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Sie geben ab Juni Konzernen direkt ungeprüft Kredit… wussten Sie das schon? Erste Bürger klagen jetzt dagegen!

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Von Claudio Kummerfeld

Ja, das ist kein Scherz und keine falsch zu verstehende Formulierung. Wir alle, die wir als Bürger in der Eurozone leben, geben ab Juni großen Konzernen aus der EU und sogar von außerhalb der EU unbegrenzt Kredit, ungeprüft, unbesichert. Wie das sein kann? Sie können sich gar nicht dagegen wehren. Aber doch, jetzt regt sich der erste Widerstand vor Gericht…

EZB Draghi Kredit
EZB-Offizielle jüngst auf einer Konferenz mit ASEAN-Vertretern. Foto: EZB

Wir hatten in den letzten Wochen schon mehrfach über den “de facto”-Skandal berichtet, dass die EZB nach Staatsanleihen jetzt auch Unternehmensanleihen aufkauft, und zwar ab Juni. Und wer ist die EZB? Letztlich verkörpert die EZB mit ihrer Bilanz und ihrem frisch gedruckten Geld ganz am Ende einer Kette die Steuerzahler der Eurozone, also auch uns. Und was geschieht da genau? Anders als bei den bisherigen Käufen von Staatsanleihen wird die EZB die Unternehmensanleihen direkt von den Unternehmen abkaufen. Sie hatte sich bei den Staatsanleihen bisher nämlich an ihr eigenes Prinzip gehalten nie direkt von den Staaten die ausgegebenen Anleihen zu kaufen, sondern erst am freien Markt. Damit wollte man sicherstellen, dass es überhaupt noch reale private Käufer für die Staatsanleihen gibt – man wollte also sozusagen den Anschein wahren, dass der Markt nicht all zu sehr verzerrt wird (Verbot von direkter Staatsfinanzierung).

Bei den Unternehmensanleihen interessiert sich die EZB nicht für so eine Art von Rücksichtnahme. Ob der Markt komplett zerstört bzw. verzerrt wird, ist egal. Man wird direkt Geld an die Unternehmen überweisen, unmittelbar in der Erstauktion ihrer Anleihen. Somit ersetzt die EZB, wenn man darüber nachdenkt, quasi private Kreditinstitute und private Anleihekäufer, die bisher den Unternehmen Geld liehen. Ein anstehender Prozess schärft für uns als Beobachter und Kommentatoren auch noch mal den Blick “auf das große Ganze.” Denn wie die “WamS” berichtete, reichen mehrere Professoren und Unternehmer um den Professor Markus C. Kerber aktuell Klage gegen die EZB ein vor dem Bundesverfassungsgericht ein. Dort bestätigte man vor wenigen Minuten den Eingang der Klage. Laut Kerber handele die EZB als “souveräner Diktator” nach Gutdünken. Anders als bei Staatsanleihenkäufen, wo die Mitglieder der Eurozone für 20% der Käufe gemeinschaftlich haften würden, bestände bei Unternehmensanleihen 100% Haftungsrisiko.

Laut Kerber halte sich die EZB nicht an ihre eigenen Regeln. Auch habe sie sich selbst ermächtigt nach “vagen Bonitätskriterien und ohne feste quantitativen Grenzen” Unternehmensanleihen aufzukaufen. Und da kommen wir so langsam zum “großen Ganzen”. Was geschieht da eigentlich? Wir alle geben (über die EZB) privaten Unternehmen direkt Kredit, theoretisch wie auch praktisch möglich unbegrenzt vom Volumen her. Und prüft ein Kreditgeber nicht normalerweise die Bonität des Schuldners? Gut, bei Anleihen vergeben Käufer hierfür Prüfaufträge an Ratingagenturen. Auch die EZB stützt sich auf die US-Ratingagenturen, die in der Finanzkrise eine glorreiche Rolle spielten und Papphäuser zu hochwertigen Immobilien deklarierten, um es mal in Kurzform auszudrücken.

