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Selbstfahrende Autos im Alltag: Da wird erst einmal verdammt viel Geld verbrannt

Nach Begriffen wie „Big Data“, von denen vor mehreren Jahren auch noch nie jemand gehört hatte, sind seit Kurzem als Trend die selbstfahrenden Autos in Mode. So oft wie man das Thema hört, könnte man meinen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach Begriffen wie „Big Data“, von denen vor mehreren Jahren auch noch nie jemand gehört hatte, sind seit Kurzem als Trend die selbstfahrenden Autos in Mode. So oft wie man das Thema hört, könnte man meinen ab Januar 2018 würde der Straßenverkehr umgestellt, und der Mensch kann sich zurücklehnen, während das Auto problemlos von ganz alleine zum Ziel fährt. Ab wann kommt denn die große Revolution? Das Research der Deutschen Bank hat sich dazu detailliert Gedanken gemacht.

Um es im Klartext zu formulieren: Bis wir alle so richtig spürbar in einem von Technik ferngesteuerten Autoverkehr unterwegs sind, dürfte es wohl noch mindestens bis zum Jahr 2040 dauern. Derzeit sind die großen Tech-Konzerne, die bisher mit Autos nichts zu tun hatten, dabei kräftig in das Thema zu investieren. Daher ist es wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren erst einmal verdammt viel Geld verbrannt wird, bis sich das Thema auch nur ansatzweise rechnet. Firmen wie Google (Alphabet) oder Apple können so etwas problemlos jahrelang durchhalten. Autokonzerne wie BMW oder Daimler ebenfalls, aber eine Geldverbrennungsmaschine wie Tesla, da wird es eng, so möchten wir es mal vermuten.

Die DB definiert das Thema „Selbstfahrende Autos“ so: Software-Lösungen, Fahrassistenzsystemen und anderen Technologien, die ein vernetztes, autonomes, stau- und unfallfreies Fahren ermöglichen sollen. Die Langlebigkeit des Produkts Auto und die über Jahrzehnte gewachsenen „Konsumpräferenzen“ der Kunden dürften dafür sorgen, dass sich Änderungen nur langsam vollziehen. Das digitale Auto sei aber keine utopische Zukunftsvision mehr, sondern nehme allmählich Gestalt an. Da es aber so lange dauere, gehe es hierbei nicht um eine Revolution, sondern Evolution.

Die DB erwähnt, dass die Entwicklungszyklen relativ lang seien in der Autoindustrie, was auch die Dauer des Prozesses in die Länge ziehe. Da meinen wir: Gerade die großen Tech-Konzerne und ein Elon Musk von Tesla stehen doch für möglichst schnelle Änderungen. Da dürfte es doch mit dem digitalen Wandel schneller gehen als bisher. Aber abseits davon stelle man sich eine Großzahl autonom fahrender Autos mal in der Praxis vor. Flächendeckend müsste die Straßeninfrastruktur dafür ausgelegt sein, ganz abgesehen von den anderen Verkehrsteilnehmern wie Fahrradfahrern etc. Die Digitalisierung der Straße würde laut DB gar nicht angebracht sein etwa für Schwellenländer. Dort bräuchte es eher einen Ausbau von Bus und Bahn.

Es sei generell schwierig ein chaotisches System wie den Straßenverkehr zu digitalisieren (da stimmen wir Laien zu). Für eine Digitalisierung würde sich zunächst der Bahnverkehr anbieten. Im Straßenverkehr würden auch weiterhin zahlreiche nicht- oder nur teildigitalisierte Fahrzeuge und andere Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs sein – daher sei eine Übergangszeit von mehreren Jahrzehnten zu erwarten, bis der Autoverkehr spürbar umgestellt wird, so die DB. Starke Steigerungen erwarte man aber beim Ausbau von alternativen Mobilitätsdienstleistungen wie dem Carsharing. Sie könnten in 10 bis 15 Jahren rund 5% des motorisierten Individualverkehrs abdecken. Das bleibe zwar immer noch eine Nische, könne aber Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich bringen. Das eigene Auto bleibe zunächst der Normalfall.

