Devisen

Schweizerische Nationalbank hat Zinsentscheidung verkündet

Soeben hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Zinsentscheidung verkündet. Der Banken-Einlagenzinssatz von bisher -0,75%, den Banken zur Strafe für die Hinterlegung von überschüssiger Liquidität an die Schweizerische Nationalbank zahlen müssen, bleibt bei -0,75%. Aber die SNB erhöht den Freibetrag für die Banken, so dass ihre Belastung durch den Strafzins abgemildert wird! Der Schweizer Franken reagiert in den ersten Augenblicken nach der Verkündung enttäuscht. Euro vs Schweizer Franken verliert aktuell 35 Pips auf 1,0975. Der Franken wertet also auf. Tja, ein Teil des Devisenmarktes hatte halt mit einer Zinssenkung gerechnet, nachdem die EZB erst vor Kurzem vorgelegt hatte!

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Hier der wichtigste Teil der SNB-Veröffentlichung zur aktuellen Entscheidung im Wortlaut:

Die Nationalbank belässt den SNB-Leitzins und den Zins auf Sichtguthaben bei der SNB unverändert bei −0,75%. Sie ist weiterhin bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, und berücksichtigt dabei die gesamte Währungssituation. Die Nationalbank
passt ausserdem die Berechnungsgrundlage für den Negativzins auf den Sichtguthaben bei der SNB an.

Die expansive Geldpolitik ist angesichts der jüngsten internationalen Entwicklungen und der Inflationsaussichten in der Schweiz nach wie vor notwendig. Die Lage am Devisenmarkt bleibt fragil, und der Franken hat sich handelsgewichtet aufgewertet. Er bleibt hoch bewertet. Negativzins und Interventionsbereitschaft sind wichtig, um der Attraktivität von Anlagen in Franken entgegenzuwirken und damit den Druck auf den Franken zu verringern. Die Nationalbank stabilisiert so die Preisentwicklung und unterstützt die Wirtschaftsaktivität.

Die Nationalbank passt die Berechnungsgrundlage für den Negativzins wie folgt an: Der Negativzins wird weiterhin auf jenem Teil der Sichtguthaben der Banken bei der SNB erhoben, der einen bestimmten Freibetrag überschreitet. Dieser Freibetrag wird neu monatlich
aktualisiert und wird so Entwicklungen in den Bilanzen der Banken über die Zeit widerspiegeln. Die Anpassung der Berechnungsgrundlage trägt dem Umstand Rechnung, dass sich das globale Tiefzinsumfeld in letzter Zeit weiter verfestigt hat und noch länger anhalten könnte. Die Anpassung führt dazu, dass der Freibetrag für das Bankensystem steigt und die
Negativzinseinnahmen der SNB sinken. Die neue Freibetragsberechnung tritt per 1. November 2019 in Kraft.

Schweizerische Nationalbank Direktorium mit Chef Thomas Jordan mittig
Schweizerische Nationalbank Direktorium. Thomas Jordan in der Mitte. Foto: SNB/P. von Ah



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