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Seit Anfang 2015 ist der Schweizer Franken wieder dem freiem Markt ausgesetzt? Von wegen…

Forex-Trader erinnern sich lebhaft an den 15. Januar 2015. Bis dahin hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) jahrelang den Schweizer Franken gegen den Euro de facto…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Forex-Trader erinnern sich lebhaft an den 15. Januar 2015. Bis dahin hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) jahrelang den Schweizer Franken gegen den Euro de facto eingefroren. Die Schwelle von 1,20 bei EURCHF war offiziell verkündet. Wann auch immer Spekulanten versuchten den Franken aufzuwerten und den Kurs unter die 1,20 zu drücken, hielt die SNB massiv dagegen. Dieses Mittel wirkte, und kaum jemand versuchte noch ernsthaft einen Gegner zu bekämpfen, der (in Gestalt der SNB) bereit war mit unbegrenzten Mitteln (Lizenz zum Franken-Drucken) dagegenzuhalten.

Dann am 15. Januar 2015 verkündete die SNB, dass man die Schwelle aufhebt. EURCHF krachte bekanntermaßen brutal runter von 1,20 bis auf 0,82. Unzählige institutionelle und private Devisentrader waren platt und verloren sehr viel Geld, weil man sich auf die Schwelle und die vorigen Aussagen der SNB verlassen hatte. Diese drastische Aufwertung des Franken (fallender Euro) konnte in den letzten zwei Jahren (siehe Chart) wieder nach und nach im freien Handel gut zur Hälfte aufgegangen werden.

Seit dem 15. Januar 2015 lässt die SNB den Franken wieder frei im Markt schwanken – er ist also den „normalen“ Kräften von Angebot und Nachfrage der Trader sowie den realen Geldflüssen ausgesetzt, die für nachhaltige Kursveränderungen sorgen. Doch schon damals hatte die SNB verkündet, dass man zwar mit all seiner Macht den Franken-Kurs nicht länger starr einfrieren könne – aber man habe nach wie vor das Ziel im freien Handel am Devisenmarkt einen zu starken Franken zu verhindern.

Und so hat man seitdem fortlaufend im tagtäglichen Interbanken-Devisenhandel den Kurs „gepflegt“, also weiterhin Franken gedruckt, und ihn gegen Fremdwährungen verkauft, vor allem Euro und US-Dollar. Damit wird natürlich tendenziell der Franken geschwächt, was ja auch das Ziel der SNB ist. Damit erhält die SNB aber riesige Fremdwährungsreserven, womit die SNB quasi zu einem der größten Aktienbesitzer der Welt aufstieg, weil man vor allem in den USA breit gestreut mit seinen Dollars US-Aktien kaufte.

Wie man heute lernen muss, läuft die fortlaufende Intervention der SNB am offenen Devisenmarkt nach wie vor auf Hochtouren. Man muss immer auf offizielle Jahresberichte warten, da die SNB nicht ständig Infos dazu herausgibt. Aber seit heute wissen wir offiziell, dass die SNB im Jahr 2016 für (durch die SNB frisch virtuell gedruckte) 67,1 Milliarden Schweizer Franken Devisen gekauft hat um den Franken zu schwächen. 2015 lag diese Summe bei 86,1 Milliarden Franken. Also kann man sagen: Trotz drastischer Negativzinsen ist die Erholung des Franken (im Chart eher ein Seitwärtstrend) keine gesunde reale Markterholung, sondern auch kontinuierlich und massiv beeinflusst durch Verkäufe gerade erst gedruckter Franken seitens der SNB.


Euro vs Schweizer Franken seit Anfang 2014.

Hier zwei Originalwortlaute der SNB aus ihrem heutigen Jahresbericht 2016:


Die Nationalbank nahm auch im Jahr 2016 bei Bedarf Einfluss auf die Wechselkursentwicklung und erwarb im Jahresverlauf insgesamt Fremdwährungen im Gegenwert von 67,1 Mrd. Franken. Sie schloss keine Devisenswaps zu geldpolitischen Zwecken ab.