Wie gesagt, wir sind ja Laien. Aber tritt man ein paar Schritte zurück, und betrachtet das Gesamtbild mit reichlich Abstand, dann könnte man sagen: In den nächsten Jahren wird sehr viel Geld verbrannt in die Entwicklung dieser Technologie. Nur die großen finanzstarken Konzerne und vor allem die mit entsprechender Expertise im Autobau werden das wohl durchhalten, so vermuten wir!

Die sehr interessante und ausführliche Analyse der DB können Sie hier einsehen.




Quelle: Deutsche Bank Research

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    PK

    20. Juni 2017 12:37 at 12:37

    ein Hund springt von rechts vor den Tesla, von links kommt gleichzeitig ein Kind auf einem Bobby-Car. Was macht der Tesla ? Wen fährt er um wenn er sich entscheiden muss ? Erkennt er überhaupt, daß da ein Kind unterwegs ist ? (Aktuell kann er nicht mal Verkehrschilder von einem quer stehenden LKW unterscheiden).
    Mit solchen, fast beliebigen Scenarien muss ein in der Stadt autonom fahrendes Fahrzeug klar kommen. Man kann sie nicht alle als solche Fälle exakt einprogrammieren, dazu sind die Situationen zu vielfältig. Man braucht ECHTE KI.
    Ich seh das daher ähnlich wie FMW.
    Auf der Autobahn ist das eine ganz andere Hausnummer, aber in der Stadt, keine Chance in den nächsten 2 Jahrzehnten.
    Wir haben es immer noch nicht geschafft im IFR Flugverkehr auf Piloten zu verzichten, obwohl dort ausser Wetter alle Rahmenbedingungen exakt vorgegeben sind. Es gibt keinen Verkehr zum ausweichen (wenn man mal von den Flugplätzen absieht, wo auch über VFR Lufträume angeflogen wird).
    Das Flugzeug muss nur starten, das vorgegeben Routing abfliegen, und landen.
    Im Vergleich zu einem PKW im Stadtverkehr Faktor 1000 einfacher.
    P.S. Ich bin kein Laie und hab mir meine Brötchen 20 Jahre lang als Programmierer verdient.
    P.S.S
    Als ich Tesla S mit einem Freund gefahren bin, hätte er auf einer kleinen kurvigen Strasse im Bayerwald (nachts) nach ungefähr 20 Sekunden den Abgang gemacht, wenn wir nicht eingegriffen hätten.

  2. Avatar

    Lars

    20. Juni 2017 19:49 at 19:49

    Es wäre doch schon fortschrittlich, wenn irgendwelche Sprachassistenten wie Siri, Cortana, Melania oder Ivanka mehr als 50% der Spracheingaben korrekt interpretieren würden, sofern diese mit etwas Akzent oder Dialekt gesprochen werden.
    Selbstfahrend kann man am besten an „intelligenten“ Mäh- und Saugrobotern erproben, haben sich die dann in 30 Jahren mal bewährt, darf man an den Straßenverkehr denken.
    Bis dahin sehe ich die Entwicklung von Akkus oder der Wasserstoff-Brennstoffzelle als vorrangiges Ziel.
    Der deutsche Autonarr, der sich hinter dem Steuer regelmäßig zur Bestie entwickelt, auch wenn er sonst ein vernünftiger Mensch ist, lässt sich ohnehin von keiner Technik die ihm einzig verbliebene Macht rauben: Mit 400 PS und Tempo 260 bei nebligen Regenwetter mit einem deutschen High-Tec-Auto, das dabei 20 und mehr Liter Sprit verbrennt, über die Autobahn zu jagen. Mit Hupe und Lichthupe bereits aus 500 Metern Entfernung den lächerlichen grünen Umweltfreak von der Überholspur zu fegen, der es wagt, mit nur 130 Sachen einen Lkw zu überholen.
    Ja, hier wird noch viel Geld verbrannt werden, das besser in andere Technologien investiert werden sollte.

