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Schlechte Nachricht für deutsche Wirtschaft Shanghai: Nächster Lockdown voraus? Anzeichen mehren sich

Bewohner als auch Behörden immer nervöser

Shanghai Lockdown voraus

Die Anzeichen mehren sich, dass in Shanghai ein neuer Lockdown unmittelbar bevorsteht, auch wenn die Infektionszahlen nach wie vor recht niedrig sind. Nach Angaben der Shanghai Health Commission verzeichnete die Stadt mit 24 Millionen Einwohnern am Dienstag insgesamt nur 55 Neuinfektionen, davon 50 asymptomatisch. In den letzten Tagen wurden weitere Massentest in den meisten der 13 Shanghaier Distrikte angeordnet, verbunden mit 48-Stunden Lockdowns, wie die „Global Times“ berichtete. Besonders nervös reagieren die Behörden, da seit Sonntag auch Infektionen mit der Omikron-Variante BA5 nachgewiesen wurden. Ohnehin stehen die Chinesen dem chinesischen Impfstoff mit großer Skepsis gegenüber.

Shanghai: Nachbarschaftskomittes fordern Bewohner auf, Lebensmittelvorräte anzulegen

Das digitale Portal von Shanghai Daily, Shine, fühlte sich in den letzten beiden Tagen gleich zweimal genötigt, Gerüchte über einen erneuten Lockdown zu dementieren. Allerdings fordern immer mehr Nachbarschaftskomittees die Bewohner auf, für 14 Tage Lebens- und Arzneimittelvorräte anzulegen. Betroffen sind in Shanghai hauptsächlich die zentralen Stadteile Xujiahui, Hankou und Putuo, aber auch Bewohner in Minhang melden via dem Messengerdienst WeChat entsprechende Nachrichten aus ihren Wohnanlagen.

Großteil der Flüge gestrichen

Seit gestern Abend wird ein Großteil der Flüge an den beiden Flughäfen in Shanghai gestrichen. Am Flughafen Shanghai Hongqiao International Airport wurden gestern, Dienstag 12.07.22, ab 21:30 insgesamt 480 Flüge gestrichen, was eine Quote von 63,7% entspricht. Am Flughafen Shanghai Pudong International Airport fielen insgesamt 804 Flüge aus, das entspricht einer Quote von 72,0%. Shanghai Daily fühlte sich genötigt, auch dieses „Gerücht“ zu entkräften. Insgesamt zeigt sich aber immer mehr, wie nervös sowohl Bewohner als auch Behörden angesichts der Situation sind.

Shanghai mit Hitzerekord

Allgemein raten die Behörden allen Bewohnern Shanghais dazu, sich angesichts der derzeitigen Hitzewelle möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Am gestrigen Dienstag wurde mit 40,9 Grad Celsius die höchste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 145 Jahren registriert. Auf der anderen Seite lieferte der alljährliche Monsun 70% weniger Regen als erwartet. Auch China leidet also zunehmend unter Hitze und Dürre – dabei steht das Land für ca. ein Drittel des weltweiten Ausstoßes von CO2.

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3 Kommentare

  1. Keinen Impfstoff, dafür aber Lockdowns! Ich fass es nicht.
    Falls mir noch einmal einer erzählt, China würde irgendwann die Führung des Planeten übernehmen,
    kann er sich auf lautes Gelächter meinerseits freuen.
    Eher traue ich ihnen zu, dass ihnen noch ein paar Viren auskommen.

    1. Impfstoffe helfen doch auch bei uns nichts! Ich kenne mehr Geimpfte die an Corona erkrankt sind, als Ungeimpfte!
      Aber ich kenne auch keine Toten unter 82 Jahre durch Corona! Auch keine mit irgendwelchen Langzeitfolgen.

  2. @Dói Ennoson, vielen Dank für die Bereicherung der FMW-Artikel durch einen Augenzeugen vor Ort.
    Ihre Berichte öffnen regelmäßig ein kleines Fenster in die abgeschottete Mega-Kommunisten-Kapitalisten-Burg China, wie wir sie aufgrund fehlender Informationen empfinden. Chinesische Machthaber scheinen sehr interessiert am Daten sammeln, am Daten teilen hapert es noch etwas.

    Ihre Angaben zu klimatischen Gegebenheiten kann ich bestätigen.
    Peking, Shanghai und andere Mega-Metropolen stehen vor unvorstellbaren Klima- und Umweltproblemen. Und das nicht irgendwann oder übermorgen. Das Land vernichtet sich mit dem eingeschlagenen Kurs in Maximalgeschwindigkeit selbst, leider zieht es einen großen Teil der restlichen Welt mit in den Abgrund.

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