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Aktien

Siemens kauft Aktien für 3 Mrd Euro zurück – man will in 2016 stärker wachsen als GE und ABB

Redaktion

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FMW-Redaktion

Siemens hat heute seine Zahlen verkündet. Im Industriebereich hat man im 4. Quartal die Gewinnerwartungen leicht übertrofffen mit 2,5 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 3,30 auf jetzt 3,50 Euro steigen. Wichtig für Investoren: Chef Joe Kaeser verkündete man werde in 2016 schneller wachsen also die Konkurrenten wie GE oder ABB. Daran wird er sich messen lassen müssen! Umsatz und Auftragseingänge in 2015 stiegen um jeweils 6%.

Siemens will für 3 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen (dafür gibt man sich 36 Monate Zeit). Wenn man bedenkt: Der Gewinn nach Steuern im Geschäftsjahr 2015 (gerade beendet) liegt insg. bei 7,4 Milliarden Euro (im Vorjahr 5,5 Mrd). Man verpulvert also einen anständigen Teil seines Gewinns um ein wenig Kurspflege zu betreiben. Gerade erst hat man in den letzten zwei Jahren für 4 Milliarden Euro eigene Aktien zurückgekauft.

Wahrscheinlich hat sich der noch relativ neue Siemens-Chef Joe Kaeser diese Art der Aktionärsbetreuung bei den Konzernlenkern in den USA abgeschaut, wo man schon fast als schlechter Vorstandschef gilt, wenn man keine eigenen Aktien zurückkauft. Denn durch diese Maßnahme verknappt man das Angebot an frei handelbaren Aktien, und so soll fast automatisch der eigene Aktienkurs hochgezogen werden. In der Theorie funktioniert das auch – nur in der Praxis ist genau diese Strategie in den USA in den letzten Monaten brutal verpufft. Erfolglose Unternehmen, die damit Kurspflege betreiben wollten, verpulverten lediglich sinnlos ihr Cash, was sie entweder direkt hätten an die Aktionäre ausschütten können, oder man hätte das Cash in der Firma für Investitionen belassen können.

Einer der besten Beweise, dass man mit Aktienrückkäufen einen schlechten Kursverlauf nicht ändern kann, ist der umstrittene Saatguthersteller Monsanto, dessen Aktie Anfang des Jahres noch bei 125 Dollar lag, jetzt nur noch bei 93. Diverse Male hat man in den letzten Quartalen Aktien für Milliardensummen zurückgekauft, geholfen hat es nichts, da die große Masse des Markts die Unternehmensentwicklung negativ sah und die Aktie fallen lies. Siemens half das bisher auch  nicht. In den letzten beiden Jahren pendelte der Aktienkurs zwischen 78 und 103 Euro.

Aus der heutigen Siemens-Pressemitteilung zum Ausblick für das Geschäft heißt es:

„Für das Geschäftsjahr 2016 geht Siemens davon aus, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation weiter eintrüben und das geopolitische Umfeld komplex bleiben wird. Trotzdem erwartet das Unternehmen ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse, bereinigt um Währungsumrechnungseffekte. Siemens geht davon aus, mit einem deutlich über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von klar über 1 zu erreichen. Für das Industrielle Geschäft erwartet Siemens eine Ergebnismarge von 10% bis 11%. Darüber hinaus rechnet das Unternehmen mit einem unverwässerten Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) innerhalb einer Bandbreite von 5,90 € bis 6,20 €, im Vergleich zu 5,18 €, die Siemens im Geschäftsjahr 2015 ohne Veräußerungsgewinne von 3,66 € je Aktie aus dem Verkauf der Hörgerätesparte und der Beteiligung an BSH erreicht hatte. Der vergleichbare Gewinn pro Aktie soll damit um mindestens 14% und damit zweistellig wachsen. Der Ausblick beruht auf der Annahme, dass sich das Marktumfeld der hochmargigen kurzzyklischen Geschäfte in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2016 beleben wird. Außerdem sind von diesem Ausblick Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen.“


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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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