    Der böse Lars, der auf kranke Art schon wieder über alles herfällt, was sich bewegt, dieses Mal auf vier Rädern

    • Avatar

      Petkov

      20. Juni 2017 21:59 at 21:59

      Genauso is‘ es, Lars. Und bis die Brennstoffzellen so weit sind, heißen die Überbrückungstechnologien LPG und CNG. Aber die steuerliche Entlastung für beide soll wegfallen. Hat der Bundestag entschieden. Der Schäuble hat sich dafür eingesetzt. Um ein paar zerquetschte Millionen Steuern zusammenzukehren. Das ist so, als würde ich auf gutes Vollkornbrot verzichten, damit genug Geld für Rum übrig bleibt. Natürlich machen das viele Menschen genauso. Aber die nennt man Alkoholiker. Oder Wolfgang Schäuble.

  3. Avatar

    joah

    21. Juni 2017 00:25 at 00:25

    »Firmen wie Google (Alphabet) oder Apple können so etwas problemlos jahrelang durchhalten.«

    Nein, leider nicht ganz auf aktuellem Stand: bei Apple sieht es da gerade gar nicht mal so rosig aus – nur zur Info.

    • Avatar

      joah

      21. Juni 2017 10:22 at 10:22

      …und die erpressen gerade noch ihre Zulieferer mit äußerst zweifelhaften Argumenten – Apple hat deutliche Probleme (!).

      Meine Vorhersage: Apple geht wieder pleite – deren Produktpreis hat sich zu weit vom fairen Wert entfernt und die sehen eine Änderung nicht ein (Firmenideologie). Deshalb wird hinterrücks versucht Marge herauszuknechten, was denen nicht gelingen wird.

      • Avatar

        Gerd

        21. Juni 2017 10:37 at 10:37

        Ui, das kann ja heiter werden. Zwei Pleiten.
        Tesla und Apple. Und dann noch die Trump-Regierung, das wäre die dritte.

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Banken halten bei EZB 3,3 Billionen Euro – Daten zu Strafzinsen und Freibeträgen

Claudio Kummerfeld

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Türme von Banken in Frankfurt

Die einfache Sichtweise der „großen“ Experten in den Türmen der Notenbanken lautet: Je tiefer wir die Zinsen setzen, desto weniger attraktiv wird es für die Menschen Geld auf Bank- und Sparkonten zu parken. Sie werden dann immer mehr Geld in den Konsum pumpen. Aber egal wie viel sehr man auch an so einer Theorie festhält – die Realität sieht oft ganz anders aus. Die Bürger (vor allem die Deutschen) wollen gerade in Krisenzeiten offenkundig weiterhin Monat für Monat von ihrem Ersparten anständig was auf die hohe Kante packen – Vorsorgen für die schlechten Zeiten, sozusagen.

Und bei de facto Nullzinsen, die in den letzten Jahren in der Regel (nach Abzug der Inflation) reale Negativzinsen bedeuten, legen die Menschen einfach pro Monat noch mehr Geld auf die hohe Kante, sozusagen als Ausgleich für die fehlenden Zinsen. Und so steigen seit Jahren in der Eurozone die Bankguthaben immer weiter an. Das wird für die Banken immer mehr zu einem dramatischen Problem. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) wollte nicht nur, dass der (einfältige?) Bürger endlich sein Geld in den Konsum steckt. Nein, die EZB wollte auch erreichen, dass die (faulen?) Banken endlich mehr Geld als Kredit herausreichen an Privat- und Geschäftskunden, damit die Konjunktur angekurbelt wird – und dadurch letztlich die Inflation ansteigt – die letzten Jahre geschah aber letztlich das Gegenteil.

