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Gold/Silber

Silber – eine Extremstrategie für hart gesottene Spekulanten

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren. Wenn Sie dieser Weisheit des Börsenaltmeisters André Kostolany folgen möchten und zu der ersten oder dritten Kategorie zählen, dann könnte diese Spekulationsidee in Silber durchaus interessant sein.

Silber Barren
Foto: pixabay / tookapic

Silber – die Allzeithoch-Spekulation

Die Grundlage jeder Spekulation ist eine Idee, wohin sich ein Markt bewegen könnte. Im Falle von Silber besteht aktuell der Vorteil darin, dass bereits eine starke Indikation dafür existiert, in welche Richtung sich der Preis in Zukunft entwickeln könnte: nämlich der Goldpreis.

Silber vs Gold

Bereits während der Edelmetallhausse der Siebzigerjahre und auch während der Finanzkrise ab 2008 gab es ähnliche Muster wie im aktuellen Edelmetallzyklus: Gold läuft voraus und Silber mit Verzögerung hinterher. Umso länger der Hausse-Zyklus dabei anhält, umso mehr performt das weiße Edelmetall das große gelbe Brudermetall aus.

Der Goldpreis hat in Euro bereits neue Höchststände erreicht, in US-Dollar fehlen aktuell noch 28 Prozent bis dorthin.
Ganz anders bei Silber: Bis zum Allzeithoch vom 25. April 2011 fehlen in Euro noch 114 Prozent und auf Dollarbasis sogar noch 183 Prozent.

Da für beide Metalle ähnliche Gründe für einen Preisanstieg vorliegen, bietet sich eine Long-Spekulation auf ein Schließen der Lücke zum Allzeithoch bei Silber an. Natürlich ist der Markt deutlich enger als der Goldmarkt, was u. a. eine deutlich höhere Volatilität der Preise zur Folge hat. Auch ist im Gegensatz zu Gold die konjunktursensitive Industrie mit 58 Prozent der momentan größte Nachfrager nach Silber. Bei Gold ist es mit fast 50 Prozent die Schmuckindustrie und zu 17 Prozent die Zentralbanken.

Doch Silber ist ein wahres Multitalent und die Übereinstimmung der Kaufmotive bei beiden Edelmetallen ist speziell bei Investoren stark ausgeprägt. Vor allem bei Münzen, Barren und physisch gedeckten ETF sind die Erwartungen der sehr ähnlich und zielen v. a. auf die monetären Eigenschaften der Metalle ab. Ähnlich wie bei Gold erwarten die Käufer auch von Silber einen Schutz vor Geldentwertung, staatlicher Willkür und Diskretion bei der Geldanlage (anonymer erworbener Schmuck, Münzen und Barren). So gab es sowohl während der Inflationsphase der Siebzigerjahre als auch während der Finanzkrise massive Zuflüsse in Silber, ebenso wie in Gold, was nach anfänglichem Zögern aufgrund der Marktenge zu einer enormen Outperformance des weißen Edelmetalls führte. Der Hauptgrund für den Nachlauf der Preise liegt in der Leistbarkeit: Wird Gold zu teuer, dann wird es in der Schmuckindustrie und bei der Geldanlage sukzessive durch Silber substituiert.

Führt man sich das jetzige Umfeld vor Augen und erkennt, dass die Finanz- und Schuldenkrise eigentlich nie gelöst, sondern lediglich vertagt wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass Silber erneut den Goldpreis outperformen und in den kommenden Jahren seine Höchststände ebenfalls erreichen kann.

Das Spekulationsinstrument

Umso volatiler sich der Markt in Richtung Zielmarke entwickelt, umso besser. Das gilt v. a., wenn man mittels Optionsscheinen spekuliert. Dadurch ist es möglich, mit geringem Kapitaleinsatz einen hohen nominellen Gewinn zu erwirtschaften. Natürlich kann man auch andere, fremdkapitalgehebelte Derivate, wie z. B. Future- oder Mini-Future-Kontrakte, Hebelzertifikate oder CFDs einsetzen. Dabei würde man aber einen entscheidenden Renditefaktor außen vorlassen: die Volatilität. Silber hat die besondere Eigenschaft, seine Volatilität in Hausse-Phasen zu verstärken. Da die Volatilität Bestandteil des Optionsscheinpreises ist, wirkt sich eine Steigerung positiv auf den Wert des Scheins aus. So stieg in der letzten massiven Silber-Hausse von August 2010 bis März 2011 die Volatilität des Silberpreises stufenweise an, was sich auch positiv in den Optionsscheinbewertungen bemerkbar machte.

XAGUSD

Neben der impliziten Volatilität (erwartete Schwankungsbreite der Kurse) gibt es weitere Einflussfaktoren auf den Wert eines Optionsscheins: den Kurs des Basiswerts, den Basispreis (Options-Gewinnschwelle), den risikolosen Zins (entgangener Zins), den Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sowie die Restlaufzeit des Optionsscheins in Handelstagen.