Seit dem 22. Januar 2015 erhebt die Nationalbank einen Zins von – 0,75% auf Sichtguthaben, die Banken und andere Finanzmarktteilnehmer bei ihr halten. Über die Verzinsung und die Ausgestaltung der weiteren Konditionen beeinflusst die Nationalbank das Zinsniveau am Geldmarkt (siehe Kapitel 1.4, Textkasten «Wirkungsweise von Negativzinsen»). Die gesamten Sichtguthaben der Institute beliefen sich Ende Dezember 2016 auf 529 Mrd. Franken und lagen damit deutlich über der Summe der maximal ausschöpfbaren Freibeträge in der Höhe von 291 Mrd. Franken. Dem Negativzins unterlagen Ende Dezember Guthaben in der Höhe von 234 Mrd. Franken. Der Ertrag aus der Erhebung des Negativzinses belief sich im Jahr 2016 auf 1,5 Mrd. Franken. Der Ausgleich der Sichtguthaben zwischen Kontoinhabern über den Geldmarkt führte dazu, dass die Freibeträge mittlerweile fast vollständig ausgeschöpft werden.


Zu den drastischen Negativzinsen die SNB im Wortlaut:


Im Unterschied zu den Geld- und Kapitalmarktzinsen reagierten die Einlagen- und Kreditzinsen der Banken verhältnismässig schwach auf die Negativzinsen. Zum einen beliessen die Banken die Zinsen auf den Einlagen der meisten Privatkunden im positiven Bereich, um keinen umfassenden Abzug von Bankeinlagen zu riskieren. Zum anderen passten die Banken die Kreditzinsen nur teilweise an das gesunkene Zinsniveau
an, um dem Druck auf die Margen entgegenzuwirken.

Die Wirkung von Negativzinsen auf den Wechselkurs erfolgt über die Zinsdifferenz zum Ausland. Bei unveränderten ausländischen Zinsen bewirkt eine Senkung des Zinses eine Ausdehnung der Zinsdifferenz und damit einen Abwärtsdruck auf die eigene Währung. Historisch lagen die Zinsen in der Schweiz stets tiefer als in den meisten anderen Ländern, insbesondere jenen der Eurozone. Seit der Finanzkrise wurde diese Zinsdifferenz jedoch immer kleiner und kehrte sich nach der Einführung des Negativzinses in der Eurozone im Juni 2014 für sehr kurze Laufzeiten sogar um. Der Negativzins in der Schweiz stellte die ursprüngliche Zinsdifferenz zum Ausland teilweise wieder her und reduzierte dadurch den Aufwertungsdruck auf den Franken.

Bankguthaben können in Bargeld umgewandelt werden. Aus diesem Grund kann eine Zentralbank den Zins nicht beliebig senken. Die Zinsuntergrenze liegt allerdings nicht bei null, sondern im negativen Bereich, weil die Haltung von Noten, deren Transport, Aufbewahrung und Versicherung mit hohen Kosten und Risiken verbunden sind. Ausserdem eignen sich Sichtguthaben für die Abwicklung vieler Transaktionen besser als Banknoten. Die Erfahrung mit dem Negativzins hat gezeigt, dass in der Schweiz ein Satz von –0,75% zu keinen grossen Umschichtungen von Sichtguthaben in Banknoten führt. Dies deutet darauf hin, dass die Zinsuntergrenze noch nicht erreicht ist.




Quelle: SNB

16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    leser

    23. März 2017 17:12 at 17:12

    In der „freien“ Wirtschaft wäre das ein Fall für’s Kartellamt und die Monopolkommission. Im realen Geldsozialismus halten die Leute das für normal.

