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Devisen

Schweizer Franken wertet immer weiter ab – aktuelle Bankenumfrage als Kontraindikator?

Der Schweizer Franken wertet immer weiter ab, genau so wie es sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) wünscht. Jahrelang hatte Sie Euro vs Schweizer Franken bei exakt 1,20 eingefroren. Durch das plötzliche Aufheben dieser…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Schweizer Franken wertet immer weiter ab, genau so wie es sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) wünscht. Jahrelang hatte Sie Euro vs Schweizer Franken bei exakt 1,20 eingefroren. Durch das plötzliche Aufheben dieser Schwelle stürzte der Kurs am 15. Januar 2015 (für Börsianer ein unvergessener Tag) in wenigen Augenblicken von 1,20 auf bis 0,82 ab (zweiter Chart). Der Franken wertete also massiv auf, und korrigierte in wenigen Sekunden die Verzerrung, die die Notenbank jahrelang kreiert hatte.

Danach hatte die SNB dazu gelernt, und intervenierte seitdem im laufenden Devisenhandel ohne starre Grenze, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Auch wirken immer mehr die deftigen Negativzinsen in der Schweiz, die es schaffen den Schweizer Franken zu schwächen. Mit aktuell fast 1,17 bei Euro vs. Franken hat man inzwischen den allergrößten Teil der Lücke vom Januar 2015 geschlossen. Der Euro steigt, der Franken wertet immer weiter ab. Heute nun kommt eine aktuelle Umfrage der Credit Suisse unter Finanzanalysten auf den Tisch.

Demnach rechnen 40% der befragten Analysten mit einer Fortsetzung der Franken-Abwertung in den nächsten sechs Monaten. Mit 40% war der Anteil der Analysten, die an eine weitere Abwertung glauben, so hoch wie seit Mai 2015 nicht mehr. Nur 16% der befragten Analysten glauben an eine Aufwertung des Franken. Als langjähriger Beobachter weiß man ja inzwischen: Stimmungsindikatoren und Erwartungen der breiten Masse von „Experten“ kann man oft gut und gerne als Kontraindikatoren ansehen.

Es ist nicht unsere Meinung, aber man kann diese weitere Abwertungs-Erwartung auch gerne als Kontraindikator betrachten. Immerhin hat der Franken nun schon eine zweieinhalbjährige Abwertungsstrecke hinter sich. Fundamental unterlegt werden könnte die weitere Abwertung durch die bevorstehende Veränderung der EZB-Politik, die dem Euro auf die Beine helfen sollte. Dann wäre es keine Bewegung in der Schweiz, sondern äußere Einflüsse, die den Franken noch weiter abwerten lassen.


Euro vs Schweizer Franken seit März 2017.


Euro vs Schweizer Franken seit Mitte 2014.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Marko

    25. Oktober 2017 21:41 at 21:41

    „Als langjähriger Beobachter weiß man ja inzwischen: Stimmungsindikatoren und Erwartungen der breiten Masse von „Experten“ kann man oft gut und gerne als Kontraindikatoren ansehen.“

    Na dann kann man Dich , Markus, als Kontraindikator ansehen, „der nächste Crash kommt bestimmt“ ?

    Markus, jetzt mal ohne Witz : Zerohedge,der Typ von Welt.de… Holger Zäpitsch
    Wann warst Du ein „überzeugter Bulle“ ?
    Ich glaube, noch nie, genauso wie ich ein Hardcore-Bulle bin…

    Der Franken wird dann stärker werden, wenn wir in ein Krise sind.. Siehe YEN ? – Immer diese Bären… ;D

    „Immerhin hat der Franken nun schon eine zweieinhalbjährige Abwertungsstrecke hinter sich.“

    Das lass ich mal, ohne Worte stehen, mein lieber Markus-Bär ! :D

  2. Avatar

    Marko

    25. Oktober 2017 22:09 at 22:09

    Was ich damit sagen will, der YEN hat noch lange nicht „fertig“, den CHF als zweinhalbjährige Abwertungsstrecke ? – Markus ?
    Du weißt doch ganz genau, dass der CHF, durch die SNB „verzerrt“ wurde ?
    Die Schweizer sollen froh,sein, wenn sie die 1,18 – , 1,20 erreichen ?

    Bei der nächsten großen Krise sind die Schweizer sprichwörtlich : „im Eimer“ und zwar so richtig !!!

    Tja, wenn sie den EUR hätten, wäre alles ganz anders… :D

  3. Avatar

    Ex Bänker

    26. Oktober 2017 03:53 at 03:53

    Der Schluss daraus wäre,der Euro ,der die EU kaputt macht, würde die Schweiz retten ! !

