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Siemens-Quartalszahlen: Großer Schub beim Auftragseingang!

Siemens kann aktuell mit seinen Quartalszahlen überzeugen. Besonders der Auftragseingang macht einen großen Sprung nach vorne.

Siemens Schriftzug
Foto: Liesa Johannssen-Koppitz/Bloomberg

Siemens hat heute früh seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Fakten.

Der Umsatz liegt bei 19,38 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 18,9 / für heute erwartet 19,37).

Der Auftragseingang liegt bei 24,72 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 19,78 / für heute erwartet 21,72) Ausschlaggebend war laut Siemens ein sehr stark angestiegenes Volumen aus Großaufträgen im Bereich Mobility.

Der Gewinn (Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten) liegt bei 2,22 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,16).

Der Gewinn pro Aktie liegt bei 2,78 Euro (Vorjahresquartal 2,66 / für heute erwartet 2,42).

Die Aktie notiert heute früh bei Tradegate bei -0,41 %.

Hier die aktuelle Headline-Aussage von Siemens zu den Quartalszahlen: „Mit unserer Leistung im dritten Quartal beweisen wir, dass Siemens trotz eines volatilen globalen Markts robuste Ergebnisse liefert. Wir zeigen anhaltende Wachstumsdynamik bei Auftragseingang, Umsatzerlösen und Gewinn nach Steuern. Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben unsere Wachstumstreiber. Mit dem Abschluss der Übernahme von Dotmatics erschließen wir neue Märkte im Bereich Life Sciences und verbinden wissenschaftliche Intelligenz mit unseren industriellen KI-Technologien“, sagte Dr. Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

„Im dritten Quartal erzielten wir einen hervorragenden Free Cash Flow von 2,9 Milliarden Euro, und für das gesamte Geschäftsjahr streben wir wieder eine zweistellige Free-Cash-Flow-Rendite an. Mit Blick auf die Zukunft sind wir weiterhin überzeugt, dass wir ein nachhaltiges und profitables Wachstum erzielen werden. Wir bestätigen unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2025“, sagte Prof. Dr. Ralf P. Thomas, Finanzvorstand der Siemens AG.

Siemens-Umsatz steigt dank robuster Nachfrage nach Bahnprodukten

Hier der aktuelle Bericht von Bloomberg: Der Umsatz und die Auftragseingänge bei Siemens sind im dritten Quartal gestiegen, nachdem die robuste Nachfrage nach den Bahnprodukten des deutschen Industriekonzerns den starken Rückgang im Softwaregeschäft ausgleichen konnte.

Der vergleichbare Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 5 % auf 19,4 Mrd. Euro, teilte Siemens heute mit. Die Auftragseingänge im Mobilitätsbereich haben sich mehr als verdreifacht, darunter ein Auftrag über 3,5 Mrd. Euro für ein schlüsselfertiges Bahnsystem in Ägypten. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr.

Es gab jedoch auch einige Schwachstellen. In der Sparte Digital Industries, die Geräte für die Fabrikautomatisierung herstellt, sank der Umsatz. Während das Automatisierungsgeschäft in China und den USA wuchs, brach der Softwareumsatz nach einem starken Vorjahreszeitraum ein. Wie die meisten Hersteller hat auch der deutsche Konzern mit höheren Zöllen zu kämpfen.

Siemens hat mit einem Abschwung in China zu kämpfen, der den Absatz seiner Fabrikautomatisierungsgeräte beeinträchtigt. Stattdessen setzt das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach Schienen- und insbesondere Elektrifizierungsprodukten, einer Branche, die von massiven Investitionen in energieintensive Rechenzentren für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitiert.

Siemens Energy, das 2020 aus Siemens ausgegliedert wurde, gab diese Woche bekannt, dass es aufgrund der starken Nachfrage nach Gasturbinen davon ausgeht, das obere Ende seiner Gesamtjahresprognose zu erreichen. ABB meldete im Juli einen Rekordauftragsbestand und besser als erwartete Margen für das zweite Quartal, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach Automatisierungstools und datenzentrumsgetriebene Investitionen in Stromnetze.

Um die Rentabilität zu verbessern, stellt Siemens alle Geschäftsbereiche auf softwaregesteuerte Produktlinien um. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr vereinbart, den Softwarehersteller Altair Engineering für einen Unternehmenswert von 10 Milliarden US-Dollar zu kaufen, da es aufgrund der zunehmenden Verbreitung künstlicher Intelligenz auf eine steigende Nachfrage im Bereich der Industriesoftware setzt.

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Ich kann es der Siemens AG nicht verdenken, daß sie die staatlichen Rahmenbedingungen der Bundeskanzler Friedrich Merz-Bundesregierung/Koalition nutzt, um entsprechend Züge verkaufen zu können. Die Merz-Regierung sind in Sachen vernetzter Verkehr verkehrspolitische Stümper, da sie auf der einen Seite Mittel in die Deutsche Bahn verpulvern, und auf der anderen Seite eine Steuer-Sauerei in Sachen Luftverkehrssteuer zu verantworten haben, da sie die Koalitionsvertrag-Vereinbarung Wir wollen die Erhöhung der Luftverkehrssteuer zurücknehmen nicht umsetzen.

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