Wenn eine dieser Agenturen ein hochwertiges Rating vergibt, reicht das der EZB ab Juni aus um direkt Kredit an Dax-Konzerne oder auch große Konzerne von außerhalb der Eurozone zu vergeben. Damit entsteht laut Klage (da schließen wir uns inhaltlich an) eine finanzielle Diskriminierung aller kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die sich nicht mit Millionensummen am Anleihemarkt Geld beschaffen. Sie können sich nicht quasi zu 0% unbegrenzt Kredit bei der EZB (also beim Bürger) beschaffen. Sie müssen weiterhin mühsam Kreditanträge bei ihrer Bank stellen, Businesspläne einreichen oder vielleicht sogar Sicherheiten aufbringen. Das nennt man auch “Verfälschung des Wettbewerbs”. Ob ein großer Konzern z.B. durch das neue EZB-Geld überschuldet wird, oder vielleicht schon ein kaputtes Geschäftsmodell hat? Halleluja, verlassen wir uns doch einfach auf die Seriosität und Fachkenntnis der Ratingagenturen, mag sich die EZB gedacht haben!

Nächster Punkt: Offizielle Aufgabe der EZB ist die sogenannte Geldpolitik – sie soll also die Geldwertstabilität gewährleisten, also die Inflation nicht in die Deflation rutschen lassen, und die Inflation auch nicht zu weit ausufern lassen. Hierzu darf sie diverse Instrumentarien nutzen – ab Juni ist sie selbst der Meinung, dass auch Unternehmensanleihen dazu gehören. Doch diese Käufe stellen eine direkte Kreditvergabe an Privatunternehmen dar. Dies ist definitiv nicht die Aufgabe einer Notenbank, sondern von Privatbanken und bei großen Firmen auch des freien Anleihemarktes.

Wir meinen: Wenn die EZB vor Gericht mit dem Kauf von Unternehmensanleihen durchkommt, kann sie zukünftig ALLES rechtfertigen. Um die Inflation anzuheizen könnte Mario Draghi auch mit seinen frisch gedruckten Euros in der Hosentasche in Frankfurt auf einen Flohmarkt gehen und dort gebrauchte Klamotten, Spielzeug usw an den Verkaufsständen aufkaufen – vom Prinzip her ist das nämlich nichts anderes als die Anleiheaufkäufe. Durch die Bargeldzufuhr am Flohmarkt könnte er argumentieren die Verkäufer der gebrauchten Flohmarktartikel hätten dann endlich Geld in der Tasche um neue Produkte wie Pullover und Jacken zu kaufen – das werde den Wirtschaftskreislauf und die Inflation anregen – so könnte man auch den Stimulus auf dem Flohmarkt rechtfertigen.

Laut Kerber sei die aktuelle Politik der EZB weder notwendig noch geeignet unmittelbar die Konjunktur in der Eurozne durch Steigerung der Inflationsrate auf 2% anzuheben. Abgesehen davon schärft die Klage aber wie gesagt auch den Blick auf das große Ganze. Wohin führt das alles, wenn große Konzerne sich unbegrenzt zu 0% Zinsen von einer Notenbank gedruckte Euros leihen können, während kleine Handwerker oder Mittelständler verzweifeln, weil ihre Bank nicht von ihrem “Businessplan” überzeugt ist? Nennt man das nicht evtl. eine Verzerrung der freien Marktwirtschaft? Und ist das wirklich noch Geldpolitik? Auch hier meinen wir NEIN, das ist eine direkte Kreditvergabe von einer Notenbank an private Unternehmen, was definitiv nicht die Aufgabe einer Notenbank bzw. der EZB sein kann.

8 Kommentare

8 Comments

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    Helmut Josef Weber

    17. Mai 2016 09:34 at 09:34

    Träumer!
    Ich allen Staaten auf der Welt pendeln sich die Gerichte mit Ihrer Rechtsprechung auf die Vorgehensweise der Politik ein.
    Nur so ist und war es möglich, dass straflos zig Gesetze gebrochen werden konnten, um das Geldsystem zu “retten”.
    Selbst das Bundesverfassungsgericht hat und wird auch weiter seine Rechtsprechung bis zur Lächerlichkeit in den Begründungen, der aktuellen Politik anpassen.
    In welchem Land ist das anders?
    Wenn die Gesetzesbrecher selber Gesetze beschließen, dann produzieren sie auch Gesetze, die regeln, dass sie sich straffrei bestechen lassen dürfen.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

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    Cihan

    17. Mai 2016 10:14 at 10:14

    Ist das deutsche Verfassungsgericht für die EZB zuständig?

