblich vorsätzlich gegenüber dem US-Dollar abwerten würden. Ob es tatsächlich eine vorsätzliche Abwertung gab, darf bezweifelt werden. Zwar senkt die russische Zentralbank seit Jahren ihren Leitzins. Er liegt aber nach diversen Zinsrunden noch immer bei vergleichsweise sehr hohen 6,5% und damit deutlich über dem Niveau, das bis Anfang 2014 herrschte. Damals musste die russische Zentralbank die Zinsen binnen weniger Monate auf 15% in die Höhe schießen lassen, weil im Zuge diverser Sanktionen gegen Russland Kapitalabzug und Inflation Überhand nahmen. Angesichts des deutlichen Zinsgefälles zwischen US-Dollar und russischem Rubel zugunsten des Rubels und der von den USA bis heute aufrecht erhaltenen und sogar verschärften Sanktionen gegen Russland, kann kaum von einer vorsätzlichen Rubel-Schwächung gesprochen werden.

Auch China hat mit derzeit 4,15% deutlich höhere Leitzinsen als die USA. Der Leistungsbilanzüberschuss Chinas konnte inzwischen auf nur noch 0,4% des Bruttoinlandsprodukts abgebaut werden, nachdem er zwischenzeitlich bei 10% lag. China häuft also nicht mehr wie früher riesige Überschüsse im Außenhandel an und sieht sich gleichzeitig mit einer massiven Wirtschaftskrise im Inland konfrontiert. Die in den vergangenen Jahren mit dutzenden Billionen US-Dollar aufgebaute Kreditblase entwickelt nicht mehr genug Zugkraft, um die Wirtschaft am Wachsen zu halten. Dementsprechend könnte ein schwacher Yuan durchaus ohne Notenbankmanipulation zustande kommen.

Schwache Währungen haben Vor- und Nachteile

In einem Währungskrieg ist es nicht ganz so einfach. Denn eine schwache Währung verteuert Importe und macht Exporte günstiger. Sie stimuliert damit die inländische Nachfrage nach heimischen Produkten als auch die Exportwirtschaft eines Landes. Gleichzeitig hat eine schwache Währung aber auch Nachteile. Wenn ein Land viele Waren importieren muss, vergrößert sich durch eine schwache Währung erst einmal das Leistungsbilanzdefizit. Um ausländisches Kapital anzuziehen, müssten dann die Zinsen steigen, was das Wirtschaftswachstum wiederrum behindert und die positiven Wirkungen der schwachen Währung konterkarieren könnte. Zudem steigt in der Regel die Inflation durch die verteuerten Importprodukte.

Eine schwache Währung ist also mitnichten ein sicherer Gewinn für ein Land, sondern ein zweischneidiges Schwert. Daher ist davon auszugehen, dass eine schwache Währung oft nur die Folge anderer Probleme ist und nicht das Ergebnis bewussten Handels mit dem Ziel der Währungsabschwächung.

Chancen und Risiken im Währungskrieg für Trader und Anleger

Für Trader und Anleger ergeben sich aus einem möglichen Währungskrieg gleich mehrere Chancen. So ist eine weitere Erosion der Zinsunterschiede wahrscheinlich. Das heißt, dass der Kauf höher verzinster Anleihen eine gute Idee sein könnte. Denn wenn die Zinsen sinken, werden deren Kurse steigen. Gibt die Fed Trumps Drängen nach weiteren Zinssenkungen nach, wird die US-Notenbank auch schon bald wieder ins Quantitative Easing einsteigen müssen. Dann würden auch die Kurse der US-Anleihen weiter steigen und nicht nur die der von Trump derzeit angegriffenen Schwellenländer.

