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Showdown: Drama um US-Schuldenobergrenze kommt in heiße Phase

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der aktuelle Plan der US-Republikaner im US-Kongress sieht vor die US-Schuldenobergrenze, die aktuell bei 18,1 Billionen Dollar liegt und jetzt gerade erreicht wird, auf 19,6 Billionen Dollar anzuheben. Dieses neue Level soll den US-Staatshaushalt bis März 2017 am Leben erhalten. Das US-Finanzministerium musste die Ausgabe einer neuen 26 Milliarden Dollar-Anleihe bereits stoppen.

US-Kongress zuständig für US Schuldenobergrenze
Im US-Kongress wird derzeit um die Aufhebung des Öl-Exportverbots gerungen.
Foto: Kevin McCoy / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Nancy Pelosi, die demokratische Minderheitsführerin im US-Repräsentantenhaus, sagte gestern zu der dramatischen Lage:

„Here we are – Congress having only seven legislative days to act to fully protect the full faith and credit of the United States of America.“

Eigentlich müssten sich die Demokraten im US-Kongress freuen, dass die Republikaner diesmal selbst einen Plan vorgelegt haben die Schuldenobergrenze anzuheben, und dann auch noch so kräftig um 1,5 Billionen Dollar – da müssten sie eigentlich nur noch zustimmen. Aber die Republikaner „verschenken“ diese Anhebung nicht einfach so an die Demokraten, sondern verknüpfen dieses Angebot mit der Bedingung von Budgetkürzungen im Haushalt, was die Demokraten ablehnen. Jetzt hat man also noch heute und die nächste Woche Zeit sich hin und her zu streiten, bis man eine Einigung findet, oder der Regierungsapparat wieder eingefroren wird mangels Geld in der Kasse.

Anleihe-Emission muss verschoben werden

US-Finanzminister Lew warnte den US-Kongress in den letzten Wochen mehrmals davor, dass die US-Schuldenobergrenze von 18,1 Billionen US-Dollar ein paar Tage früher erreicht wird als geplant, nämlich zum Anfang November. Das US-Finanzministerium musste eine für diese Woche Dienstag geplante Anleihe-Auktion (2 jährige T-Notes) im Wert von 26 Milliarden Dollar verschieben, weil man damit jetzt schon die Schuldenobergrenze überschreiten würde – so dramatisch ist die Lage schon eine Woche vor dem kritischen Datum, Zitat:

„The U.S. Treasury Department today announced that it will postpone the 2 year note auction originally scheduled for Tuesday, October 27, 2015. Due to debt ceiling constraints, there is a risk that Treasury would not be able to settle the 2-year note on Monday, November 2, 2015. The 5-year note auction, scheduled to take place on October 28, 2015 and the 7-year note auction, scheduled to take place on October 29, 2015, will proceed as scheduled. Both the 5-year note and 7-year note will settle on Monday November 2, 2015. The 13-week, 26-week and 2-year floating rate auctions will also be announced today at 11:00 AM ET. Treasury believes that postponing the auction for the 2-year note poses less risk for market functioning than postponing the 5-year or 7-year note offering. Once the debt limit impasse is resolved, Treasury will announce a rescheduling of the 2-year note auction. The current debt limit impasse is also now adversely affecting the operation of government financing, increasing federal government borrowing costs, reducing the Treasury bill supply, and increasing the operational risk associated with holding a lower cash balance.“

Man will die Auktion nachholen, sobald die Obergrenze erhöht wurde.

Schuldenobergrenze wird zum Schuldenziel

Das Gute für die Abgeordneten: Der Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit an sich nimmt diesmal viel weniger Notiz von den Streitigkeiten um die Erhöhung der Schuldenobergrenze als beim letzten Mal im Oktober 2013, wo sie auf die aktuellen 18,1 Billionen Dollar angehoben wurde. Der Kapitalmarkt guckt wie gestern auch heute eher auf Mario Draghi´s Zauber-PK und die tollen Quartalszahlen von McDonald´s, Google und Co. Und die breite US-Öffentlichkeit kann das Thema wohl schon nicht mehr hören, und so ist die Chance gut, dass der Kongress die Angelegenheit dieses Mal still und leise nächste Woche abfrühstücken kann.

Das Ziel die Schuldenobergrenze bis Anfang 2017 auf 19,6 Billionen US-Dollar anzuheben ist weniger eine Art von Schuldeneindämmung oder Deckelung, sondern nur noch eine Karikatur davon. Die wohl zu erwartenden 19,6 Billionen Dollar sind viel eher ein Ziel als eine Grenze. Man erhöht die Grenze auf diese Summe bis zu diesem Zeitpunkt, weil man im US-Kongress kalkuliert hat, dass man mit 1,5 Billionen Dollar neuen Schulden von jetzt bis Anfang 2017 den US-Staatshaushalt weiter am Laufen lassen kann. Mit einer Grenze hat das nichts mehr zu tun. Eine Grenze ist dafür da etwas zu „begrenzen“, damit etwas nicht weitergeht. Aber solange immer neue Käufer für US-Staatsanleihen gefunden werden, ist ja alles gut.


