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Shanghai: Der Lockdown als Offenbarungseid von Xi Jinping

Der Lockdown in Shanghai ist ein Offenbarungseid für die Machthaber in China – speziell für den scheinbar allmächtigen Xi Jinping!

Der Lockdown in Shanghai – ein Offenbarungseid für China

Shanghai ist um diese Jahreszeit normalerweise ein heiterer Ort: Es ist die Zeit von Qingming, dem Grabpflegefest. Der Winter ist vorüber mit seinem nasskalten Wetter, der Pflaumenbluetenregen – der Monsun – der Mitte Juni niederkommt, die drückende Hitze des Sommers und die Taifune des Spätsommers sind noch weit entfernt.

Qingming bedeutet hinaus zu fahren: Erst zu den Gräbern der Ahnen und ihnen die Ehre zu erweisen. Anschließend geht es zum Picknick und Drachen steigen lassen. Qingming ist nach alter chinesischer Tradition auch der Beginn der Brautschau. Welcher Single im Frühjahr keinen neuen Liebhaber abbekommt, kann dann am Singles Day am 11.11. seinen Frust im Kaufrausch ersticken.

Dieses Jahr ist anders. Es fühlt sich an, wie es Do Mu, ein Dichter der Tang-Zeit beschreibt:

Der Nieselregen fällt wie Tränen am Tag der Trauer
Des Trauernden Herz zerbricht auf dem Weg.
Wo kann man einen Gasthof finden, um die Trauer zu ertränken?
Ein Hirtenjunge zeigt auf ein Dorf in der Ferne.

Die Straßen von Shanghai sind leer. Außer Menschen in Schutzanzügen und Drohnen ist nicht viel zu sehen. Die Stadt ist leerer als sie jemals an einem Vorabend des Frühlingsfests sein wird.

Shanghai steht seit fast einer Woche im Lockdown und noch ist nicht klar, wann er enden wird.
Was klar ist: dieser Lockdown ist ein Offenbarungseid, ein Desaster – aber auch ein Verrat am konfuzianischen Ideal der Pietät, das die Partei doch immer predigt. Der Lockdown in Shanghai ist ein Kontrollverlust, ein Vertrauensverlust – und dazu auch ein Gesichtsverlust.

Die Impfkampagne in China ist gescheitert

Es ist der Offenbarungseid, dass die Impfkampagne in China offensichtlich gescheitert ist. Auf den „Zwei Sitzungen“ verkündete Le Keqiang, der Premierminister, dass China sein Ziel erreicht hätte und mehr als 85% der Bevölkerung geimpft seien. Wenn die Bevölkerung zu mindestens 85% geimpft sei, würde die Herdenimmunität erreicht und China hätte das Virus, dass in den letzten zwei Jahren auch in China das Leben bestimmt hat, besiegt, dank der chinesischen Impfstoffe. Ohne ausländische Hilfe, so das Narrativ seit zwei Jahren. Jetzt sind 85% der Bevölkerung geimpft. Und das Virus feiert fröhlichen Urstand.

Es ist der Offenbarungseid, dass die konfuzianische Tradition gepredigte „dreifache Pietät“ – den Respekt der Jüngeren vor den Älteren, den Respekt der Kinder gegenüber den Eltern, den Respekt des Untertanen vor dem Herrschenden, eine hohle Phrase ist. Unter der Ägide Xi Jinpings wurden diese Pietäten wieder gefördert. Sie sind auch Teil des geplanten Social Credit Systems: Wer nicht mindestens einmal im Jahr seine Eltern besucht, soll Abzüge bekommen.

Die Impfkampagne der chinesischen Regierung hat indes die Jüngeren, die arbeitsfähige Bevölkerung in den Mittelpunkt gestellt. Die Alten sind es jetzt aber, wie schon in Hongkong, die besonders unter der Omikron-Welle leiden. Nicht nur das Wallstreet Journal berichtete über angeblich nicht registrierte Tote in einem Altersheim, die an Corona verstorben seien. Auch Caixin, das chinesische Wirtschaftsmagazin, recherchierte diese Geschichte und veröffentlichte sie auf Chinesisch. Der Artikel war eine Stunde lang online, dann wurde er gelöscht, aber auf Weibo und WeChat, den wichtigsten chinesischen Sozialen Netzwerken, wurde er millionenfach geteilt.

Die Pietät ist nicht eindimensional, lehrt Konfuzius, sie bedingt sich gegenseitig. Der Herrscher kann den Respekt der Beherrschten einfordern, aber er muss ihn auch rechtfertigen, in dem er „gut“ herrscht.