  2. Avatar

    Währungskriegsberichterstatter

    23. März 2017 19:49 at 19:49

    Die Schweiz leidet natürlich am weltweiten Währungskrieg als kleines Land am meisten.(Mokatasseneffekt.)Wenn nur ein kleiner Teil der weltweiten Vermögen in den CH Franken fliesst stärkt das den Franken zu sehr, ein Grund ist natürlich auch,dass Deutschland als grösster Handelspartner mit der Fehlkonstruktion Euro eine viel zu schwache Währung hat.Die Alternative wäre (was ein ex UBS Bänker für richtig fände ? )den Marktkräften freien Lauf lassen, der Franken würde sehr stark steigen,die ganze Wirtschaft würde kaputt gehen,am Schluss würde dann der Franken wieder ein schwaches Fränkli werden.Die SNB spielt mit dieser aufgezwungenen Politik nur auf Zeit und muss hoffen,dass sich mit dem Euro etwas ändert.Die Schweizer Arbeiterschaft leidet heute schon extrem unter der starken Währung.So waren z.B.bei der Erstarkung im Januar 2015 viele Firmen gezwungen die Tagesarbeitszeiten von 8 auf 9 Stunden ( bis auf weiteres) zu erhöhen u.alle machten ohne Murren mit. ( = 12% mehr bei gleichem Lohn.ln Frankreich z.B.hat man bis jetzt nicht einmal gewagt die 35 Std. Woche anzutasten!, Auch die Amis ,die die Schweiz als Währungsmanipulator brandmarken sollten einmal einen langenFr/ Dollar Chart ansehen,am Hochpunkt ca.1985 lag der Dollar bei ca. 2, 79 heute ca.1,0

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    Marko

    24. März 2017 11:41 at 11:41

    „ein Grund ist natürlich auch,dass Deutschland als grösster Handelspartner mit der Fehlkonstruktion Euro eine viel zu schwache Währung hat.Die Alternative wäre (was ein ex UBS Bänker für richtig fände ? )den Marktkräften freien Lauf lassen, der Franken würde sehr stark steigen,die ganze Wirtschaft würde kaputt gehen,am Schluss würde dann der Franken wieder ein schwaches Fränkli werden.“

    Die Alternative wäre, sich so wie Deutschland hinter dem EUR zu „verstecken“, man ist eben stur im „kleinen Kanton“, wie lange noch, liebe Schweiz… ? wann lasst Ihr`s das nächste Mal „crashen“ ?

    Natürlich ist der EUR für Deutschland viel zu schwach… Deutschland macht nix, die Schweizer drucken Franken wie verrückt, also entweder, „freies floaten“ oder der EUR, ist doch ganz einfach ?

    Natürlich können Staaten sich an den EUR „koppeln“, siehe Dänemark,die DKK ist sozusagen der EUR, die Schweiz kann, bzw. „darf“ das nicht…

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    Marko

    24. März 2017 12:02 at 12:02

    Wie ist das „Fehlkonstruktion EUR“ an allem Schuld.. ?

    Wieso steht der „Winzling“ Schweiz / CHF 1:1 zum USD ?

    Weil die Leute „Sicherheit“ suchen ? War denn der Franken-Crash nicht etwa ein Vertrauensverlust für den „sicheren Hafen“ CHF/SNB ?

    Man stellle sich mal vor, was los wäre, hätten „wir“ die Deutsche Mark noch ? Wechselkurs DM / USD so um die 0,3 – 0,5 ?!? :D

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    Marko

    24. März 2017 12:32 at 12:32

    Und für die Schweiz an sich, war die Zeit „vor-Lehman“ ok. EUR/CHF um 1,5-1,7
    – das war vertretbar.

    Aber dann kam Lehman und die QE-Programme, weltweite Finanz- / Bankenkrise, EUR-Krise. Flucht in die „Sicherheit“, Bund-Future, CHF usw…

    Wie die Schweiz da herauskommen will ? Zurück zum „normalen Wechselkurs“… ?

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    Marko

    24. März 2017 12:51 at 12:51

    Um meine eigene Frage zu beantworten : der „Schlüssel“ für die Schweizer ist die EZB. Die EZB wird wohl spätestens ab September Ihr Anleihenprogramm und den Einlagezinssatz zurückfahren (müssen), wenn nicht sogar im Juni.
    Der Druck auf die EZB kommt natürlich durch die FED – Zinserhöhungen.
    Das ist gut so, Zinserhöhungen , auch wenn es komisch klingt, sind „gut“ für den Markt.
    Eben weil der Markt viel zu lange durch die QE-Programme auf Niedrigstzins-Niveau „herumgekrebst“ hat.

