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Aktien

Siemens und Deutsche Telekom mit Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Siemens und Deutsche Telekom haben heute ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten in Kürze.

Siemens zeigt für das dritte Quartal, welches das letzte Quartal im Geschäftsjahr 2020 des Unternehmens war, einen Umsatz von 15,31 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 16,38). Der Auftragseingang liegt bei 15,56 Milliarden Euro nach 15,66 Milliarden Euro im Vorjahr. Bei der Coronakrise, da sind das doch recht akzeptable Zahlen!

Der Gewinn (aus fortgeführten Aktivitäten) liegt bei 1,07 Milliarden Euro nach 1,38 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch das ist respektabel bei der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten!

Die Siemens-Aktie verliert heute 3 Prozent.

Hier der Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 im Wortlaut von Siemens:

Bei der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 wird unterstellt, dass COVID-19 die Weltwirtschaft nicht dauerhaft belasten wird. Unter dieser Voraussetzung erwartet Siemens ein verhältnismäßig robustes Wachstum des globalen BIP. Es ist damit zu rechnen, dass wichtige Kundenbranchen von Siemens weiterhin Herausforderungen in Verbindung mit COVID-19 und branchenspezifischen Strukturveränderungen ausgesetzt sein werden und dies dazu führen wird, dass das Wachstum der globalen Anlageinvestitionen hinter dem BIP-Wachstum zurückbleiben wird. Trotzdem werden im Geschäftsjahr 2021 verbesserte Bedingungen, insbesondere für die hochmargigen kurzzyklischen Geschäfte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte, erwartet.

Ferner ist davon auszugehen, dass negative Währungseffekte sowohl die nominalen Wachstumsraten beim Volumen als auch das Angepasste EBITA der Industriellen Geschäfte im Geschäftsjahr 2021 stark belasten werden. Es wird erwartet, dass der Siemens-Konzern auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse und ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-toBill-Verhältnis) von über 1 erreichen wird.

Grafik zeigt Details der Quartalszahlen von Siemens

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom zeigt für das 3. Quartal einen Umsatz von 26,39 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 20,02).

Der Gewinn (bereinigtes EBITDA) liegt bei 9,69 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,48).

Die Deutsche Telekom-Aktie ist heute mit 0,4 Prozent im Plus.

Verdammt gutes Wachstum bei Umsatz und Gewinn! Klar, in Corona-Zeiten steigt der Bedarf an schnellem Internet und Mobilfunkangeboten deutlich, wenn mehr Menschen von zuhause aus arbeiten und sich online mit Kollegen vernetzen müssen. Auch wird natürlich mehr privat per Handy kommuniziert, wenn man Verwandte und Freunde nicht persönlich treffen kann.

Hier die Prognose von der Deutschen Telekom im Wortlaut:

Abweichend von den im Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 veröffentlichten Prognosen gehen wir trotz des in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie schwierigen wirtschaftlichen Umfelds davon aus, dass das bereinigte EBITDA AL und der Free Cashflow AL des Konzerns im Geschäftsjahr 2020 stärker als bislang erwartet wachsen werden. Wir erwarten nun für das Geschäftsjahr 2020 ein bereinigtes EBITDA AL für den Konzern von mindestens 35 Mrd. €, statt bislang rund 34 Mrd. €. Maßgeblich für die erneute Erhöhung ist die über unseren Erwartungen liegende Entwicklung des Geschäfts im operativen Segment USA, für das wir mit rund 23,5 Mrd. US‑$ ein um etwa 1,0 Mrd. US‑$ höheres bereinigtes EBITDA AL als bislang erwarten. Aber auch für das Geschäft außerhalb der USA erwarten wir insgesamt mit 14,0 Mrd. € ein höheres bereinigtes EBITDA AL als die bislang erwarteten 13,9 Mrd. €. Damit gehen wir davon aus, negative Effekte in unserem operativen Segment Systemgeschäft mehr als ausgleichen zu können. Für dieses erwarten wir, bedingt durch das aufgrund der Coronavirus-Pandemie gegenwärtig schwierige Neugeschäft, nicht die ursprüngliche Prognose für Umsatz, das bereinigte EBITDA AL sowie den Auftragseingang erreichen zu können.

Aufgrund der Anhebung unserer Prognose für das bereinigte EBITDA AL erhöhen wir ebenfalls die Free Cashflow AL-Prognose für den Konzern von bisher mindestens 5,5 Mrd. € auf mindestens 6,0 Mrd. € für das Gesamtjahr 2020. Die zuletzt abgegebenen Aussagen für den Cash Capex behalten ihre Gültigkeit: So erwarten wir den Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) für das operative Segment USA auch aufgrund der erwarteten Investitionen im Zusammenhang mit der Integration der Unternehmen in einer Höhe von rund 11 Mrd. US‑$. Den Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) für den Konzern für das Geschäftsjahr 2020 prognostizieren wir in einer Höhe von rund 17 Mrd. €.

Grafik zeigt Details der Quartalszahlen für die Deutsche Telekom

Telefonzelle der Telekom
Telefonzelle der Telekom.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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