Es ist ein Offenbarungseid: Vor den „Zwei Sitzungen“ orakelte die Global Times, das englische Sprachrohr der Kommunistischen Partei, dass noch vor Jahresende China seine Tore wieder für ausländische Gäste öffnen könnte, mit Pilotprojekten u.a. in Hainan und Shanghai.

Shanghai ist das Schaufenster Chinas

Statt Öffnung schließt Shanghai nun. Shanghai ist nicht irgendeine Stadt Chinas. Shanghai war und ist das Schaufenster Chinas für die westliche Welt, geschaffen von Ausländern durch die Kanonenbootdiplomatie mit den Konzessionen, dem „Deutschen Eck“, dem jüdischen und russischem Viertel.

In Shanghai leben auch heute die meisten Ausländer, der Distrikt Jing’an hat die höchste Ausländerdichte in ganz China mit 0,5% – vor Corona. Hier sind die meisten ausländischen Firmen angesiedelt. Hier und im Speckgürtel, wie Taicang, die unter deutschen Unternehmen besonders beliebt ist, Kunshan mit vielen taiwanesischen Firmen.

In Shanghai haben die ausländischen Medien ihre Vertretungen. Was in Shanghai passiert, passiert vor den Augen der Welt. Der Rest Chinas interessiert den Rest der Welt relativ wenig. So gehen jetzt die Bilder von Shanghai um die Welt: Nicht nur die leeren Straßen oder das medizinische Personal in ihren weißen Ganzkörperanzügen. Bilder gehen um die Welt, von den Messehallen, wo Bett an Bett steht. Es gibt keine Duschen, keine Privatsphäre. Von Kindern, die ohne ihre Eltern untergebracht werden. Von protestierenden Chinesen. Von Hunden, die auf der Straße totgeschlagen werden, weil ihre Besitzer in Quarantäne gehen. Es sind keine schönen Bilder.

Sie kommen zu einer Unzeit, nachdem die Olympiade halbwegs glimpflich über die Bühne gegangen ist. Aber diese Olympiade wird von dem Bild überlagert, auf dem Putin Xi Jinping seine Aufwartung machte – und direkt nach dem Spielen die Ukraine angriff. Sie kommen zur Unzeit, weil China sich standhaft weigert, eine Haltung zum Ukraine-Krieg einzunehmen, sich selber aber als Unterhändler anbietet. Es wäre die Chance gewesen, sich als aktiver Teilnehmer der internationalen Gemeinschaft zu etablieren. Diese Chance hat China vertan.

Der Kontrollverlust von Xi Jinping: wie der Lockdown in Shanghai beschlossen wurde

Die Bilder vom Lockdown in Shanghai kommen auch deshalb zur Unzeit, weil China mit einer Immobilienkrise kämpft und einen Machtkampf mit den USA ausficht, ob nun die SEC Einblick in die Bücher chinesischer Unternehmen bekommt. Sie kommen zur Unzeit, da ausländisches Kapital die Flucht ergreift.

Es ist ein Kontrollverlust. Und die Herrschenden in China fürchten nichts so sehr, wie den Kontrollverlust. Den Kontrollverlust, mit einer unbekannten Krankheit konfrontiert zu werden. Diesen Kontrollverlust musste der Entdecker des SarsCov2, Li Wenliang, mit seinem Leben bezahlen. Es ist ein Kontrollverlust, weil das Virus das Geschehen diktiert, nicht die Partei. Ein Kontrollverlust, bei der es dem Büro für öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht mehr gelingt, alle „schädlichen“ Inhalte aus den sozialen Netzen zu entfernen. Ein Kontrollverlust vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

Besonders der Lockdown in Shanghai ist ein Vertrauensverlust. Bis Samstagabend trat die Stadtverwaltung von Shanghai Gerüchten über einen Lockdown immer wieder entgegen. Zuletzt mit einer langen Erklärung, warum Shanghai nicht in den Lockdown gehen könne: Weil Shanghai ein wichtiger Wirtschaftsstandort sei. Weil Shanghai Chinas Finanzplatz sei. Weil China Sitz vieler internationaler Firmen sei. Am Sonntagmorgen hing schon der Schleier des kommenden Lockdowns über der Stadt, der dann mittags verkündet wurde. Danach brach das Chaos aus: Die Supermärkte, convenience stores und Märkte wurden gestürmt und alles gekauft. Pudong traf es dann gleich am Sonntag, in Puxi hatten die Menschen noch Zeit bis Donnerstag, sich vorzubereiten. Es ist ein Vertrauensverlust, denn der Lockdown sollte nach vier Tagen beendet werden. Nun geht er in die zweite Woche – Ende nicht absehbar.