  7. Avatar

    Währungskriegsberichterstatter

    24. März 2017 14:07 at 14:07

    Tut der Liebe Marco nur so oder hat er gar nichts verstanden
    1.Wenn deutsche Mitbürger mitentscheiden könnten,hätte Detschland auch keinen Euro (mehr).
    2.War der sogenannte Frankencrash eine Aufwertung des Frankens ,also kein Vertrauensverlust! !
    3.Einer Fehlkonstruktion beizutreten,die schon am Zerfallen ist ist auch nicht schlau , übrigens war derEuro ein rein politisches ( Friedensprojekt ) ? ? wovor sehr viele Ökonomen gewarnt haben.

    • Avatar

      Michael

      24. März 2017 23:11 at 23:11

      @Währungskriegsberichterstatter
      Wie kommen Sie denn auf den Blödsinn, dass Deutschland keinen Euro mehr hätte, wenn deutsche Mitbürger mit entscheiden könnten? Bestenfalls 10 bis 15% sind in unbedeutenden Meinungsumfragen während des Jahres für eine Abschaffung des EURO, zu Zeiten aufkochender Wut vielleicht sogar mal 25%.
      Vor und zu den Wahlen reduziert sich dann dieser Anteil von Schreihälsen auf 5% und weniger.

  8. Avatar

    Marko

    24. März 2017 14:30 at 14:30

    Tut mir leid, lieber Währungskriegsberichterstatter,

    1. wenn ich als SNB sage : Wir verteidigen den CHF, komme, was da wolle ! Dann gilt mein Wort – Das hat die SNB übrigens getan, ab ca. 2011/2012 (Griechenlandkrise), aber irgendwann musste sogar der „sicherere Hafen“ zugeben : jetzt ist Schluss mit lustig ! :D

    2. Wieso solten die „deutschen Mitbürger“ aus dem EUR austreten (wollen) – zurück zum Chaos (siehe CHF???)

    3. War der EUR kein politisches Friedensprojekt, die Franzosen wollten eigentlich , damals, den „Franken“ mit Bankensitz in Paris ? Muss ich noch mehr sagen ? :D
    Die Bundesbank hat „vor-dem-EUR“ gesagt, was Sache ist (Zinserhöhungen bzw. Zinssenkungen), das hat so Manchem nicht so ganz in den Kram gepasst. Man wollte durch den EUR die „starke DM“ schwächen….

    Das Resultat sehen wir heute… ;) :D

  9. Avatar

    Währungskriegsberichterstatter

    24. März 2017 14:48 at 14:48

    Marco, immer noch nicht verstanden,Das Ganze ist kein Frankenproblem sondern ein Problem der extremen Euroschwäche,wenn die SNB kapitulieren musste ,heisst das ,dass die SNB den Eurofall nicht mehr aufhalten konnte,gegen Yen u.Dollar u.s.w. hat der Franken weniger Probleme .Übrigens hatte Kohl nicht versprochen ,der Euro werde so stark wie die D.Mark werden ! !

    • Avatar

      Marko

      24. März 2017 15:20 at 15:20

      Herr Währungskriegsberichterstatter,

      wer ist denn eigentlich in der Bredouille, der EUR oder das Schweizer Fränkli ? :D

      „gegen Yen u.Dollar u.s.w. hat der Franken weniger Probleme..“

      Das kann man wohl sagen, aber der CHF gegenüber dem USD das ist auch nicht lustig.
      Fakt ist doch, die Schweiz „gehört“ zu Europa, dass der EUR einen riesengroßen Druck auf die Schweiz ausübt, sollte doch klar sein ?

      Ist Ihnen klar, was bei dem EUR-Staat XY loswäre, sollte man aus dem EUR austreten wollen ?!? Der EUR-Staat würde von einer Finanzmarktwelt-Lawine erdrückt werden, die es in sich hätte. Was ich damit sagen will : Eine Le Pen usw ist irrlevant, ein EUR-Austritt eines EUR-Staates aus dem „Fehlkonstrukt“ ist gar nicht mehr möglich. Nur Deutschland könnte aus dem EUR austreten, aber dann dürfte man schon mal fragen : WIESO ?

      Darf ich mal fragen, sind Sie Schweizer ? Ist der EUR an allem Schuld ?