    • Avatar

      Marko

      26. Oktober 2017 14:28 at 14:28

      „Der Schluss daraus wäre,der Euro ,der die EU kaputt macht, würde die Schweiz retten ! ! “

      Exakt ! Weil man sich hinter dem EUR „verstecken“ könnte, genauso wie Deutschland vom EUR profitiert ! Die Schweiz spielt nur auf Zeit, bzw jetzt haben sie mal Glück, nicht so im Fokus zu stehen, siehe YEN usw…

      Die nächste (Finanz-)krise kommt bestimmt, die SNB hat jedwede Glaubwürdigkeit verloren, außerdem haben „gewisse Marktteilnehmer“ mit der SNB noch eine „kleine“ Rechnung offen… ;)

  4. Avatar

    Booo

    26. Oktober 2017 12:31 at 12:31

    Die Schweizer kaufen, kaufen… bald ist 1€ = 1schweizer Frank oder noch weiter. Aufpassen!

    • Avatar

      Gerd

      26. Oktober 2017 12:48 at 12:48

      Als Währungs-Laie nehme ich an, Sie meinen das in irgendeiner, mir nicht verständlichen Form ironisch, oder?
      Nach meinem Dafürhalten läuft es seit geraumer Zeit nämlich genau andersherum.

  5. Avatar

    Booo

    26. Oktober 2017 12:55 at 12:55

    Berg hoch Berg untern. Wie immer! Schweizer kaufen Euro und wollen billig exportieren. Bald wirds wieder anderes rum laufen.

  6. Avatar

    Eidgenoss

    26. Oktober 2017 14:14 at 14:14

    @Booo, es geht hier nicht um billig zu exportieren,es geht hier nur um die extreme Stärke des Frankens gegenüber der südeuropäischen Schwellenlandwährung (Euro) abzufedern.Da die Schweiz keine Rohstoffe hat ist sie auch auf Exporte angewiesen.Als einer der grössten Abnehmer von deutschen Produkten hätte auch DE kein Intersse an einer kaputten Schweiz.Immerhin waren CH Arbeiter beim FR-Schock 2015 kurzfristig bereit 10% mehr zu arbeiten ( bei gleichem Lohn u.42 Std. Woche )
    während in der “ Grande Nation FR “ u. Muster EU -Knabe nicht einmal die 35 Std.diskutiert werden durfte.Wenn einer meint die CH mache Währungsschwächung der sollte mal bitte Langfristcharts gegen Dollar u.Euro ansehen.

  7. Avatar

    Marko

    26. Oktober 2017 14:49 at 14:49

    „…es geht hier nicht um billig zu exportieren,es geht hier nur um die extreme Stärke des Frankens gegenüber der südeuropäischen Schwellenlandwährung (Euro) abzufedern…“

    Sehr schön :D … Tja, die „Schwellenländer“ werden jetzt gefeiert, nach der EZB-Entscheidung…

    Natürlich will das „große Kanton“ nicht, dass es der Schweiz schlecht geht.
    Beim, bzw. nachdem Frankenschock, haben mehrere Schweizer Unternehmen gedroht, ihre Produktionsstätten (Maschinenbau) nach Deutschland zu verlegen !
    Na klar, einer Nestle kann ein EUR/CHF ca. 1 egal sein, als Weltkonzern, aber den Mittelständlern in der Schweiz definitiv nicht !!

  8. Avatar

    Eidgenoss

    26. Oktober 2017 15:12 at 15:12

    Siehe Artikel von 11″55 Uhr,
    aha die EU feiert gerade weil die Bürger mit den Nullzinsen weiter enteignet werden.Es gibt auch Leute die an der Beerdigung eine Feier machen!

  9. Avatar

    Marko

    26. Oktober 2017 15:57 at 15:57

    Die „Schwellenländer“ werden deshalb „gefeiert“, (Schwellenländer, das sind die Südeuropäer), weil man „dort unten“ Angst hat, vor Zinserhöhungen. Der Italiener Draghi hat geliefert… Den Nordeuropäern wäre eine Zinserhöhung, bzw. Rücknahme der Negativzinspolitik egal.

    Außerdem, mein lieber Eidgenoss (Sie sind Schweizer?), solange die EZB die Zinsen nicht erhöht, bleibt Ihr Schweizer auf Euren Negativzinsen ebenso sitzen, und dies garantiert ! ;)

  10. Avatar

    Booo

    26. Oktober 2017 19:58 at 19:58

    Banken kaufen Euro und so treiben nach oben.
    Bald verkaufen die und Euro gehet bis 0,98. wartemal paar Wochen!

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

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Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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