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Shanghai -7,63%, Nikkei mit spätem sell-off

FMW-Redaktion

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen weiter: so schliesst der Shanghai Comüposite soeben mit einem Minus von 7,63% und schließt damit unter der wichtigen 3000er-Marke bei 2965 Punkten. Damit setzt sich also der Crash nach dem gestrigen Abverkauf von 8,5% unvermindert fort, innerhalb von zwei Taggen hat der Index mehr als 15% verloren. Der Nikkei hingegen, der nach Anfangsverlusten ins Plus gedreht war, verliert in den letzten Handelsminuten wieder stark und schließt mit einem Minus von 3,96%. Erstaunlich, dass der Dax dennoch mit einem duetlichen Plus in den Handel startet – doch ist die Lage sehr fragil, ein Abverkauf jederzeit möglich.

Unterdessen berichten Quellen aus der chinesische Regulierungsbehörde, dass man nicht mehr den Grund von Abverkäufen an den Märkten untersuchen werde, wie die chinesische Nachrichtenagentur Caixin berichtet. Offenkundig hat man bei der Behörde eingesehen, dass es nicht böse Kräfte waren, die den Aktienmarkt zum Einsturz gebracht hätten – sondern die natürliche Logik einer platzenden Blase.

Der Fokus der chinesischen Behörden scheint sich nun wieder auf die Bekämpfung von Schattenbanken auszurichten. Wie das Ministerium für öffentliche Sicherheit heute mitteilte, will man bis Ende November eine Kampagne starten, um die Untergrund-Banken stillzulegen. Dazu sollen lokale Behörden aufgefordert werden, Aktivitäten dieser Schattenbanken zu beobachten und zu melden.

Laut chinesischen Medien ist der Abverkauf weniger eine Folge ökonomischer Fundamentaldaten, sondern das Resultat eines veränderten „Sentiments“. Ähnlich scheint das auch die Deutsche Bundesbank zu sehen, die vor übertriebenen Ängsten wegen China warnt. Selbst ein Wachstum von 6% sei immer noch außerordentlich – so das Bundesbankvorstandsmitglied Joachim Nagel in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“.

Doch stellt sich die Frage, ob die BIP-Zahlen Chinas nicht völlig aus der Luft gegriffen sind – die Realität dürfte anders aussehen, insofern erscheint es doch sehr fragwürdig von der Bundesbank, vor übertriebenen Ängsten zu warnen, wenn man sich dabei auf übertriebene Zahlen beruft..



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