Geht man davon aus, dass der Silberpreis in den nächsten drei Jahren sein Allzeithoch vom 25. April bei knapp 50 US-Dollar wieder erreichen kann, dann würde man z. B. einen Kauf-Optionsschein (Call-OS) mit einem Basispreis von 35 US-Dollar und einer Restlaufzeit von über zwei Jahren auswählen.

Solange der Silberpreis unter 35 US-Dollar liegt, besteht der Wert des Optionsscheins nur aus dem Zeitwert und der impliziten Volatilität. Der Schein ist solange „aus dem Geld“ bis die 35 US-Dollar-Marke überschritten wird. Ab dann kommt noch der innere Wert zum Optionsscheinpreis hinzu. Entsprechende Scheine können Sie zum Beispiel hier finden.

Das Potenzial

Wie hoch wäre die Rendite, wenn der Silberpreis die Zielmarke von 50 US-Dollar pro Unze Silber am 8. Oktober 2021, also in zwei Jahren, erreichen würde? Angenommen, dass allgemeine Zinsniveau verändert sich nicht (wenn es weiter fällt, umso besser), die Volatilität steigt um ca. 1/5 an und der Wechselkurs bleibt auch ungefähr gleich, dann läge die Rendite des exemplarischen Optionsscheins vor Steuern bei +1.835 Prozent. Zu jedem in Deutschland handelbaren Optionsschein kann man mittels eines Optionsscheinrechners kalkulieren, wie sich der jeweilige Schein entwickelt, wenn ein beliebiges Szenario eintritt.

Das Sicherheitsnetz

Der Vorteil von Optionsscheinen ist, dass es keine Knock-Out-Schwellen und auch keine Nachschusspflicht gibt. Selbst wenn der Basispreis, in diesem Falle Silber, nochmals stark korrigiert, bleibt der Schein im Worst Case mit einem Mindestwert von z. B. 0,1 Cent als Position im Wertpapierdepot bestehen. Steigt der Silberpreis während der Laufzeit des Optionsscheins wieder in Richtung Zielmarke, würde der Schein dennoch signifikant in den Gewinn laufen. Um das Risiko zu reduzieren, empfiehlt es sich, die Position bei einem aufgelaufenen Buchgewinn von 100 Prozent zu halbieren, sodass der ursprüngliche Kapitaleinsatz nicht mehr verloren gehen kann.

Fazit und Risikohinweis

Die hier vorgestellte Strategie ist hochspekulativ und basiert auf derivativen Finanzinstrumenten, die zur höchsten Risikoklasse bei Finanzanlagen gehören. Neben dem Emittentenrisiko besteht auch ein Kursrisiko, ein Volatilitätsrisiko, ein Zinsänderungsrisiko (nach oben) sowie ein Laufzeitrisiko. Der Verlust großer Teile des eingesetzten Kapitals und sogar ein Totalverlust sollten verkraftbar sein.

Hinweis: Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Übelkeit

    7. Oktober 2019 21:23 at 21:23

    Optionschein auf Silber …

    Das Asset kauft man als Vermögensschutz. Noch absurder als ein ETF ist nur noch der Optionsschein oder andere Derivate auf diese.

  2. Avatar

    Chris

    8. Oktober 2019 10:05 at 10:05

    Danke, für die Erklärung.

    Ich habe bei Optionsscheinen häufig Probleme mit der Kursstellung und der Veräußerbarkeit erlebt und bin deshalb auf CFDs gewechselt, gerade die Volaberechnung war für mich nicht nachzuvollziehen.

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Gold/Silber

World Gold Council meldet für 2020 Rekordzahlen – positive wie negative

Jörg Bernhard

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis performte im vergangenen Jahr mit plus 24,6 Prozent ausgesprochen gut. In den einzelnen Marktsegmente entwickelte sich die weltweite Nachfrage nach Gold allerdings eher uneinheitlich.

Rekordhohe Zuflüsse bei ETFs

Der World Gold Council (WGC), die Interessenvertretung internationaler Goldminenunternehmen, liefert alle drei Monate interessante Daten zum Goldmarkt. Diesmal standen Zahlen zum vierten Quartal bzw. zum Gesamtjahr 2020 zur Bekanntgabe an. Grundsätzlich kann man festhalten: Zu verdanken war die starke Performance im Goldpreis vor allem stark verunsicherten Investoren (unter Joe Biden wird es nicht einfach – mehr dazu hier).

Bei physisch hinterlegten Gold-ETFs (Begriffserklärung hier) fiel das weltweite Kaufinteresse besonders stark ins Gewicht. Obwohl im vierten Quartal Abflüsse in Höhe von 130 Tonnen zu Buche schlugen, haben sich auf Jahressicht die Goldbestände dieser Wertpapiere um 120 Prozent auf 877,1 Tonnen erhöht. Damit wurde zudem der bisherige Rekord aus dem Jahr 2009 (646,1 Tonnen) deutlich übertroffen. Bergauf ging es aber auch mit dem Interesse an Goldbarren bzw. -münzen, wenngleich deutlich weniger dynamisch. Weil in China (-6 Prozent) und Indien (-11 Prozent) deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren, war hier insgesamt lediglich ein Zuwachs um drei Prozent auf 896,1 Tonnen verzeichnet worden.

