In den USA droht erneut ein Shutdown – und Vizepräsident JD Vance macht dafür die Demokraten verantwortlich. Während sich die Fronten im Kongress verhärten und Trump auf Kompromisse hofft, eskaliert die Krise mit einem skandalösen Deepfake-Video des Präsidenten. Das politische Tauziehen zwischen Vance, den Demokraten und dem Weißen Haus steuert auf einen Showdown zu – mit ungewissem Ausgang für Millionen Amerikaner.
USA vor Government Shutdown
Laut einem Bericht von Bloomberg rechnet US-Vizepräsident JD Vance mit einem Government Shutdown – und macht dafür die Demokraten verantwortlich.
Einen Tag bevor Washington das Geld ausgeht, sagte er nach einem Treffen mit den Spitzen des Kongresses: “Ich denke, wir steuern auf einen Shutdown zu, weil die Demokraten nicht das Richtige tun. Ich hoffe, sie ändern ihre Meinung, aber wir werden sehen.”
Präsident Donald Trump hatte sich weniger als 36 Stunden vor Ablauf der Frist am 1. Oktober mit führenden Demokraten und Republikanern getroffen. Die Verhandlungen brachten bei den zentralen Streitpunkten jedoch keine Annäherung: Die Demokraten verlangen eine Verlängerung der Subventionen für die Krankenversicherung und die Rücknahme von Kürzungen bei der staatlichen Medicaid-Finanzierung, die Anfang des Jahres in Trumps zentralem Steuergesetz beschlossen worden waren.
“Es gibt nach wie vor große Unterschiede zwischen uns”, sagte der demokratische Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer, nach dem Treffen.
Im Kapitol deutete Schumer jedoch an, dass die Demokraten bei einigen Prioritäten kompromissbereit seien – etwa bei der Verlängerung der Zuschüsse für Krankenversicherungsprämien im Rahmen des Affordable Care Act und bei dem Versuch, das Weiße Haus daran zu hindern, im Alleingang Bundesmittel zu streichen.
Er lehnte es jedoch ab, das Übergangsgesetz der Republikaner ohne eine Lösung bei den ACA-Zuschüssen mitzutragen, und verwies darauf, dass Millionen Amerikaner bald Mitteilungen über drastische Prämienerhöhungen erhalten würden. “Es liegt in der Hand des Präsidenten”, sagte Schumer.
Demokraten im Schussfeld
Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, John Thune, warf den Demokraten vor, mit ihrer Weigerung, ein kurzfristiges Finanzierungsgesetz bis zum 21. November zu akzeptieren, eine “Geiselnahme” betrieben. Zugleich signalisierte er aber die Bereitschaft, nach einer Lösung in Bezug auf die unmittelbare Frist weiter mit den Demokraten zu verhandeln.
Vizepräsident Vance betonte, einige Positionen der Demokraten halte auch der Präsident für “vernünftig”. Als mögliches Feld für einen Kompromiss nannte er die Finanzierung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.
Obwohl die Republikaner im Senat die Mehrheit haben, benötigen sie mindestens acht demokratische Stimmen, um verfahrensbedingte Hürden zu überwinden. Zudem stellt sich mindestens ein Republikaner, Senator Rand Paul aus Kentucky, gegen das Finanzierungsgesetz.
Trump mit Deepfake-Video
Nur wenige Stunden, nachdem er die beiden zu einem Treffen im Oval Office empfangen hatte, veröffentlichte der Präsident auf seinem Truth-Social-Account ein vulgäres, KI-generiertes Deepfake-Video, in dem er die führenden demokratischen Politiker, den Minderheitsführer im Senat Chuck Schumer und den Minderheitsführer im Repräsentantenhaus Hakeem Jeffries, kritisierte.
Das Video zeigt Schumer und Jeffries, als würden sie nach dem Treffen mit Reportern sprechen. Es handelt sich jedoch um eine KI-veränderte Audioaufnahme. Hier ist ein Post von Brian Krassenstein mit dem Video:
Not only is the president sharing AI manipulated videos, but the videos are truly disgusting, racist, and grotesque.
