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Schweizer Franken: Warum es Chancen auf eine Erholung gibt

Eine Schweizer Franken Münze vor Schweizer Flagge

Der Schweizer Franken wurde gegen den Euro in der letzten Zeit abgestraft und musste herbe Verluste hinnehmen. Der Kurs von EUR/CHF ist auch zum Wochenabschluss kräftig angestiegen und kletterte auf neue Höchststände für dieses Jahr. Der starke Euro belastet aktuell nicht nur den US-Dollar, sondern auch den Schweizer Franken.

Am Freitagmorgen versuchten die Bären noch kurzfristig den Euro zu verkaufen, aber die Unterstützung bei 1,0823 hat gehalten. Das hat die Daytrader darin bestätigt, dass der Schweizer Franken auch vor dem Wochenende kaum Chancen auf eine Erholung hatte. Frische Kauforders wurden am Markt platziert, die dem Euro erneut einen Rückenwind verliehen haben. Schon am Vormittag notierte der Cross bei ca. 1,0865. Während der amerikanischen Session, konnte der Euro weiter gegen den Schweizer Franken zulegen. Die wichtige psychologische Grenze bei 1,0900 wurde überschritten. Es war eine große Überraschung, die die Bullen sehr gefreut hat. Der Kurs ist kurzfristig bis 1,0914 angestiegen. Es hat sich aber im Chart ein Spike ausgebildet, da die Anschlussorders auf der Oberseite gefehlt haben. Diese Chartformation bedeutet für die Long-Trader nichts Gutes. Das haben die Bullen sofort erkannt und begannen, ihre Positionen glattzustellen. Das hat den Schweizer Franken unterstützt und es folgte eine leichte Korrektur.

Es hat sich eine Korrelation zum EUR/USD ausgebildet. Der Euro gegen den USD hat ebenfalls korrigiert, weil die US-Arbeitsmarktdaten überraschend positiv ausgefallen sind. Wer also am Freitag die Entwicklung beim EUR/USD verfolgt hat, wusste, warum EUR/CHF die 1,0900 Marke nicht nachhaltig erobern konnte. Der Schweizer Franken wurde in letzter Zeit stark gegen den Euro abgewertet. Das kann man im mittelfristigen Chart (siehe unten) sehr gut erkennen.

Jedem sollte es aber bewusst sein, dass nach dem großen Kursanstieg beim EUR/CHF eine Korrektur auf der Unterseite immer wahrscheinlicher wird. Auch wenn der frische Aufwärtstrend beim Euro vs Schweizer Franken noch voll in Takt ist, wird es vermutlich demnächst eine Gegenreaktion auf der Unterseite geben. Wer also aktuell mit seinen Positionen vorne liegt, kann langsam über die Gewinnmitnahmen nachdenken oder den Stop-Loss auf break-even nachziehen. Viele Händler arbeiten auch sehr gerne mit einem Trailing-Stop in solchen Situationen. Das ist eine sinnvolle Strategie die einem hilft, auf dem Trend zu bleiben und die Gewinne zu erhöhen.

Der Ausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0877. In der asiatischen Session heute Nacht bewegte sich der Cross nur wenig. Aus technischer Sicht steht das Währungspaar, wie gesagt, vor einer Konsolidierung. Es wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, ob diese heute schon eingeleitet wird. Sollte die wichtige Unterstützung bei 1,0845 brechen, werden die Bären versuchen, den Euro unter Druck zu setzen. Die Dynamik auf der Unterseite kann steigen, denn die Indikatoren im kurzfristigen Bereich werden demnächst neue Short-Signale generieren. Die Bullen werden ihre Gewinne absichern wollen und den Schweizer Franken wieder umtauschen. Der nächste Support befindet sich dann bei 1,0832 (120er MA).

Auf der Oberseite liegt ein signifikanter Widerstand bei 1,0900. Die „big figure“ kann heute beim EUR/CHF von großer Bedeutung sein. Wer also weiterhin auf den fallenden Schweizer Franken spekulieren will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es kurzfristig eher die „gefährliche“ Richtung ist. Der Daily Pivot Point beim Euro zum Schweizer Franken befindet sich heute bei 1,0866.

Euro vs Schweizer Franken

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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