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Schweizerische Nationalbank: Eine Zentralbank-Aktie mit 62% Kursgewinn in 17 Tagen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist nicht nur die offizielle Zentralbank der Schweiz, sondern ebenso börsennotiert. Eine börsennotierte Aktie, die garantiert nicht pleite gehen kann. Das ist schon mal genial. Dazu wird es noch genialer, dass diese…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist nicht nur die offizielle Zentralbank der Schweiz, sondern ebenso börsennotiert. Eine börsennotierte Aktie, die garantiert nicht pleite gehen kann. Das ist schon mal genial. Dazu wird es noch genialer, dass diese Aktiengesellschaft ihr eigenes Geld drucken kann. Und das tut sie auch. In einem obszönen Ausmaß druckt sie immer weiter Franken, um sie gegen Dollar und Euro zu verkaufen.

Aus diesem inzwischen gigantischen Portfolio produzierte sie quasi aus dem Nichts letztes Jahr einen Gewinn von 54 Milliarden Schweizer Franken. Wir haben in früheren Artikeln schon ausführlich erklärt, dass dieser Gewinn aber nur strikt begrenzt an den Schweizer Staat (Kantone usw) abgeführt wird. Ebenso erhalten die freien Aktionäre nur maximal 15 Franken Dividende pro Aktie. Sonst würde sich wohl die ganze Welt auf diese Aktie stürzen!

Zuletzt am 9. Januar, als dieser gigantische Gewinn veröffentlicht wurde, berichteten wir über diese sonderbare Aktie. Da schrieben wir auch davon, dass der Aktienkurs immer weiter steigt. Von Änderungen der Dividendenbeschränkungen oder ähnlichem ist nichts zu hören. Also bleibt quasi nur die Spekulation, dass die SNB eines Tages beschließen könnte die Aktie von der Börse zu nehmen.

Dann müsste sie die bestehenden freien Aktionäre auszahlen, zu entsprechend hohen Kursen! Aber auch das ist nicht in Sicht. Es bleibt eine Spekulation. Und hinzu kam in den letzten Tagen noch die aggressive Kaufmempfehlung vom hierzulande gut bekannten Herrn Bernecker, der von Kurszielen von 5500 und 6000 Franken sprach. Und nun, 17 Tage später, kann man im Chart folgendes bewundern. Der Kurs stieg weiter und weiter, immer steiler. Bis er dann ab diesem Mittwoch endgültig zu explodieren begann über die 5200 Franken.

Heute erreichten wir in der Spitze 6800 Franken (aktuell 6200 Franken). Am 9. Januar lagen wir noch bei 4200 Franken, was auch schon extrem hoch war. Für Dividendenjäger bedeutet dieser Anstieg, dass ihre maximale Dividende von 15 Franken jetzt nur noch eine Dividendenrendite von 0,24% darstellt (wenn man jetzt kauft). Also ist die Aktie folglich eine reine Spekulationsnummer. Dazu kommt noch, dass die frei gehandelten Stücke sehr begrenzt sind.

Enger Markt, totaler Schutz der Aktie gegen einen Firmenkonkurs, was braucht man mehr? Wie schon bei 4200 Franken wollen wir auch heute bitte niemandem zum Einstig drängen! Bei so steilen Anstiegen weiß man nie, was passiert. Aber meine Güte, was für ein Anstieg von 62% in nur 17 Tagen – und das auch noch in einer Notenbankaktie der „langweiligen“ Schweizer!