Vorausgegangen war offenbar ein Machtkampf zwischen dem Shanghaier Bürgermeister Gong Zheng, der 2020 das Amt auf Geheiß von Xi Jinping vom – von der Shanghaier Bevölkerung ungeliebten – Ying Yong übernahm, der als Parteisekretär nach Hubei weggelobt wurde, und dem Vizepremierminister Sun Chunlan. Sun forderte dem Vernehmen nach schon länger einen Lockdown. Am Sonntag gewann er den Machtkampf.

Der Frust der Ausländer in China

Es ist ein Vertrauensverlust, bei dem sich China wieder einmal als Standort für Firmen entpuppt, der unkalkulierbar ist. Viele Ausländer haben in den letzten zwei Jahren China verlassen, Shanghai verlassen, wenige sind hinzugekommen. Sie sind zermürbt von den letzten zwei Jahren, wo Reisen immer mehr einem Glücksspiel gleicht, in dem man nicht nach Hause kann, die Familien nicht nachziehen können. Die ausländischen Handelskammern berichten jetzt, dass mehr Ausländer als zuvor die Stadt verlassen. Wenige werden zurückkommen.

Die deutsche Auslandshandelskammer legte dieser Tage eine Umfrage vor. In dieser Umfrage forderten die deutschen Unternehmer mehr Transparenz bei den Entscheidungen der Regierung. Am Mittwoch lud die Europäische Handelskammer zu einem Meeting ein, um die aktuelle Lage, nicht nur, aber auch, in Shanghai zu bewerten. Jörg Wuttke, ein Veteran der alten Schule, seit 1997 in China und Vorsitzender der Europäischen Handelskammer, sagte, es sei ein „Schock“, wie die chinesische Seite mit der Situation in Shanghai umgegangen sei. Es dürfte lange her sein, dass die Handelskammern die chinesischen Verantwortlichen so harsch angegangen sind.

Am selben Tag veröffentlichte Josep Borell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, eine Stellungnahme zum EU-China-Gipfel mit der Überschrift: Ein Dialog der Tauben. Der Ton wird massiv rauer. Bisher versuchten Ausländer zumindest in der Öffentlichkeit Kritik an China, wenn überhaupt, nur leise zu äußern. Merkel hat es immerhin geschafft, mit symbolischen Besuchen deutliche Zeichen zu setzen. Dies wurde im Westen meist nicht verstanden. In China aber kamen die Botschaften an. Der stille Besuch beim mittlerweile verstorbenen Bischof Ingatius war ein lauter Ruf, den nicht nur Christen in China verstanden, sondern auch in Beijing seinen Widerhall fand.

Der Lockdown in  Shanghai und die Folgen für Xi Jinping

Der Lockdown von Shanghai wird einen langen Nachhall haben. Für die Weltwirtschaft bedeutet der Lockdown eine weitere Belastung der Lieferketten. Der Hafen von Shanghai ist einer der größten Containerhäfen der Welt, Pudong Airport der wichtigste Flughafen für Luftfracht innerhalb Chinas. Die Produktionen in den Fabriken rund um Shanghai und auch darüber hinaus kommen zum Erliegen. Auch wenn in vielen Fabriken versucht wird, einen Notbetrieb aufrecht zu erhalten, indem Notbesatzungen in den Werken schlafen. Irgendwann bleibt der Nachschub aus.

Der Shanghaier Lockdown, und nicht nur der in Shanghai, wird deutliche Spuren im Bruttoinlandsprodukt Chinas hinterlassen. Gegenwärtig befinden sich Städte, die für 22% des chinesischen BIP stehen, im Lockdown. Bloomberg schätzt den Rückgang des BIP auf 3.1 % pro Monat oder 46 Mrd. US-Dollar. Die Zentral- und Regionalregierungen werden mit weiteren Stimuli versuchen, die Wirtschaft zu stützen. Nachhaltig ist dies nicht.

Der Lockdown wird einen langen Nachhall haben. China gilt immer mehr als Risikostandort, so zeigt es die Umfrage der Deutschen Handelskammer in Shanghai. Die Frage ist, ab wann Xi Jinping als Risiko für China gilt. Xi Jinping will sich im Herbst eine dritte Amtszeit sichern. Im alten China entzog der Himmel dem Herrscher das Mandat. Dieses Mal könnte ein Virus den Herrschenden das Mandat entziehen.