Banken vor immer größerem Problem

Aber egal wie fleißig die Banken auch sein mögen bei der Kreditvergabe – der Sparfleiß der Bürger ist stärker. Die Guthaben bei den Banken wachsen immer mehr. Und genau deswegen hatte sich die EZB eine Art Strafmechanismus ausgedacht, damit die Banken nun wirklich mal die Einlagen der Kunden vermehrt als Kredit rausreichen. Verrechnet man das von den Bankkunden eingezahlte Guthaben mit den ausgegebenen Krediten, dann haben praktisch alle Banken eine Überschussliquidität, die bei der EZB geparkt wird. Die EZB bestraft die Banken hierfür mit einem Negativzins von derzeit -0,5 Prozent (ab 2014 stufenweise eingeführt, damals noch bei -0,1 Prozent). Je mehr die Kunden sparen und je höher sich die Banken-Überschüsse auf ihren EZB-Konten auftürmten, desto mehr mussten sie als Strafzins an die EZB überweisen.

Dies wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einem Problem für die Banken, die sowieso dank Nullzinsen ein ernsthaftes Problem mit ihrem wichtigsten Geschäft hatten, nämlich der Zinsmarge. Die EZB sah dieses Problem, und führte einen Freibetrag ein. Die Banken sollten für zu viel hinterlegte Einlagenüberschüsse also bestraft werden – aber nicht so sehr, dass sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Und so gibt es EZB-Strafzinsen für die Banken mit einem Freibetrag an Einlagen, der nicht mit einem Strafzins bedacht wird.

Gigantische Überschüsse, Strafzinsen und Freibetrag

Heute veröffentlichte Daten der Bundesbank zeigen die Dimension der Beträge. Demnach gab es im Dezember 2020 eine Überschussliquidität im Euroraum in Höhe von 3,35 Billionen Euro. Zwischen Einführung des Tiering-Systems (Freibeträge) im Oktober 2019 und Dezember 2020 betrug der Zinsaufwand der Banken im Euroraum für das Halten dieser Überschussliquidität bei der EZB 8,9 Milliarden Euro. Dieser Zinsaufwand (die Strafzinsen) fiel laut Bundesbank um 4,7 Milliarden Euro niedriger aus, als dies unter sonst gleichen Bedingungen ohne ein Tiering-System der Fall gewesen wäre. Gleichzeitig wurde mit zuletzt 2,498 Billionen Euro der größte Teil der Überschussliquidität weiterhin negativ verzinst.

Während die Überschussliquidität der Banken bei der EZB in den letzten Jahren immer weiter stieg (oberer Teil der Grafik), dachte die EZB wohl sie könnte dies verhindern, indem sie den Strafzins immer weiter anhebt. Es brachte aber nichts! Wer arg ins Detail gehen möchte, kann sich beim Klick an dieser Stelle in den Bundesbank-Bericht auf den Seiten 61-72 in das Thema vertiefen. Wer sich für die Rücklagen der Deutschen interessiert, der klicke bitte hier. Im Krisenjahr 2020 wurde von deutschen Haushalten 333,5 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt, nach 220,3 Milliarden Euro in 2019. Diese Summe steigerte sich in den letzten Jahren immer weiter, obwohl das Zinsniveau für die Sparer immer weiter abrutschte.

Grafik zeigt Bundesbank-Daten zu Strafzinsen und Überschussliquidität

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BlackRock, Wall Street – und China: Kampf der Giganten

Wolfgang Müller

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Wird BlackRock zu mächtig? Während BlackRock immer größer und wichtiger wird, scheinen die USA insgesamt abzusteigen (siehe hierzu das Interview mit der USA-Korrespondentin der „Zeit“, Heike Buchter).

