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Siemens mit Quartalszahlen: Aufträge und Gewinn beeinträchtigt, Prognose gekippt

Siemens hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,23 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 14,25). Siemens merkt dazu an, dass Zuwächse bei Siemens Healthineers und Mobility einen Rückgang bei Digital Industries ausglichen.

Der Gewinn (aus fortgeführten Aktivitäten) liegt bei 1,01 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,72).

Die Coronakrise sieht man bei den Auftragseingängen. Hier sinkt der Wert im Jahresvergleich von 16,46 auf 15,15 Milliarden Euro.

Das Aktienrückkaufprogramm wird ausgesetzt. Aber nicht wegen der Coronakrise, sondern wegen der Abspaltung von Siemens Energy. Es gebe regulatorische Gründe. Nach der Abspaltung sollen die Aktienrückkäufe wieder aufgenommen werden.

Die Aktie notiert zum Handelsstart mit 4 Prozent im Plus. Nach dem Motto: Bei den Zahlen, das geht ja noch! Puhhh, Siemens kommt mit einem blauen Auge durch die Krise?

Hier der Ausblick von Siemens im Wortlaut:

Siemens zeigte im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 eine solide Leistung, selbst als die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie begannen, unsere Geschäftsprozesse und unsere Finanzergebnisse zu beeinträchtigen. Für das dritte Quartal unseres Geschäftsjahrs erwarten wir einen noch höheren Einfluss der Pandemie auf unsere Geschäftsentwicklung. Über das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2020 hinaus können gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und ihr Einfluss auf Siemens derzeit noch nicht zuverlässig eingeschätzt werden. Deshalb können wir unsere ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nicht mehr bestätigen. Im Geschäftsjahr 2020 erwarten wir nunmehr einen moderaten Rückgang der vergleichbaren Umsatzerlöse (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) sowie ein weiterhin über 1 liegendes Book-to-Bill-Verhältnis. Der Nachfragerückgang schlägt sich am stärksten in unseren Operativen Unternehmen Digital Industries und Smart Infrastructure nieder.

Wir halten an der Abspaltung und dem Börsengang von Siemens Energy vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2020 fest. Daraus erwarten wir einen Abspaltungsgewinn, der innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten gezeigt wird, dessen Höhe noch nicht zuverlässig vorhergesagt werden kann. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Kosten aus der Abspaltung sowie Steueraufwendungen in Zusammenhang mit der Ausgliederung und der Aufstellung des Teilkonzerns Siemens Energy unseren Gewinn nach Steuern wesentlich belasten werden.

Aufgrund der vorgenannten Sachverhalte nehmen wir derzeit Abstand davon, für das Geschäftsjahr 2020 eine Prognose für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) zu geben.

Siemens Quartalszahlen im Detail


Foto: Rufus46 CC BY-SA 3.0



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