I am truly embarrassed to be an American right now. pic.twitter.com/nqghVKPmwW
— Brian Krassenstein (@krassenstein) September 30, 2025
Laut einem Bericht von Politico sagte ein hochrangiger republikanischer Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte, nachdem er sich das Video angesehen hatte: „Das könnte den letzten Shutdown noch übertreffen.“ Damit spielt er auf den Shutdown unter Trump von 2018/19 an, der mit 35 Tagen einen Rekord aufstellte.
FMW/Bloomberg
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…nach dem letzten Shutdown war der SundP während des Shutdowns um 10 % gestiegen…wenn das diesmal auch klappen würde, dann wären wir bei der anvisierten 7.200 Punkte Marke und hätten dann noch 2 Monate Jahresendrally vor der Brust und die Möglichkeit schon dieses Jahr die 8.000 Punkte zu erreichen…ich würde mal sagen, da fallen die Weihnachtsgeschenke bei den Anlegern dieses Jahr besonders groß aus…
@ Ranzentier, kaum zu glauben, war der S&P vielleicht vorher gefallen und hat sich dann erholt ? Aber klar, bei den Amis ist alles möglich, mit gesteuerten Short- Squeezes kann jede Korrektur im Keime erstickt werden. Korrekturen in Aktien und Immos sind nur noch im kommunistischen China möglich, im Hyperkapitalismus können wenige Dickfische die Preise bestimmen und die Überschuldung des Westens erträgt keine Korrektur mehr.
Fazit: Bei einer Teilschliessung des Staates steigen die Aktien, bei einer kompletten Schliessung würden sich die Aktien mindestens verdoppeln.
@Auffi geht’s immer, aber nur mit den Schulden…sehr gut aufgepasst…wollte es einfach mal probieren…es hat so schön gepasst zwei miteinander gar nicht vergleichbare Themen einfach ins Verhältnis zu setzen…wurde aufgedeckt…Chapeau…
@ Ranzentier, der letzte Shutdown dauerte nur 2 Tage vom 18. bis 20.1. 2018. und nicht zu vergleichen mit heute.
Der S & P war etwa bei 3000 und die Zinsen im freien Fall. Diese 10% Anstieg sind wohl ein Märchen
Ja der letzte Shut- Down dauerte nur ein Wochenende, von Freitag 18.1.2018 bis Montag und der S& P war unter 3000Pt. Die Lösung war somit offensichtlich und hatte damit keine sofortige Wirkung auf die Aktien.
Aber anfangs Februar gab es trotzdem eine Korrektur weil gute Arbeitszahlen den Zinsverfall hätte bremsen können. Also kein Vergleich,WEIL ZINSEN UND AKTIEN UND SCHULDEN DAMALS VIEL TIEFER.
BITTE Herr Ranzentier, etwas seriöser mit den Daten umgehen.
@Omputzmann und Ratschläger und Schaumschläger…der letzte und auch längste Shutdown war vom 22.12.2018 bis 25.01.2019…und Auffi hatte natürlich recht…im Vorfeld hatte unser aller Jerome gesagt, dass die Zinsanhebungen auf Autopilot stehen, es deshalb einen ordentlichen Rücksetzer gegeben hat und nach Weihnachten gab es dann Entwarnung vom besten FED Chef der Welt…weshalb es dann auch die Rally gab, die genau in die Zeit des Shutdowns fiel…und mich daher zu der Aussage geleitet hat, dass Shutdowns immer gut sind und es besser ist, wenn die so richtig lange dauern…https://de.wikipedia.org/wiki/Government_Shutdown#:~:text=Der%20Shutdown%20wurde%20am%2012,der%20Geschichte%20der%20Vereinigten%20Staaten.
@ Ranzentier, sie haben recht mit dem letzten Shutdown. Ich habe gegoogelt- Wann war der letzte Shutdown in Amerika- und bin so auf den 18.1.2018 gekommen. Wie auch immer , die Situation ist heute viel extremer und die Fallhöhe so gross wie nie.