      VG

      Marko

  10. Avatar

    Marko

    24. März 2017 14:55 at 14:55

    Der Sitz der EZB ist in Frankfurt – was wohl niemals passieren wird, ist, dass der EZB-Präsident ein Deutscher ist. Warum wohl ? :)

    Sprich : es hat sich schon etwas geändert, die Europärer sagten „vor-dem-EUR“ :
    Das geht doch nicht, die Bundesbank nimmt nur Rücksicht auf Deutschland (Konjunktur/Zinsen usw) und wir „anderen“ müssen uns fügen. Das war auch so, alle anderen Staaten mussten bei eventuellen Zinserhöhungen „mitziehen“ – andernfalls… :D

    Das hat sich zweifelsohne geändert : jetzt muss die EZB auf „Gesamteuropa“ achten. Deutschlands Vorteil ist eben jener, keine „eigene Währung“ mehr zu haben. Man kann sich hinter dem EUR „verstecken“, „wir“ sind nicht mehr „angreifbar“ – die Schweizer sind eben die Schweizer… ;)

  11. Avatar

    Währungskriegsberichterstatter

    24. März 2017 16:08 at 16:08

    Marco ,du kannst natürlich deine Meinung haben,hast vielleicht schon gemerkt,dass es dem vernünftigen Schäuble dabei auch nicht wohl ist,zudem wird euch der Donald bald den billigen Euro austreiben,noch ein Vorschlag ,wenn du das Gefühl hast eine billige Währung sei gut,kann Deutschland sich mit der türkischen Lira zusammenschliessen, würde gut passen,die ist noch mehr gefallen u.jetzt ist Schluss werde glücklich mit dem Euro! !

  12. Avatar

    Marko

    24. März 2017 17:12 at 17:12

    Also ist der CHF teuer ?

    Ja, das würde ich knallhart so sehen.

    Wenn die Schweizer nicht wollen, nicht mein Problem.

    „der Donald bald den billigen Euro austreiben“

    Der Donald wird „uns“ den billigen Donald ähh EUR austreiben ? Wie denn ? Der „Schreihals“ kriegt das hin ? wie siehts den aus mit dem Mauerba zu Mexiko ? :D

  13. Avatar

    Lars

    24. März 2017 21:47 at 21:47

    Die Schweiz hat nach vernünftigen Maßstäben seit vielen Jahren jeglichen Nimbus auf Neutralität und auch Seriosität verspielt.
    Die Schweiz ist und war immer schon Zuflucht, Markt- und Tummelplatz für abenteuerliche dubiose Multimilliardäre aus der ganzen Welt. Ein sicherer Hafen sowohl für Terrorscheiche, als auch für europäische, amerikanische, russische und chinesische Mafiakonglomerate.
    Sie war bereits in der ersten Hälfte der 1900er Jahre Auffanglager und Umschlagplatz für die Schätze und Vermögen von Kriegsverbrechern aller Couleur.
    Sie ist Verkäufer und Profiteur des eigenen Verrates am legendären schweizer Bankgeheimnis, wenn es um „normale Bankkunden“ bis zu einer gewissen Einlagehöhe geht.
    Außerdem Zerstörer von unglaublichen Summen und Existenzen, weil über Nacht am 15. Januar 2015 die Koppelung an den EUR grundlos ohne Vorwarnung aufgehoben wurde.
    Das scheint die schweizer Definition von Neutralität zu sein, manche würden es als opportunistisch bezeichnen.

  14. Avatar

    Detlev Unschuldig

    25. März 2017 10:24 at 10:24

    Hier kommentieren anscheinend frustrierte Anleger,die wegen der SNB wie viele andere beim Euro/ Fr Crash Geld verloren haben.Ich muss zugeben,dass ich Glück hatte u.der einfachen Überlegung : Euro gegenFr kaufen ,bei 1,20 wird gestützt ,kann höchstens steigen ,widerstehen konnte.Man kann natürlich dieSNB kritisieren, lhr Tun wird ihr aber von den andern Notenbanken aufgezwungen.Noch etwas zum Schweiz Bashing vonLars , auch deutsche Panzerverkäufe an das bankrotte Griechenland sind wahrscheinlich über die Schweiz finanziert worden,auch bei der FIFA gabs lange nur korrupte Schweizer, bitte zuerst vor der eigenen Türe wischen ! !