Bei einem Investment in Fremdwährungen sind stets die möglicherweise für Sie ungünstigen Wechselkursentwicklungen in der Zukunft mit zu berücksichtigen. Kaufen Sie zum Beispiel brasilianische Aktien und der Real wertet anschließend gegenüber dem Euro ab, dann sind die Aktien in Euro gerechnet weniger Wert. Der Kursgewinn der Aktien müsste also den Kursverlust des Real überkompensieren können. Umgekehrt würden Sie natürlich auch zusätzliche Gewinne erzielen können, wenn der Real gegenüber dem Euro aufwerten würde.

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Pfund haussiert kräftig – die große Wette auf die große Brexit-Klarheit

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Britisches Pfund Symbolbild

Das britische Pfund steigt seit Tagen, aber so richtig kräftig! Was ist da los? Lange Zeit war es ganz einfach. Hatte der Brexit-Hardliner Boris Johnson Oberwasser, ging das Pfund in den Keller. Hatten die Brexit-Gegner und EU-Freunde Oberwasser, stieg das Pfund. Denn der Markt will möglichst einen soften Brexit mit einem schönen Vertrag, oder am Liebsten gar keinen Brexit. Doch in den letzten Wochen und Monaten wandelte sich das Bild immer mehr. Boris Johnson wurde von den Parlamentariern in London regelrecht in eine Lage gedrängt, dass er einen Brexit-Deal mit der EU basteln musste. Und so ist Boris Johnson jetzt auch FÜR einen Brexit-Deal.

Pfund glaubt an Klarheit in Sachen Brexit

Jetzt geht es nur noch um eine Sache für den Devisenmarkt. Man hat die Schnauze voll nach drei Jahren Chaos pur. Man will endlich Klarheit, Planungssicherheit. In genau einer Woche, am nächsten Donnerstag den 12. Dezember, wird in Großbritannien das Parlament neu gewählt. Die Wahllokale schließen erst um 23 Uhr deutscher Zeit, also wird der Markt erst nächste Woche Freitag früh reagieren können. Immer klarer wird nach dem quasi Verzicht der Brexit-Partei zugunsten von Johnson, dass seine Konservativen ganz klar die Wahl gewinnen werden. Nach aktuellsten Umfragen werden die Tories auf 43% kommen, und Labour auf 32%. Es wird also immer wahrscheinlicher, dass Boris Johnson nach dem 12. Dezember seinen Deal zügig mit der EU durchziehen kann.

Diese steigende Wahrscheinlichkeit einer nahenden Planungssicherheit für Großbritannien in seiner Beziehung zur EU stimmt das britische Pfund immer optimistischer. By the way… wer als „Freigeist“ gegen die derzeitige wunderbare Stimmung setzt und auf ein fallendes Pfund wettet, könnte bei Gelingen richtig fett absahnen, über CFDs, Optionen etc. Aber wir wollen hier niemanden animieren! Alleine seit letztem Freitag ist das Pfund gegen den US-Dollar um 230 Pips auf 1,3130 gestiegen! Wer hoch steigt, kann auch tief fallen? Noch im September lag der Kurs von GBPUSD sogar kurzzeitig bei 1,20. Was für ein Anstieg. Im folgenden Chart sieht man Pfund vs USD seit Januar.

Das Pfund notiert jetzt gegen den US-Dollar auf dem höchsten Stand seit Mai. Gegen den Euro notiert es aktuell sogar auf dem höchsten Stand seit Mai 2017! EURGBP notierte diesen August noch bei über 0,93, jetzt notiert der Kurs bei 0,8446. Derzeit ist es eine regelrechte Euphorie im Pfund. Die Erwartung ist also sehr hoch. Geht mal wieder irgendwas schief, kann schnell ein deutlicher Rücksetzer kommen, und Shorties könnten gut profitieren. Aber wie gesagt, momentan herrscht Euphorie, und negative Nachrichten zum Brexit gibt es nicht. Abwarten. Nächsten Freitag früh wissen wir zumindest erst einmal, wie die Briten abgestimmt haben.

Pfund vs US-Dollar seit Jahresanfang

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