Der Kampf der beiden Supermächte USA und China um die wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft elektrisiert viele Marktbeobachter. Klar ist es fast unmöglich Chinas weiteren Aufstieg zu verhindern, schließlich hat China mit seiner riesigen Anzahl an Menschen – Vergleich zu den USA: 1439 Millionen zu 332 Millionen – einen Riesenvorteil. Aber die USA haben neben ihren großen Techfirmen auch noch weitere Riesen, einer davon ist der Finanzdienstleister BlackRock, der letzte Woche gigantische Zahlen abgeliefert hat.

BlackRock: Der schwarze Felsen wird immer größer

Der weltweite Aktienmarkt klettert, wie schon so oft dargestellt, auch infolge der Aktionen der Notenbanken nach oben, auf zuletzt 106 Billionen Dollar. Maßgeblich beteiligt daran ist die Wall Street, deren Aktienmärkte allein schon ein Gewicht von über 40 Billionen Dollar aufweisen. Angesichts des Anteils der USA an der Weltbevölkerung (4,3 Prozent) und der Wirtschaftsleistung (kaufkraftbeteinigt etwa 16 Prozent) eigentlich viel zu groß. Aber ebenso dominant ist der Anteil der Vermögensverwaltung in den USA, wie allein die letzten Donnerstag veröffentlichten Zahlen von BlackRock aufweisen.

BlackRock ist mit 8,68 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen (Stand: 31. Dezember 2020) der weltgrößte Vermögensverwalter. Die Kunden sind Privatanleger und Institutionen wie Banken, Pensionskassen, Stiftungen, Versicherer, Staatsfonds und Zentralbanken. So der zutreffende Eintrag bei Wikipedia.

Inmitten der Corona-Krise ist es der Firma von Larry Fink gelungen, einem sehr einflussreichen CEO, was demnächst auch die Regierung von Joe Biden erleben dürfte, das Volumen der verwalteten „Assets“ im Jahr 2020 um 17 Prozent oder 1,2 Billionen Dollar auf 8,68 Billionen Dollar zu steigern.

BlackRock profitierte nicht nur von der aktiven Fondsbranche, auch seine bekannte ETF-Sparte (iShares) ist um 185 Milliarden Dollar gewachsen.

Aus diesen ganzen Zahlen ergab sich ein Gewinn für das Jahr 2020 von 5,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von ebenfalls 17 Prozent. Dass die Fantasie der Investoren auch bei diesem Felsbrocken der Finanzwelt ins Kraut schießt, zeigt die Entwicklung der Aktie, die bis zur Veröffentlichung der Jahresbilanz um 44 Prozent gestiegen ist. Aufgrund der großen Marktmacht von BlackRock spürt der Gigant nicht einmal so sehr die Entwicklung in der Fondsbranche hin zu den kostengünstigen Exchange Traded Funds. Der Gewinn des Finanzdienstleisters war auch im vierten Quartal um 1,6 Milliarden Dollar angewachsen.

Noch ein paar Sätze zum Zweikampf zwischen den USA und China.

Liste der größten Firmen der Welt

Betrachtet man sich die aktuelle Liste der nach Marktkapitalisierung schwersten Unternehmen der Welt, so stellt man fest, dass sich unter den größten 20 Unternehmen allein 13 US-Unternehmen, unter ersten Zehn gleich deren sieben befinden. China ist mit Tencent, Alibaba vertreten.

Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Tesla, Facebook, Berkshire Hathaway, Visa, Walmart, Johnson &Johnson, JP Morgan, Procter&Gamble, MasterCard, von einem Finanzgiganten BlackRock ist dabei nichts zu sehen, nicht einmal unter den ersten Hundert.

Sicher wird es demnächst durch Regulation bei den Monopolfirmen einiges an Korrekturen geben. Auch befinden sich die Kurse einiger Firmen in Höhen, die nicht aufrechterhalten werden können – auch wenn einige glauben, Aktien könnten sich dauerhaft den Fundamentaldaten entziehen.