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

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Einzelhandelsumsätze boomen in der Coronakrise – bis auf ein Segment

Claudio Kummerfeld

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Leeres Einkaufszentrum als Symbol für die Coronakrise

Wenn man in der Coronakrise schon kein Geld für Restaurants, Theater, Kinos oder Urlaubsreisen ausgeben kann, dann kann man doch immerhin noch sein Haus, seine Wohnung oder den Garten verschönern? Und zuhause gut essen ist ja auch drin. Dementsprechend wandeln sich die Einzelhandelsumsätze in den letzten Monaten.

Unterm Strich geben die Deutschen deutlich mehr aus als noch im Vorjahr, und auch mehr als direkt vor Ausbruch der Coronakrise. Dies wird untermauert durch die vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Einzelhandelsumsätze für Oktober. Sie steigen im Vergleich zu Oktober 2019 um 8,2 Prozent, und im Vergleich zu Februar 2020 um 5,9 Prozent. Das ist eindeutig. Der Onlinehandel boomt am Stärksten, die Heimwerkermärkte boomen, und auch der Lebensmitteleinzelhandel. Ein klarer Wink hin zu mehr Konsum in den eigenen vier Wänden. Nur der stationäre Einzelhandel mit Bekleidung ist spürbar rückläufig. Klar, wenn man deutlich weniger ausgeht, hat man auch weniger den Drang neue Klamotten zu kaufen. Hier die Detailangaben der Statistiker über die Einzelhandelsumsätze im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2020 real 7,3 % und nominal 10,3 % mehr um als im Oktober 2019. Dabei lag der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkte real 7,9 % und nominal 10,9 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 3,0 % und nominal 6,5 % mehr um.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 9,0 % und nominal um 9,4 %. Das größte Umsatzplus mit real 29,8 % und nominal 31,1 % erzielte der Internet- und Versandhandel. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,2 %. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau waren dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -6,4 % und -2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Grafik zeigt Einzelhandelsumsätze für Oktober im Detail

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Autoindustrie: Die Stimmung hat sich brutal verfinstert!

Claudio Kummerfeld

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Riesiger Parkplatz mit unzähligen Autos

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie (Hersteller und Zulieferer) hat sich brutal verfinstert. Laut heute früh veröffentlichten Umfrageergebnissen des ifo-Instituts ist die aktuelle Geschäftslage der Branche zwar noch akzeptabel mit einem Wert von +7,2 Punkten nach -2 Punkten im Oktober. Aber die Geschäftserwartungen der Autoindustrie sinken aktuell dramatisch ab, von +16,3 im Oktober auf -4 Punkte im November! Der Chart zeigt den Absturz der Stimmungslage in der Autoindustrie in den letzten Monaten. Im Moment läuft es noch, aber der Blick in die Zukunft macht die Firmen gegenwärtig nicht glücklich, so ifo aktuell in seiner Headline-Aussage. Weitere Aussagen hier im Wortlaut:

„Im Oktober haben wir einen Einbruch bei den gewerblichen Neuzulassungen gesehen. Das wird sich wahrscheinlich fortsetzen, aufgrund der großen Unsicherheit bei den Unternehmen“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

Die Unternehmen gaben an, ihre Produktion deutlich drosseln zu wollen. Der Indikator sank von plus 38,6 Punkte auf minus 0,5 Punkte. Die Exporterwartungen fielen deutlich von plus 19,0 Punkten im Oktober auf minus 5,0 Punkte. Auch gab immer noch die Mehrheit der Unternehmen an, die Zahl ihrer Mitarbeiter zu verringern. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 34,6 Punkte.

Der Auftragsbestand konnte zuletzt nicht mehr so stark zulegen. Der entsprechende Indikator sank deutlich auf 6,2 Punkte, nach 29,3 im Oktober. Der Bestand im Fertigwarenlager ist allerdings weiterhin geringer als saisonüblich. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 4,9 Punkte.

Chart zeigt Verlauf der Geschäftserwartungen der Autoindustrie

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