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Siemens-Quartalszahlen: Robuste Gesamtzahlen, schwächelnde Energiesparte mit -20% Umsatz

Soeben wurden die Siemens-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 19,82 Milliarden Euro...

FMW-Redaktion

Soeben wurden die Siemens-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 19,82 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 19,21). Beim großen US-Konkurrenten GE ging der Umsatz im letzten Quartal um 5% zurück – also steht Siemens im Vergleich dazu gut da!

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 2,21 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,98). Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft sinkt aber um 14%. Auch sind 655 Millionen Euro aus dem Osram-Restverkauf enthalten, die die Zahlen besser aussehen lassen.

Wichtig: Im letzten Quartal lagen die gesamten Auftragseingänge 14% höher als vor einem Jahr. Damit sind auch in den nächsten Quartalen gute Umsätze zu erwarten!

Es gab in den letzten Monaten massive Schließungsankündigungen diverse Standorte in Deutschland. Dabei geht es um die Energiesparte „Power and Gas“ (6900 Entlassungen), die kräftig schwächelt. Das zeigt sich auch in den aktuell präsentierten Zahlen (zweite Grafik unten). Der Umsatz in diesem Segment geht um 20% zurück, der Gewinn sinkt um 49%. Auch die Zukunft sieht wenig rosig aus, mit um 8% rückläufigen Auftragseingängen.

Der Ausblick hier im Wortlaut von Siemens:

Mit Blick auf unser Marktumfeld im Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein gemischtes Bild, das von starken Märkten für unsere kurzzyklischen Geschäfte bis hin zu belastenden Entwicklungen in unseren Märkten für Stromerzeugung reicht. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die möglicherweise die Investitionsneigung bremsen. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Ferner gehen wir davon aus, mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 zu erreichen. Wir erwarten eine Ergebnismarge von 11,0% bis 12,0% für unser Industrielles Geschäft und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) innerhalb einer Bandbreite von 7,20 € bis 7,70 €, beides ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung. Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. Ebenso ausgenommen sind Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie in Zusammenhang mit Minderheitsanteilen an Healthineers im Zuge des geplanten Börsengangs sowie mögliche Auswirkungen, die sich aus der Ankündigung eines neuen strategischen Programms ergeben könnten.



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1 Kommentar

  1. Wenn der Gewinn vor Ertragsteuern von 2695 Mio auf 2345 Mio sinkt und das Ergebnis durch den gesunkenen Steueraufwand gerettet wird, sehe ich keinen Grund zur Euphorie.

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