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Devisen

Schweizer Franken und Goldpreis profitieren von Risk Off Trade nach Trump-Rede

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Schweiz Bergpanorama

Der Schweizer Franken zeigt aktuell klare Anzeichen des Risk Off Trades. Aber auch der Goldpreis zeigt eine Reaktion auf Donald Trump. Entspannung in Sachen Handelskrieg hatte sich der Markt von der gestern Abend gehaltenen Rede von Donald Trump erhofft. Aber es gab jede Menge Selbstlob, heiße Luft… und rund um den Handelskrieg blieb er vielleicht absichtlich ohne klare Aussage. Nur den Ist-Zustand und die Vergangenheit beschrieb er – wie schlimm die USA doch ausgenutzt wurden durch ausländische Handelspartner, was die vorigen US-Regierungen zugelassen hätten. Und so weiter, und so weiter (lesen Sie hier die wichtigsten Punkte seiner gestrigen Rede).

Schweizer Franken und Goldpreis profitieren von Trump-Rede

Aber was hat das alles mit dem Schweizer Franken zu tun? Nun, eine Entspannung im Handelskrieg hätte Aktienkursen und dem Ölpreis beim Ansteigen geholfen. Jetzt aber bleibt die Ungewissheit im Markt, dass es vielleicht doch eine Verschärfung des Konflikts mit China kommt. Und auch eine Verschärfung der Lage in Sachen Autozölle gegen die EU ist denkbar. Unsicherheit bedeutet, dass oft (aber nicht immer) der Risk Off Trade (hier genauer erklärt) anspringt, dass also große Investoren sich aus riskanten Anlagen wie Aktien oder Staatsanleihen aus Schwellenländern zurückziehen. Dafür „flieht“ man dann in den „Sicheren Hafen“, was in der Linie der Schweizer Franken ist, aber auch Gold.

Und so ist der Schweizer Franken gegen den Euro schon seit mehreren Tagen gestiegen. Seit Ende letzter Woche begann langsam die Aufwärtstendenz, die dann gestern Mittag an Fahrt aufnahm. Euro vs Schweizer Franken ist seitdem gefallen von 1,0975 auf aktuell 1,0898. Eine spürbare Franken-Aufwertung also! Der Goldpreis ist seit Wochen am Schwächeln, und konnte dank der gestern Abend nicht verschwundenen Unsicherheit ab 20 Uhr steigen von 1.453 auf jetzt 1.465 Dollar. Im folgenden Chart sieht man Euro vs Schweizer Franken seit Mai. Der Kurs scheint aktuell zügig Richtung Tiefstpunkt aus September zu laufen, der bei 1,0811 lag. Wird die Schweizerische Nationalbank demnächst wieder am freien Devisenmarkt intervenieren um die Franken-Aufwertung zu bremsen? Laut aktueller Meinung von CityIndex kam es bei EURCHF zu einem Bruch unter eine Schlüsselunterstützung, nachdem das Währungspaar eine 3-Wellen-Korrektur abgeschlossen hat. Der Schweizer Franken gewinne gegen seine Konkurrenten leise an Bodenhaftung.

Euro vs Schweizer Franken seit Mai

Schweizerische Nationalbank

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat gestern Abend bei der US-Börsenaufsicht SEC per Pflichtmitteilung bekanntgegeben, wie viel Volumen an US-Aktien man hält. Weil die Schweizer Notenbanker ja immer mehr Schweizer Franken drucken und sie zur Franken-Schwächung gegen Euro und Dollar verkaufen, besitzen sie auch immer mehr dieser Devisen. Und dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Und so wird die SNB ein immer bedeutenderer Aktionär an den US-Märkten. So ist ihr US-Aktienbestand auf derzeit 94,1 Milliarden Dollar angestiegen, ein neues Rekordhoch. Schon der letzte Wert im Vorquartal mit 92,7 Milliarden Dollar war ein Rekordwert.

Laut aktuellen Berichten aus der Schweiz gab es Gespräche zwischen dem Schweizer Bundesrat und SNB-Offiziellen. Diesbezüglich sind Aussagen getätigt worden, dass sich das Wirtschaftswachstum in der Schweiz zwar fortsetze, aber dass sich die Aussichten eintrüben. Die Gefahr einer Verschlechterung der Weltkonjunktur sei groß. Das internationale Umfeld an Niedrigzinsen habe sich verfestigt. Der Schweizer Franken sei laut SNB-Chef Thomas Jordan nach wie vor hoch bewertet. Daher sei die aktuelle Geldpolitik der SNB (deftiger Negativzins + Intervenieren am freien Devisenmarkt) weiterhin notwendig.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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