Was das Vermögen von Kundengeldern angeht, haben die USA noch weit die Nase vorn. Denn neben dem 8-Billionen-Dollar-Koloss BlackRock gibt es noch die Riesen Vanguard Group, State Street Global Advisors und Fidelity Investments, jedes Unternehmen verwaltet mehrere Billionen Dollar.

China hat ein großes Problem in seinem Aufwärtsstreben und das ist sein totalitäres System. Es wird sicherlich nicht das Vertrauen von Investoren steigern, wenn eine Regierung so rigoros an eine Firma wie Alibaba herangeht, kürzlich noch achtwertvollstes Unternehmen der Welt, dessen Gründer Jack Ma schon seit Wochen von der Bildfläche verschwunden ist. Da vertraut die westliche Welt schon eher auf einen ETF der Firma BlackRock, Sparte iShares, wie die jüngsten Zahlen beweisen. Der Produktionsstandort China boomt – aber der Finanzstandort?

BlackRock und die Wall Street

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Wirtschaft kommt laut Bundesbank recht gut durch den Lockdown, aber…

Claudio Kummerfeld

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Lockdown Schriftzug

Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Demnach kommt die deutsche Wirtschaft recht gut durch den Lockdown. Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist laut Bundesbank im letzten Quartal 2020 durch das erhöhte Infektionsgeschehen und die wieder erheblich verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zwar ausgebremst worden. Aber es habe jedoch keinen größeren Rückschlag gegeben, da sich weniger durch die Maßnahmen betroffene Bereiche der Wirtschaft weiter erholten. Insbesondere die Industrie aber auch die Bauwirtschaft hätten nach den bis November vorliegenden Zahlen kräftig zugelegt.

Die Auftragseingänge in der Industrie hätten im November das Vorkrisenniveau vom Schlussquartal 2019 sogar deutlich überstiegen. Zudem seien die Einzelhandelsumsätze bis November noch erheblich gewachsen. Dies hätte ein Gegengewicht zu den Einbußen gebildet, die aufgrund der im Dezember angeordneten Schließungen im stationären Einzelhandel entstanden sein dürften. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Dezember laut ifo Geschäftsklimaindex trotz des Wiederaufflammens der Pandemie auf. Diese ermutigenden Signale lassen laut aktueller Bundesbank-Aussage darauf hoffen, dass auch die zu Beginn des neuen Jahres verlängerten und weiter verschärften Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung nicht allzu weit zurückwerfen.

Aber die Bundesbank versieht diese rosigen Aussagen mit einer kleinen Warnung, wie es nicht anders zu erwarten wäre. Bei dieser Krise sind ja „Risiko-Disclaimer“ fast schon unverzichtbar, da niemand eine Glaskugel hat und unzählige Variablen vorhersehen kann. Sollte das Infektionsgeschehen jedoch nicht erheblich nachlassen und die gegenwärtigen Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit länger anhalten oder noch weiter verschärft werden, so könne es gleichwohl noch zu einem spürbaren Rückschlag (für die Wirtschaftsleistung) kommen, so die Bundesbank.

Auch beim Thema Arbeitslosigkeit sieht die Bundesbank offenbar keine ernsthaften Probleme. So blieb der Arbeitsmarkt laut Aussage der Bundesbank trotz der wieder strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswert stabil. Zwar seien im November und Dezember vermehrt Anmeldungen zur Kurzarbeit eingegangen, diese entsprächen jedoch nur einem Bruchteil der Anzeigen aus dem vergangenen Frühjahr. Die aktuellen Anzeigen würden sich vor allem auf den von den angeordneten Schließungen betroffenen Hotel- und Gaststättenbereich sowie Teile des Handels beschränken. Die registrierte Arbeitslosigkeit sei im Dezember wie schon in den beiden Monaten zuvor spürbar zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sei um saisonbereinigt 37.000 gegenüber dem Vormonat gesunken, die entsprechende Arbeitslosenquote läge damit bei 6,1 Prozent.

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