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Devisen

Schweizer Franken wertet auf: Handelskrieg und Notenbanken im Fokus

Claudio Kummerfeld

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am

Schweizer Bergpanorama

Der Schweizer Franken hat aktuell Aufwind. Die Schweizer Notenbanker werden wohl noch verrückt werden. Sie tun nun wirklich alles, und das seit Jahren, um den Franken zum Abwerten zu bekommen. Schweizer Produkte sollen für ausländische Käufer nicht immer teurer werden, und die Schweiz soll für ausländische Touristen noch erschwinglich sein. Seit Monaten stellt man sich als Beobachter die Frage, ob die Schweizerische Nationalbank (SNB) nicht doch endlich mal eine Art Finanz-Bazooka aktiviert, und zum Beispiel am Devisenmarkt mit extrem großen Geldsummen interveniert, um den Franken zum Abwerten zu bekommen (Franken drucken und gegen Euro und Dollar verkaufen).

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Schweizer Franken wertet auf

Euro vs Schweizer Franken ist seit gestern Mittag von 1,0960 bis jetzt auf 1,0911 im Tief gefallen. Damit wurde das Tief im Währungspaar bei EURCHF vom letzten Mittwoch unterschritten. 1,0811 von Anfang September ist der entscheidende Tiefpunkt. Bis dahin war der Franken bereits aufgewertet. Begibt er sich nun erneut auf einen Anlauf in diese Richtung? Im folgenden Chart sieht man Euro vs Schweizer Franken seit Juli. Mehrmals ging es hin und her in einer Spanne von bis zu 250 Pips. Momentan läuft es wieder gen Süden im EURCHF (Franken-Aufwertung).

Handelskrieg und Notenbanken

Aktuell kann man die Stärke im Schweizer Franken mit einem wohl neuen Aufleben des Risk Off Trades erklären. Die Spannung am Markt rund um den Handelskrieg nimmt zu. Und die Frage wird immer lauter gestellt, ob ab dem 15. Dezember neue US-Zölle gegen China in Kraft treten werden. Die Nervosität nimmt auch deswegen zu, weil vor allem von US-Seite seit Wochen nur warme Worte kommen, aber keinerlei handfeste Resultate. Markus Fugmann hat hierzu die aktuelle Lage vorhin gut erklärt, welche auch den Dax heute spürbar runterzieht. Aktien fallen – der Risikohunger sinkt also, und der Schweizer Franken kann etwas zulegen als „Sicherer Fluchthafen“. Der Goldpreis kann aktuell auch etwas zulegen um 5 Dollar auf aktuell 1.466 Dollar.

Auch könnte es die nächsten beiden Tage zu Schwankungen zwischen dem Schweizer Franken sowie Dollar und Euro kommen. Denn morgen Abend verkündet die Fed ihre Zinsentscheidung – auch wenn niemand hier Veränderungen oder spannende Aussagen erwartet. Donnerstag früh vermelden dann die Schweizer mit ihrer SNB ihre Zinsentscheidung, wo aber auch nichts Neues erwartet wird. Spannender wird da schon die Zinsentscheidung der EZB Donnerstag um 13:45. Es ist die erste Verkündung und PK unter der neuen Chefin Christine Lagarde. Der Euro könnte sich durchaus bewegen, und somit auch den Franken in Schwingung versetzen.

Euro vs Schweizer Franken seit Juli

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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