Der goldene Oktober wird es zeigen. Wenn die Shanghaier die letzten Ferien in der Herbstsonne feiern, sich der Winter mit seinen trüben Tagen ankündigt und das Jahr mit dem Frühlingsfest von neuem beginnt..

Xi Jinping und der Lockdown in Shanghai: die Folgen für China
Foto: By Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40087092

Hinweis der Redaktion: der Autor dieses Artikels will aus nachvollziehbaren Gründen – er lebt seit vielen Jahren in Shanghai – nicht mit seinem echten Namen in Erscheinung treten, daher wählte er ein Pseudonym!



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14 Kommentare

  1. Sehr verständlich und informativ … weiter so

  2. Young Global Leader

    „Die Frage ist, ab wann Xi Jinping als Risiko für China gilt. Xi Jinping will sich im Herbst eine dritte Amtszeit sichern. Im alten China entzog der Himmel dem Herrscher das Mandat. Dieses Mal könnte ein Virus den Herrschenden das Mandat entziehen.“

    Ein poetisch wirkender Mandatsentzug. Einen Alternativkandidaten würde ich für noch plausibler halten, aber es ist auch klar, dass sich zu diesem Zeitpunkt keiner aus der Deckung trauen wird. Selbst wenn, so darf es keinen Gesichtsverlust geben und die Gefahr des Kontrollverlusts angesichts eines offen ausgetragenen Machtkampfes in der KPC, dürfte noch um eine Größenordnung höher sein als bei COVID.

    Noch etwas zum Foto ganz unten: ein vorstellbarer Gegenkandidat wäre ein chinesischer Nationalist, der nach Außen forscher auftritt als Xi, der sich wie Xi auf eine Parteimaschine als Elite stützt, aber etwas ablässt von kommunistischen social-engineering Phantasien, also nach westlichen Verständnis wieder etwas liberaler ist, was nicht heißt, dass er freie Presse schätzt oder gar zulässt. Mir fällt da als Typus der Bursche ein, der im Foto neben Xi sitzt.

    1. Meinen Sie diesen Weihnachtsbaum mit dem Schwabbel-Kinn? :-))

      1. Young Global Leader

        Ah, den Schwabbel-General hatte ich ganz übersehen.

        Ein Han-chauvinistisches Militärregime, wo ein General der PLA übernimmt, ist die wahrscheinliche Regierung nach dem Zerfall der Kommunistischen Partei. Erwarte ich nicht in dieser Dekade und schon gar nicht in diesem Jahr.

  3. Wäre schön, wenn Xi Jinping zusammen mit Putin gleich mit über den Jordan geht… Diktaturen sind einfach out of fashion…

    1. Young Global Leader

      China macht stark auf Big Data Governance, verfolgt also das gleiche Modell, dass auch mein Mentor Klaus Schwab vertritt, nur mit weniger legalen Restriktionen. Das ist die eigentliche treibende Kraft hinter der Zentralisierung um Xi – weg von lokalen Entscheidungsträgern. Deutschland hatte mit COVID seinen Testlauf und wir haben uns ja in kürzester Zeit an unsere digitalen Pässe, wie den elektronischen Impfpass gewöhnt. Wahlen sind weitgehend irrelevant, wenn es um die wirklich wichtigen Trends und Bewegungen geht – ich finde die ja lästig und ärgere mich jedes Mal über Wahlplakate, die in der nähe meines Hauses angebracht werden – aber warum abschaffen, wenn es dem Volk gefällt und die politischen Verhältnisse stabil sind?

  4. Wenn jemand gut Englisch spricht gibt es mehrere sehr gute Kanäle auf YouTube. Einer heißt “ China Update“, berichtet täglich und sehr objektiv, dann gibt es noch “ China Insights“.

  5. Pingback: Meldungen vom 8. April 2022 | das-bewegt-die-welt.de

  6. Reinstes Chinbashing. Sind die westlichen Lockdowns schon vergessen? Wirkt der Impfstoff in Deutschland bei Omicron? Ich kann es nicht erkennen.

    Der Westen hat sich dem Virus ergeben und lässt es laufen.

    Ob das in China auch kommt wird man sehen. Anscheinend gibt es noch einen anderen Plan um zuverhindern das Virus einfach laufen zulassen.

    Wir haben fertig, China kämpft noch.

