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Schweizer Franken: Warum es Chancen auf eine Erholung gibt

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Eine Schweizer Franken Münze vor Schweizer Flagge

Der Schweizer Franken wurde gegen den Euro in der letzten Zeit abgestraft und musste herbe Verluste hinnehmen. Der Kurs von EUR/CHF ist auch zum Wochenabschluss kräftig angestiegen und kletterte auf neue Höchststände für dieses Jahr. Der starke Euro belastet aktuell nicht nur den US-Dollar, sondern auch den Schweizer Franken.

Am Freitagmorgen versuchten die Bären noch kurzfristig den Euro zu verkaufen, aber die Unterstützung bei 1,0823 hat gehalten. Das hat die Daytrader darin bestätigt, dass der Schweizer Franken auch vor dem Wochenende kaum Chancen auf eine Erholung hatte. Frische Kauforders wurden am Markt platziert, die dem Euro erneut einen Rückenwind verliehen haben. Schon am Vormittag notierte der Cross bei ca. 1,0865. Während der amerikanischen Session, konnte der Euro weiter gegen den Schweizer Franken zulegen. Die wichtige psychologische Grenze bei 1,0900 wurde überschritten. Es war eine große Überraschung, die die Bullen sehr gefreut hat. Der Kurs ist kurzfristig bis 1,0914 angestiegen. Es hat sich aber im Chart ein Spike ausgebildet, da die Anschlussorders auf der Oberseite gefehlt haben. Diese Chartformation bedeutet für die Long-Trader nichts Gutes. Das haben die Bullen sofort erkannt und begannen, ihre Positionen glattzustellen. Das hat den Schweizer Franken unterstützt und es folgte eine leichte Korrektur.

Es hat sich eine Korrelation zum EUR/USD ausgebildet. Der Euro gegen den USD hat ebenfalls korrigiert, weil die US-Arbeitsmarktdaten überraschend positiv ausgefallen sind. Wer also am Freitag die Entwicklung beim EUR/USD verfolgt hat, wusste, warum EUR/CHF die 1,0900 Marke nicht nachhaltig erobern konnte. Der Schweizer Franken wurde in letzter Zeit stark gegen den Euro abgewertet. Das kann man im mittelfristigen Chart (siehe unten) sehr gut erkennen.

Jedem sollte es aber bewusst sein, dass nach dem großen Kursanstieg beim EUR/CHF eine Korrektur auf der Unterseite immer wahrscheinlicher wird. Auch wenn der frische Aufwärtstrend beim Euro vs Schweizer Franken noch voll in Takt ist, wird es vermutlich demnächst eine Gegenreaktion auf der Unterseite geben. Wer also aktuell mit seinen Positionen vorne liegt, kann langsam über die Gewinnmitnahmen nachdenken oder den Stop-Loss auf break-even nachziehen. Viele Händler arbeiten auch sehr gerne mit einem Trailing-Stop in solchen Situationen. Das ist eine sinnvolle Strategie die einem hilft, auf dem Trend zu bleiben und die Gewinne zu erhöhen.

Der Ausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0877. In der asiatischen Session heute Nacht bewegte sich der Cross nur wenig. Aus technischer Sicht steht das Währungspaar, wie gesagt, vor einer Konsolidierung. Es wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, ob diese heute schon eingeleitet wird. Sollte die wichtige Unterstützung bei 1,0845 brechen, werden die Bären versuchen, den Euro unter Druck zu setzen. Die Dynamik auf der Unterseite kann steigen, denn die Indikatoren im kurzfristigen Bereich werden demnächst neue Short-Signale generieren. Die Bullen werden ihre Gewinne absichern wollen und den Schweizer Franken wieder umtauschen. Der nächste Support befindet sich dann bei 1,0832 (120er MA).

Auf der Oberseite liegt ein signifikanter Widerstand bei 1,0900. Die „big figure“ kann heute beim EUR/CHF von großer Bedeutung sein. Wer also weiterhin auf den fallenden Schweizer Franken spekulieren will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es kurzfristig eher die „gefährliche“ Richtung ist. Der Daily Pivot Point beim Euro zum Schweizer Franken befindet sich heute bei 1,0866.

Euro vs Schweizer Franken

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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