Der Aktienkurs der SNB seit Juli 2017.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    frank

    27. Januar 2018 22:06 at 22:06

    was??? ihr wollt mir doch nicht ernsthaft erzählen dass es Aktien der Schweizer Nationalbank gibt. Ist das ernst gemeint? Die SNB ist doch kein Unternehmen…

    • Avatar

      leftutti

      30. Januar 2018 22:50 at 22:50

      @frank, wenn es um die Schweizer und deren Kreativität ums Geldschöpfen geht, dürfen Sie sich über gar nichts wundern. Die sind schon immer neutral und losgelöst, nicht nur politisch, auch was Werte, Ethik und Moral angeht, geldpolitisch sowieso. In diesem werten Lande wurden Nazi-Vermögen gebunkert, hier wurde Beutekunst gewaschen und durchgeschleust, hier wurde das Image für Bankgeheimnis schlechthin kommuniziert, um es irgendwann gewinnbringend auf CD zu leaken.
      Heute haben sich die Prioritäten hauptsächlich Richtung Nord-Osten bis Süden verschoben, aber Schweiz bleibt Schweiz: Einfach nur neutral ;)

  2. Avatar

    Mike

    29. Januar 2018 07:12 at 07:12

    sieht eher wie ein Krypto Kurs aus….

  3. Avatar

    Mir ist alles klar

    19. Februar 2018 16:21 at 16:21

    @leftutti
    Es wird sie immer geben, Leute wie Sie. Für Sie ist es normal, unser Land zu verteufeln, auf’s übelste beschimpfen und durch noch so blödes Geschwätz durch den Dreck zu ziehen. Vielleicht sind Sie ja sogar noch ein Schweizer, der davon profitiert hat, dass die Schweiz nicht immer so tickt, wie es sich die grossen Wünschen. Unser Land ist trotz einigen Unzulänglichkeiten das schönste, sauberste und angenehmste der Welt. Ich habe in vielen Ländern der Welt gelebt, immer als stolzer Schweizer im Ausland.

  4. Avatar

    Altbär

    19. Februar 2018 19:15 at 19:15

    Es ist schon lange bekannt,dass die SNB der grösste Hedge-Fond ist, mit einem EK von ca. 10%.
    Leider wurde sie gezwungen immense Summen von Euros u.Dollars zu kaufen, da sonst die Aufwertung des Frankens die ganze Wirtschaht u.das Land kaputt gemacht hätte.( Danke Draghi u EZB) Das ganze ist also nur eine erzwungene Übernahme der Zins u.Abwertungspolitik der andern Notenbanken.
    Was aber auch zu denken geben sollte, die SNB hat in ihrem Depot immense Mengen von Apple u.andern US -Aktien. ( gekauft mit gedrucktem Geld ) Irgendwann müssen die doch glattgestellt werden, denn bei einer Korrektur von ca. 10% wäre das ganze Eigenkapital weg.
    Das ist dann die andere Seite der extremen Hebelung,was eben auch den grossen Kursanstieg bei steigenden Aktien ermöglicht.

  5. Avatar

    leftutti

    19. Februar 2018 23:48 at 23:48

    @Ihnen ist ist alles klar: Auch ich befinde die Schweiz als recht schönes und sauberes Land. Vorab, ich bin kein Schweizer, der davon profitiert hat, dass die Schweizer Uhren nicht für alle Menschen gleich ticken.
    Ich bin ein international tätiger Wissenschaftler in der Umwelt-Forensik, der die meiste Zeit seines Lebens damit verbringt, nördlich des Nordpolarkreises oder in Gletscherregionen der Alpen (auch in der Schweiz) den Rückzug von Eismassen zu erforschen und zu dokumentieren.
    Die forensische Vorgehensweise ist unabhängig vom Forschungsgebiet, lässt sich überall anwenden und impliziert im Falle der Schweiz, den Weg des Geldes, aktuell und historisch, zu verfolgen.

    Ich will Ihr schönes Land nicht verteufeln, schon gar nicht aufs Übelste beschimpfen oder durch den Dreck ziehen. Der Weg des Geldes führt einfach durch und in das schöne Land, heute, gestern und auch in dunkelsten Zeiten vorgestern. Da will ich nichts beschönigen und nichts verteufeln, die Forensik ist frei von derartigen Bewertungen.

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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