Devisen

Schweizer Franken verliert weiter an Wert gegen den Euro

Wie es im 30 min Chart von Euro vs Schweizer Franken (siehe unten) leicht zu erkennen ist, befindet sich das Währungspaar aktuell in einer Aufwärtsphase. Der erwartete Ausbruch aus der Seitwärtsrange ist gestern vollzogen worden. Es war schon zu erwarten, dass der Break-Out kommen wird. Die Energie hat sich im Markt aufgestaut und die Händler wollten eine Entscheidung sehen. Solche Situationen entstehen häufig am Anfang der Woche, wenn sich neue Tendenzen ausbilden. Ich habe gestern schon darüber geschrieben, dass sich der Euro gegen den Schweizer Franken erholen kann. Die Indikatoren waren auf der Unterseite schon ausgereizt und es war zu vermuten, dass der Ausbruch beim EUR/CHF auf der Long-Seite stattfinden wird.

In den Morgenstunden hat der Kurs schon ohne Schwierigkeiten, den Widerstand bei 1,0646 überschritten. Obwohl hier zu diesem Zeitpunkt der wichtige 120er Moving Average verlief, konnte der Kursanstieg nicht gebremst werden. Ab dann wurde es immer deutlicher, dass sich der Euro gegen den Schweizer Franken erholen wird. Die Bullen haben schnell die Korrelation zum EUR/USD erkannt und platzierten verstärkt neue Kauforders am Markt. Der Schweizer Franken wurde verkauft – man wollte sich nicht gegen den frischen Trend stellen. Die Dynamik auf der Oberseite hat sich beschleunigt und der Cross bewegte sich konstant gen Norden. Im Bereich von 1,0662 lag der wichtige 420er Moving Average, aber auch diese Linie konnte den Euro nicht mehr davon abhalten, weiter gegen den Schweizer Franken an Wert zu gewinnen. Dieser Widerstand wurde überschritten und es entstand eine kleine Stop-Lawine auf der Oberseite. Als der Kurs die Marke von 1,0685 erreichte, dachten viele schon, dass auch die 1,0700 „big figure“ getestet wird. Dazu ist es gestern aber nicht mehr gekommen. Knapp darunter, ist dem Euro die Kraft ausgegangen und der Cross ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Kurzfristig ist der Kurs wieder unter die Marke von 1,0685 gefallen. Das waren aber nur die Gewinnmitnahmen der Daytrader. Danach ist der Preis wieder in den Seitwärtskanal zurückgekehrt. Im späten Handel lag der EUR/CHF bei ca. 1,0695.

Der Ausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell, am Dienstagmorgen, notiert der Euro zum Schweizer Franken bei 1,0680. Der Kurs verhält sich noch ruhig, aber man spürt leicht, dass der nächste Angriff auf die 1,0700 Marke demnächst kommen wird. Die Indikatoren befinden sich im positiven Modus. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir auch heute einen stärkeren Euro sehen werden. Der Schweizer Franken gerät immer mehr gegen den Euro unter Druck. Wenn die 1,0700 „big figure“ bricht, kann sich auch das große charttechnische Bild ändern. Im Bereich von 1,0713 wartet auf den Cross ein doppelter Widerstand. Wenn es den Bullen gelingt, diese Hürde zu überwinden, kann sich die Aufwärtsbewegung weiter beschleunigen. Darüber sitzen viele Stop-Loss Marken und wenn diese gezogen werden, wird der Euro klar davon profitieren. Als nächstes Kursziel kann man dann den Bereich von 1,0731 in den Fokus nehmen. Hier wird der Kurs vermutlich eine Pause einlegen.
Sollte wider Erwarten die 1,0700 „big figure“ halten, kann es zu einer Enttäuschung im Markt kommen. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0665. Sollte diese brechen, kann der Cross weiter bis 1,0650 fallen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0651.

Der Euro legt in den letzten Tagen gegenüber dem Schweizer Fanken zu

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Der Schweizer Franken zum Euro unter Druck

 



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