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Schweizer Franken vorerst „gerettet“ – aber Vorsicht, das ist eine trügerische Ruhe

Claudio Kummerfeld

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am

In letzter Zeit hatten wir die Lage im Schweizer Franken genau beobachtet. Mehrere Wochen nacheinander hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) offensichtlich am Devisenmarkt interveniert, in dem sie selbst erschaffene Franken verkaufte und dafür wohl hauptsächlich den Euro kaufte. Denn sie will und muss eine weitere Aufwertung des Schweizer Franken verhindern. Sonst werden Schweizer Produkte für ausländische Käufer immer teurer, und auch die Schweiz als Ziel für ausländische Touristen wird immer teurer.

Schweizer Franken aktuell mit doppeltem Glück

Man kann durchaus der Meinung sein, dass die Aktivitäten der SNB in den letzten Wochen dafür sorgten, dass der Schweizer Franken nicht noch stärker wurde. Aber schauen wir hier erstmal auf diesen Chart. Er zeigt Euro vs Schweizer Franken seit dem 12. August. Der Euro machte immer wieder Anläufe um zu fallen aufgrund der bevorstehenden EZB-Sitzung am 12. September, wo eine weitere Schwächung der Geldpolitik erwartet wird. Deswegen tendierte der Euro nicht nur gegen den Schweizer Franken schwächer. Aber die SNB hielt dagegen. Dann Anfang dieser Woche drückte der Euro weiter gen Süden. Aber man sieht es gut. Seit Dienstag steigt EURCHF wieder, der Franken wertet also ab. EURCHF steigt von 1,0813 auf jetzt 1,0915.

Euro vs Schweizer Franken seit dem 12. August

Der Schweizer Franken hat aktuell gleich doppelt Glück. Einerseits läuft seit drei Tagen der globale Risk On-Trade. Gelder werden aus allen vermeintlich Sicheren Häfen abgezogen (Dollar, Franken, Yen, Gold), und in risikoreichere Anlagen umgeschichtet – zumindest in einem gewissen Umfang. Und gleichzeitig gab es in den letzten Tagen Gerüchte, dass die EZB nächste Woche ihre Geldpolitik vielleicht nicht ganz so stark lockern könnte.

Warten auf die EZB

Aber vor allem der Risk On-Trade hilft dem Franken derzeit. Diese Ruhe könnte/dürfte wohl nur eine trügerische Ruhe sein. Nächste Woche Donnerstag ist dann endlich der große Tag, und wir erfahren, wozu genau sich die EZB entschieden hat. Dann merkt man auch erst richtig, wie stark der Markt die Erwartung an eine Zinssenkung in der Eurozone schon eingepreist hat. Fällt die Zinssenkung in Euroland kräftig aus, könnte Euro vs Schweizer Franken deutlich fallen, also der Franken deutlich aufwerten.

Dann könnte sich die SNB zügig dazu genötigt fühlen ebenfalls ihren Leitzins zu senken, damit der Franken nicht zu sehr aufwertet. Im folgenden Chart sieht man Euro vs Franken im Verlauf der letzten zwölf Monate. Hier sieht man die Dimension der Franken-Aufwertung – EURCHF fiel von 1,14 auf 1,09. Von Entwarnung im Sinne eines schwachen Franken kann momentan noch gar keine Rede sein. Nächste Woche werden Franken-Trader genau auf die EZB-Entscheidung schauen! Vorher wird man am Montag womöglich erneut anhand der Sichteinlagen bei der SNB ablesen können, ob sie denn diese Woche interveniert hat um den Franken zu schwächen. Aber nochmal: Das Haupt-Event ist die EZB-Entscheidung am nächsten Donnerstag!

Euro vs Schweizer Franken seit Herbst 2018

Jordan mit Rede

SNB-Chef Thomas Jordan hat gestern eine Rede gehalten (hier der komplette Redetext). Das Thema waren die neuen Kryptowährungen, Libra, und mögliche Notenbank-Token. Er warnte vor dieser Entwicklung, und verwies auf das bereits gut funktionierende Schweizer Banken- und Geldsystem. Zur Zinspolitik oder zum Schweizer Franken gab es von ihm keine Aussage.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

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am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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