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Siemens-Quartalszahlen: Ordentliche Zahlen – trotz Umsatzeinbruch steigen die Energie-Auftragseingänge um 11%

Die Siemens-Quartalszahlen sind heute früh veröffentlicht worden. Hier die wichtigsten Kennzahlen…

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FMW-Redaktion

Die Siemens-Quartalszahlen sind heute früh veröffentlicht worden. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 22,3 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 21,95).

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,29 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,17). Das ist noch ganz schön ordentlich bei den Problemen im Bereich Kraftwerke/Energie.

Die Auftragseingänge steigen im Jahresvergleich vom 20,3 auf 23,7 Milliarden Euro – ein guter Wert!

Und da kommen wir auch schon zum Energiebereich, auf den momentan alle gebannt schauen (zweite Grafik). Der Umsatz geht hier im Jahresvergleich um satte 20% zurück von 4,5 auf 3,6 Milliarden Euro. Aber: Die Auftragseingänge steigen im selben Zeitraum um 11% von 3,2 auf 3,58 Milliarden Euro. Da kann man sich schon fragen, warum tausende Entlassungen in dem Segment anstehen sollen, wenn die Auftragseingänge steigen. Denn dies sind ja die zukünftigen Umsätze!

Hier der Ausblick im Wortlaut von Siemens:

Mit Blick auf unser Marktumfeld im Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein gemischtes Bild, das von starken Märkten für unsere kurzzyklischen Geschäfte bis hin zu belastenden Entwicklungen in unseren Märkten für Stromerzeugung reicht. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die möglicherweise die Investitionsneigung bremsen. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Ferner gehen wir davon aus, mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 zu erreichen. Wir erwarten eine Ergebnismarge von 11,0% bis 12,0% für unser Industrielles Geschäft und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) innerhalb einer Bandbreite von 7,20 € bis 7,70 €, beides ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung.

Hier der Headline-Spruch von Siemens zu den Zahlen:

»Unser globales Team hat im Geschäftsjahr 2017 hervorragende Ergebnisse erzielt, die sogar über dem historischen Erfolg des letzten Jahres liegen. Die meisten Geschäfte sind so stark wie nie und für das digitale Zeitalter bestens gerüstet. Dennoch haben wir in einzelnen Geschäften strukturelle Aufgaben zu bewältigen. Für das Geschäftsjahr 2018 liegt sehr viel Arbeit vor uns. Wir werden unsere Chancen im Markt nutzen und Herausforderungen umsichtig, verantwortungsvoll und konsequent angehen«, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.


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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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