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      Helmut Josef Weber

      17. Mai 2016 11:42 at 11:42

      Nein, aber es denkt die geldpolitischen Verbrechen der EZB ab, die laut Grundgesetz verboten sind.
      Viele Grüße
      H. J. Weber

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    joah

    17. Mai 2016 10:17 at 10:17

    Damit ist doch dann eindeutig, das die EZB den industriellen (Groß-)Komplex als “systemrelevant” beurteilt, den Rest nicht. Meistens endet eine derartige Umstrukturierung des Geldflusses nach derartiger Priorität nachher in Leid und Zerstörung auf breiter Front.
    Damit beseitigt die EZB aber mutwillig nicht das Kernproblem der Deflation, denn die Käuferschaft versackt immer noch in massiver Keditschuld, aus welcher diese so definitiv nicht herauskommt. Der Industrie fehlen demnach immer noch die Endabnehmer für deren Produkte.

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    oscar

    17. Mai 2016 11:52 at 11:52

    wie der Oberbürgermeister von London schon vor kurzem sagte, die eu und ihre finanzmachinerie, sind mittlerweile eine neo faschistische Diktatur geworden. sehe ich genau so. mit der Politik Hand in Hand fährt die mischpoke Demokratie und bürger an die wand !! alles Drumherum nur hoch perfides dummgeschwätz, um dem Lemming, öhm souveränem bürger, das hirn zu verkleistern. wow ….

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      R1D2

      17. Mai 2016 13:21 at 13:21

      Möglicherweise muss man ein Systemling wie der Oberbürgermeister von London sein, um erst *jetzt* zu merken, dass die EU eine eine neofaschistische Diktatur ist. Tatsächlich war die ursprünglich als Parallelorganisation zur erst 2006 aufgelösten EG gegründete EU niemals etwas anderes. Aber immerhin: wenigstens müssen wir, die wir vor dieser Diktatur frühzeitig warnten, uns nun nichtmehr “Verschwörungstheoretiker” schimpfen lassen. In diesem Sinne einen Guten Morgen an den Londoner Oberblitzmerker und die restlichen Schlafschafe!

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    Wolfgang Koch

    17. Mai 2016 11:57 at 11:57

    Der Gröffinaz(grösster Finanzführer aller Zeiten,Duce Mario D.) befiehlt::Druckerpressen müssen laufen für den geldpolitischen Endsieg!Die Paladine der Bundes(regierung?) applaudieren pflichtgemäss.

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    Steven

    18. Mai 2016 22:40 at 22:40

    Ich freu mich !

    Noch ein kilo Beton am Fuss der EU .
    Jetzt fehlen nur noch ein paar Millionen erwachte Zuschauer (Bürger )die sich mit auf die Wasserprobe freuen und diese nicht beweinen

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Leonhard Fischer: “Die Märkte sind abgeschafft”! Interview mit Markus Fugmann

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Leonhard Fischer war Vorstand bei der Dresdner Bank und bei der Allianz – derzeit ist er Vorsitzender des Anlageausschusses beim “Zukunftsfonds“. Fischer ist ein Freund klarer Worte – und das stellt er in dem folgendem Interview mit Markus Fugmann eindrucksvoll unter Beweis!

“Es gibt keine Märkte mehr”, sagt Leonhard Fischer – eine Preisfindung über Angebot und Nachfrage finde auch an den Aktienmärkten nicht mehr statt. Da alle anderen Mätkte durch die Notenbanken manipuliert seien, würden die Investoren geradezu in die Aktienmärkte gezwungen. Aufgrund dieses Zwangs wiederum spielten Bewertungen an den Aktienmärkten im Grunde gar keine Rolle mehr.

Die Zinsen sind nun unter der Inflation – wodurch sich die Kreditaufnahme rentiere. Priveligiert sei, so Fischer, wer Zugang zu Krediten habe, ob auf staatlicher Ebene (Deutschland mit unbegrenztem Kreditzugang), oder auf persönlicher Ebene (Beamte, Vermögende etc.). Die anderen, die diesen Zugang nicht hätten (kleine Unternehmen; Geringverdiener), würden dagegen die Zeche bezahlen. Das habe aber nichts mit Leistung zu tun, so Leonhard Fischer.