    1. @LaoPo den Lockdown in Deutschland und China kann man nicht vergleichen. In D konnte man immer seine Wohnung verlassen, zum Arbeiten oder Einkaufen. In SH ist man 24 Std in der Wohnung eingeschlossen. In Deutschland war man selber fuer’s Testen verantwortlich. In Sh wird man jeden Tag 1-2 mal getestet. Wer in D infiziert war, wurde in seinem Haus in Quarantaene gesteckt. In SH kommt man in Massenunterkuenfte, meisst ohne Duschen. Und nicht nur die Infizierten, sondern auch die „Closed Contacts“. Das hat es in D nie gegeben.
      Und der Wirkstoffe in der westlichen Impfstoffe wirken gegen Omicron. Sie verhindern zwar nicht das Infizieren, aber das man mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit schwer erkrankt.
      In D kann man das Virus dank der Impfstoffe laufen lassen, auch wenn meiner Meinung nach der Umgang mit dem Virus suboptimal ist.

      1. Lockdown ist Lockdown, in China ist er nur effektiver. Dir ist wahrscheinlich gar nicht bewusst was die monatelangen Lockdowns mit der Wirtschaft und dem Staatshaushalt in Deutschland angerichtet hat. In China war das die letzten 2 Jahre nicht der Fall, hier wurde fleißig gearbeitet.

        Mit der Impfung schreibst du ja selbst das diese nicht vor Ansteckung schützt. Haben wir wegen der milderen Omicronvariante oder wegen dem Impfstoff weniger schwere Verläufe. Nobody now’s.

        Mir geht es aber darum das wir uns anmaßen China zu kritisieren wegen den Lockdowns und haben selbst dies 2 Jahre mit vollen Einsatz durchgezogen. Überheblicher kann man nicht sein.

        1. @Lao po, du schreibst: „Mir geht es aber darum das wir uns anmaßen China zu kritisieren wegen den Lockdowns und haben selbst dies 2 Jahre mit vollen Einsatz durchgezogen. Überheblicher kann man nicht sein.“
          Was ist der Unterschied zwischen der ganzen Welt und China? Die ganze Welt war bei der gefährlicheren Delta-Variante im Lockdown – China übrigens auch, nur früher als wir, weil ihnen der Virus dort aus dem Labor entfleucht ..äh, von Tieren übertragen worden ist.
          Jetzt haben wir aber das vergleichsweise harmolose Omikron – Xi aber will zeigen, dass die Partei alles unter Kontrolle hat. Und das kann dazu führen, dass er die Kontrolle verliert!

          1. Xi Jinping glaube ich muss seinen Führungsanspruch nicht beweisen. Der ist in der Bevölkerung sehr beliebt.

            Wir sollten als Deutsche halt mal lernen uns nicht überall einzumischen und zu belehren was richtig oder falsch ist.

            Man hat in Hong Kong mit Omicronvariante
            Die Erfahrung von vielen Toten (die es im Westen übrigens auch gibt) gemacht. Durch die Enge sind gerade alte Leute sehr gefährdet. Ob der Impfstoff jetzt hilft oder nicht kann man außer Acht lassen da man erst wieder im großen Stil impfen wird wenn der Impfstoff an die Omicronvariante angepasst ist. Wird evtl auch bei uns kommen außer die Mehrheit hat es bis dahin gehabt.

            Ich glaube man kauft dich momentan Zeit in China und hofft auf das Frühjahr. Irgendwann werden es auch die Chinesen laufen lassen. Zumindest haben sie bisher nicht viel falsch gemacht. Es ist auch die Entscheidung Chinas wie sie damit umgehen.

            Ob der Virus aus China kommt ist doch nicht belegt. Man kennt die Hintergründe nicht. Man kann es vermuten. Ich weiß es zumindest nicht und behaupte es auch nicht. Die Chemiewaffen des Iraks haben mich da sehr vorsichtig werden lassen.

        2. Nein, Lao Po, Lockdown ist nicht Lockdown. Es ist ein signifikanter Unterschied, ob man sein Haus verlassen darf und arbeiten gehen kann, oder nicht. Es ist auch in signifkanter Unterschied, wie man diesen Lockdown durchsetzt.
          Und nein Laopo, wir haben genug Daten, die zeigen, dass Impfung gegen schweren Verlaufte schuetzt. Das ist ja genau der Punkt in HongKong: Omicron stiess (und in China ist es das Gleiche) auf eine Altersgruppe, die schlecht bis gar nicht geimpft ist. Und genau dort ereignen sich dort der Grossteil der schweren Erkrankungen und Todesfaelle.
          Doch, man darf China kritisieren. 1. Der Autor lebt offenbar in China. Ich lebe seit Jahrzehnten in China und da steht mir das Recht zu, das Land zu kritisieren. Unter Hu Jintao gab es auch eine Kultur der Kritik. 2. Kritisert uns China genauso und ja, auch Massnahmen in Deutschland kann man kritisieren und hinterfragen. 3.

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