Rekordtief bei der globalen Schmucknachfrage

Ausgesprochen schlecht entwickelte sich im vergangenen Jahr jedoch die Schmucknachfrage. In diesem Marktsegment stellte sich nämlich corona-bedingt ein kräftiger Nachfrageeinbruch bei Gold in Höhe von 34 Prozent auf das Rekordtief von 1.411,6 Tonnen ein. Die beiden wichtigsten Nachfragenationen China (-35 Prozent) und Indien (-42 Prozent) waren hierfür hauptverantwortlich.

Nachlassendes Interesse war aber auch im Notenbankensektor zu beobachten. Nachdem sich die Nettokäufe der Zentralbanken im Jahr 2019 noch auf 668,5 Tonnen belaufen haben, gab es für das vergangene Jahr mit 272,9 Tonnen Gold einen markanten Einbruch um 59 Prozent zu beklagen. Bei der Industrienachfrage überwogen ebenfalls die negativen Vorzeichen. Gegenüber den Vorjahreszahlen stellte sich in diesem Marktsegment ein Minus von sieben Prozent auf 301,9 Tonnen ein.

Last but not least: Auf der Angebotsseite in Gold gab es für 2020 – bedingt durch die Pandemie – trotz des steigenden Goldpreises einen Rückgang des globalen Goldangebots um vier Prozent auf 4.633,1 Tonnen zu beklagen. Während im Recyclingsektor (+ 1 Prozent) leichte Zuwächse erzielt wurden, haben die Lockdowns in der Minenproduktion (-4 Prozent) signifikante Einbußen verursacht.

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Gold/Silber

Goldpreis: Wacklige Nummer bei 1.850 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis war am Freitag von 1.863 auf 1.837 Dollar gefallen, konnte sich dann aber Abends wieder erholen. Bis jetzt kann Gold Niveaus um die. 1.850 Dollar halten. Der zehn Tage zurückreichende Chart zeigt, dass es aktuell keine klare Trendrichtung gibt (wir sprachen schon letzte Woche über die schwierige Lage vor allem dank der Biden-Wahl). Der US-Dollar als negative Korrelation zu Gold hatte die ganze letzte Woche eine fallende Tendenz, und wirkt so, als wolle er heute weiter fallen. Aber da gibt es noch andere Faktoren für den Goldpreis. Hier drucken wir zwei ganz aktuelle Analystenkommentare von heute ab.

Verschiedene Faktoren ziehen derzeit am Goldpreis

Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst at Swissquote Bank, meint aktuell zu Gold, dass die Bären einen starken Abwärtsdruck auf den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei der Marke von 1.846 Dollar ausüben, da die Risikobereitschaft trotz aller negativen Stimmungen aufgrund des Virus solide bleibe, und die 10-jährige US-Rendite sich nahe der 1,10 %-Marke halte.

Naeem Aslam, Chief Market Analyst bei Avatrade sagt aktuell über Gold, dass das Edelmetall Metall wieder einmal darum kämpfe im positiven Bereich zu bleiben. Händler würden hoffen, dass Joe Bidens neues Konjunkturpaket grünes Licht von den Gesetzgebern bekomme, und dies könne den Goldpreis stützen. Gold gelte als Absicherung gegen Inflation, und das ist hier das wichtigste Spiel. Mit Sicherheit werde Gold in dieser Woche eine viel höhere Volatilität erleben. Und das Ereignis, das den Goldpreis am meisten beeinflussen dürfte, werde die US-BIP-Zahl (am Donnerstag um 14:30 Uhr) sein.

Man sehe keine große Aufwärtsbewegung für den Goldpreis, da Pfizer sein Problem mit der Lieferung von Coronavirus-Impfstoffen gelöst habe. Dies bedeute, dass man weniger Herausforderungen bei der Erreichung der Hauptziele sehen könnte. Da immer mehr Menschen die Impfung erhalten, werde der Weg zur wirtschaftlichen Erholung laut Naeem Aslam wahrscheinlich sanfter werden, und das sollte die Investoren zu risikoreicheren Anlagen drängen, was für den Goldpreis nicht sehr positiv sei.

Was die technischen Preisniveaus betrifft, so hätten die Warnlampen wieder zu blinken begonnen, da der Goldpreis unter den 50-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen laut Naeem Aslam gebrochen sei. Dies sei die letzte Hoffnung für die Bullen gewesen, da der Goldpreis bereits unter dem 100- und 200-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen handelte. Es sei wahrscheinlich, dass sich der Goldpreis in Richtung der frühen 1.800er-Marke bewegt, wenn der Preis nicht über den 50-Tage-SMA auf dem Tageszeitrahmen steigt.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit zehn Tagen

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Gold/Silber

Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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