Leonhard Fischer sagt: wir haben einen Paradigmenwechsel, der sich durch folgende Punkte definiere:

1. Cash ist Trash

2. Es gibt keinen Markt mehr (Angebot und Nachfrage), auch die Börse ist das nicht mehr

3. Pleite gehen ist nur noch für kleine Unternehmen und Normalbürger erlaubt, nicht aber für große Investoren (die Fed zuckte und reagierte schon nach zwei Wochen fallender Märkte – statt Investoren, die überhebelt waren, eben pleite gehen zu lassen)

4. Die arbeitende Mittelschicht sei der große Verlierer, die Vermögenden die Gewinner, die von Transferleistung Lebenden dagegen würden sogar eher leicht profitieren

Leonhard Fischer spricht in folgendem Video auch über die Strategie des “Zukunftsfonds”, der sich nach eher schwachem Start in der Coronakrise sehr gut geschlagen hat. Fischer glaubt nicht an die klassischen Risikomodelle  der Banken (die Algorithmen stammten, so Fischer, aus dem 20.Jahrhundert) – und hat in Sachen Risikomanagement einen ganz eigenen, hochinteressanten Ansatz.

Sehen Sie hier die extrem dichten Aussagen eines der besten Denkers im deutschen Finanzspektrum:

Leonhard Fischer über die Abschaffung der Märkte

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Gleitende Durchschnitte und Moving Averages einfach erklärt

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Der Gleitende Durchschnitt (GD) – auch Moving Average genannt – ist ein Indikator der technischen Analyse. Er berechnet sich fortlaufend aus dem Durchschnitt eines Kurses über eine festgelegte Zeitperiode. Der Durchschnitt bzw. das Gleiten, kommt dadurch zustande, dass sich sein Wert mit jeder Kursveränderung der fortlaufenden Periode anpasst. In einem Candlestick-Chart (Kerzenchart) fallen immer die aktuellsten Kerzen in die vorher festgelegte Periode. Die beiden bekanntesten Gleitenden Durchschnitte sind der „einfache Gleitende Durchschnitt“ (Simple Moving Average – SMA) und der „exponentielle Gleitende Durchschnitt“ (Exponential Moving Average – EMA). Eine der Hauptaufgaben des Indikators ist es einen Trend darzustellen und das Rauschen der Preisschwankungen auszugleichen. Sollte der Kurs eines Wertpapiers über dem gewählten gleitenden Durchschnitt notieren, dann kann man das als ein bullisches Signal werten. Konträr dazu handelt es sich um ein bärisches Signal, wenn der Kurs unter dem Durchschnitt notiert. Auf den Gleitenden Durchschnitten basieren viele Handelsstrategien, insbesondere für Trendmärkte.

Eine Ausweitung der Zeitperiode hilft dabei die Kursverläufe mehr und mehr zu glätten. Dadurch erhält man ein klareres Bild, um die Trends besser zu erkennen. Die Zeitperioden können ganz unterschiedlich sein. Die am häufigsten verwendeten Periodenlängen liegen bei 20, 50 und 200. Die Perioden können sich auf Minuten, Stunden, Tage, Wochen und Monate beziehen. Es kommt ganz darauf an in welcher Zeiteinheit man handelt. Auf den größeren Zeitebenen, z.B. auf Tagesbasis, spielen der 50 und 200 (SMA50 + SMA200) Tagesdurchschnitt eine große Rolle. Viele Käufer und Verkäufer – Institutionelle wie auch Privatanleger – beobachten diese Gleitenden Durchschnitte und platzieren dort gerne ihre Orders.