11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Cyber

    23. Oktober 2015 11:57 at 11:57

    Ich verstehe das alles nicht, warum wird nicht versprochen, bis 2030 nur ingesamt 50 Billionen USD. Da is Zeit und keiner regt sich auf und alles ist in Ordnung. Was soll das Versprechen die Verschuldung nur um 1500 Mrd USD bis Ende 2016 zu erhöhen…oder gleich Obergrenze 50 oder 100 Billionen und gut ist. Ich gehe auch mal zu meiner Bank, und verspreche bis 2070 auch nur 5 Mio Schulden zu machen.

    • Avatar

      joah

      24. Oktober 2015 10:33 at 10:33

      Salami-Taktik: es sieht zum einen viel schöner aus, wenn es hüpsch in Scheiben serviert ist, zum anderen ist es eine psychologische Manipulationsart, in welcher man die (eigentlich bereits gewusste) Gesamtdimension in Systematik verstecken kann. Hätte man sofort die Gesamtsumme für einen längeren Zeitraum offen gelegt, würden viel mehr Leute schon vorab ins Zweifeln kommen – was eigentlich auch richtig wäre – und in Panik ausbrechen (U.S. of A. pleite). Aber die Menschen sind größtenteils dumm und hoffnungsvoll und wollen betrogen werden.

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    Jochen Griesbaum

    23. Oktober 2015 12:28 at 12:28

    naja ich geh noch einen schritt weiter als mein vorkommentator, warum elimenieren sie die schulgengrenze nicht einfach? naja ein paar illussionen mehr oder weniger ändert nix an der gesamtlage und was die anleihen auktions angeht, kommt gleich die nächste! wer will die anleihen noch? china? *hüstel* es wird das eintretten, was in japan schon praktiziert wird, die fed wird verdeckt oder offen die anleihen selbst aufkaufen. was aussagekräftig ist, ist die terminierung auf frühjahr 2017 …….. daraus lässt sich filtern, in welchen zeiträumen die us-adminstration und ihre think-tanks vordenker planen .

    • Avatar

      Pierre

      23. Oktober 2015 15:10 at 15:10

      Finde ich sehr gut. Daumen hoch! Aber was machen wir dann mit den völlig inkompetenten und dann arbeitslosen Experten?

      • Avatar

        joah

        24. Oktober 2015 10:35 at 10:35

        endlich mal eine Schaufel in die Hand nehmen – da sieht man, was man macht

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    Johann Griesgram

    23. Oktober 2015 14:14 at 14:14

    …same procedure as every time…….

    Was soll daher das künstlich Pathos und Dramatik bei der Bericht über die
    Schuldenobergrenze?

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    Chris

    23. Oktober 2015 14:38 at 14:38

    Ich bin derselben Meinung wie Herr Griesgram!Hat die FMW-Redaktion zuletzt vermehrt Bildentlassene requiriert?Blutrünstige Schlagzeile und dann darunter „umgefallene-Sack-Reis-Dramaturgie“?Den amerikanischen „Herrenmenschen“ist der schnöde Rest der Welt doch sowas von egal!Spuren sie,wie Muttideutschland ist’s welldone,wenn nicht gibts Bombs statt Süsses!(Mein Beitrag für Halloween!)

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      Siggi50

      23. Oktober 2015 18:37 at 18:37

      Das Ganze macht schon einen Sinn. Wenn die Amis heute bekannt gäben, dass man eine Schuldenobergrenze bis 2050 auf 50 Billionen festsetzt, würde kein vernüftiger Mensch noch deren Anleihen kaufen – der gefürchtete Vertrauensverlust wäre da.

      Wenn man die Dosen aber nach und nach erhöht, stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein. Das ist wie bei Drogenabhängigen. Jeder wird sagen, naja ein bischen geht noch.

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        Bobo

        24. Oktober 2015 13:00 at 13:00

        Der Vertrauensverlust ist schon längst da. Außer der FED kauft doch kaum noch jemand den Schrott

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      joah

      24. Oktober 2015 10:52 at 10:52

      „Ich bin derselben Meinung wie Herr Griesgram! Hat die FMW-Redaktion zuletzt vermehrt Bildentlassene requiriert? Blutrünstige Schlagzeile und dann darunter „umgefallene-Sack-Reis-Dramaturgie“?“

      Na mal halblang und nicht so griesgrämig: immerhin wird hier noch kritisch berichtet, siehe letzte zwei Absätze. Vergleichen Sie das mal mit anderen Berichterstattungen, da werden Sie einen markant-signifikanten Unterschied feststellen – von wegen BILD-Niveau (!), Sie sind wohl mit dem komplett falschen Fuß aufgestanden? Ohnehin sind auch Veränderungen relevant berichtet zu werden, denn beim letzten mal haben die Republikaner komplett ohne Eigenvorschlag eine Erhöhung der Schludengrenze abgelehnt – jetzt wissen auch die, das es ohne nicht mehr geht. Man möge den Inhalt zwischen den Zeilen erkennen, wenn man dazu noch in der Lage sein sollte.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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