Handelsstrategien auf Basis von Gleitenden Durchschnitten

Die Gleitenden Durchschnitte sind die Basis zahlreicher Handelssysteme. Sie können unterschiedliche Handelssignale ausweisen. Wie bereits erwähnt, zeigt der Moving Average zunächst einmal an, in welche Richtung sich der Trend bewegt. Umso kleiner die Periode, umso volatiler bewegt sich die GD-Linie. Ein SMA20 bewegt sich wesentlich schneller als der SMA200. In einem vereinfachten Beispiel kann der 200-Tagesdurchschnitt die Überhitzung eines Kurses andeuten, sollte sich der Kurs sehr weit von der Durchschnittslinie entfernen. Dann kann es passieren, dass der Kurs wieder an den GD-Linie zurückläuft.  Auf der anderen Seite kann er aber auch als Widerstand und Unterstützung dienen.

In den meisten Handelsstrategien werden mehrere Gleitende Durchschnitte miteinander kombiniert. Dabei gibt es keine Standard-Kombination, sondern ist es abhängig von der Zeiteinheit in der gehandelt wird und dem Handelsstil des jeweiligen Traders. Durch das kreuzen der unterschiedlichen Moving Averages kommen die Signale zustande. Kleine Perioden geben schnellere Signale, liefern dabei aber auch mehr Fehlsignale. Wobei sich große Perioden träge bewegen und weniger Signale auslösen. Die meisten Strategien der Gleitenden Durchschnitte beziehen sich auf Trendmärkte. In Seitwärtsmärkten ist die Gefahr von Fehlsignalen erhöht. Der jeweilige Händler sollte die unterschiedlichen Kombinationen auf verschiedenen Zeitebenen testen, um die für sich und seinen Handelsstil besten Signale zu erhalten.

Gleitende Durchschnitte - Moving Average: leicht erklärt

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USA: Fed-Bilanz, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung im Vergleich

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Die Zentrale der Fed in Washington DC

Wie auch in Europa, so wird in den USA in gigantischem Ausmaß gedruckt, gepumpt und verschuldet. Hier schauen wir uns die Orgie des frischen Geldes mal in Form von Charts an, alle seit dem Jahr 2002. Im ersten Chart sehen wir die Bilanz der Federal Reserve. Sie musste in gigantischem Ausmaß jüngst Geld drucken, um damit Staatsanleihen und viele andere Instrumente aufkaufen zu können. Die Bilanz stieg seit 2002 von gerade mal 719 Milliarden Dollar auf aktuell über 7 Billionen US-Dollar! Noch Ende Februar, kurz vor dem Start der ganzen Rettungsorgien, waren es noch 4,1 Billionen US-Dollar.

Bilanz der Fed seit dem Jahr 2002

Im Vergleich zum Wachstum der Fed-Bilanz sehen wir im folgenden Chart seit dem Jahr 2002 die Entwicklung der offiziellen Arbeitslosenquote in den USA. Damals noch bei 5,7 Prozent, stieg sie in der Spitze der Finanzkrise bis auf 10 Prozent an. Dann in den Boomjahren danach die Erholung bis auf nur noch 3,5 Prozent im Februar 2020. Was für eine Vollbeschäftigung! Ein Paradies in jeder Hinsicht? Und dann der große Knall durch die Coronakrise. Binnen weniger Wochen die Explosion der Arbeitslosigkeit auf 14,7 Prozent.

Offizielle Arbeitslosenquote in den USA seit 2002

Die US-Staatsverschuldung, die entwickelt sich völlig unabhängig von Konjunkturzyklen oder Notenbank-Bilanzen! Dies sieht man im folgenden Chart, auch seit dem Jahr 2002. Egal ob während der Finanzkrise oder danach in einem jahrelangen Konjunkturboom, wo der Staat eigentlich Gelegenheit hätte Schulden abzubauen. Die Verschuldung der US-Regierung wächst konstant weiter an, von 6 Billionen US-Dollar im Jahr 2002 auf aktuell über 25 Billionen Dollar, was hier im Chart noch nicht final aktualisiert wurde. Die nächsten Monate wird diese Zahl wohl deutlich anwachsen, aufgrund der Rettungsmaßnahmen in Folge der Coronakrise.

US-Staatsverschuldung seit 2002 wächst kontinuierlich an

Aber zum Schluss nochmal zurück zur Arbeitslosigkeit in den USA. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung seit den 1950er-Jahren. So erkennt man besser die aktuelle dramatische Lage!

Arbeitslosigkeit in den USA seit den 1950er Jahren
Charts: St. Louis Fed

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