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Gold/Silber

Ist Silber das bessere Gold?

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Silber und Gold

Die Präferenz für entweder Gold oder Silber hängt stark von dem Kaufmotiv und der Größe des Vermögens ab. Beide Metalle haben Vor- und Nachteile. Wobei Silber das größere Preispotenzial zugeschrieben wird.

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Ein wesentlicher gemeinsamer Vorteil von Silber und Gold

Die Finanzämter in Deutschland behandeln Erträge aus dem Verkauf von physischem Gold und Silber als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EstG. Innerhalb einer Haltefrist von einem Jahr fällt zwar Einkommensteuer nach dem persönlichen Steuersatz des Verkäufers an. Die Besteuerung entfällt jedoch, wenn der Gewinn die Freigrenze von 600 Euro nicht erreicht.
Nach Ablauf der Haltefrist von zwölf Monaten ist der Gewinn aus der Veräußerung steuerfrei. Dies ist ein signifikanter Vorteil gegenüber Aktien, Anleihen und Immobilien.

Vier Vorteile von Gold gegenüber Silber

Ausgehend von einem Szenario, in dem die Realzinsen weiter fallen und die globale Geldmenge weiter schneller steigt als die Menge an verfügbarem Gold und Silber, sind grundsätzlich beide Edelmetalle als Investment attraktiv.
Die beiden Edelmetalle besitzen jedoch individuelle Spezifika. Kommen wir zunächst zu vier einzigartigen Vorteilen des gelben Edelmetalls:

– Gold gilt in Dtl. offiziell als Zahlungsmittel und ist unter bestimmten Bedingungen von der Mehrwertsteuer befreit
– Das Metall bietet eine sehr hohe Wertdichte von aktuell 43 Euro pro Gramm
– Gold wird von Notenbanken als Reservewährung nachgefragt
– Im Rahmen von Basel III wird Gold zum Tear-1-Asset für Geschäftsbanken

Besonders der letzte Punkt ist unter dem Aspekt der Zusatznachfrage erwähnenswert: Da Gold im Zuge von Basel III in den Rang eines Tier-1-Assets gehoben wird, dürfte die Nachfrage vonseiten der Banken in den nächsten Jahren signifikant ansteigen. Unter den Regularien von Basel III müssen Banken eine Eigenkapitalquote von 8 Prozent vorhalten und dürfen diese künftig auch in Gold halten.

Festgeschrieben ist diese für Gold geltende Besonderheit in den BIZ-Regeln unter dem Titel “Minimum capital requirements for market risk” vom Januar 2019. Zur Begründung führt die BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich = Zentralbank der Zentralbanken) an, dass Gold nicht wie ein Rohstoff, sondern wie eine Währung behandelt werden soll, weil seine Volatilität mehr der einer Fremdwährung entspräche und Banken Gold deshalb in gleicher Weise managen können. Gold ist also aus Sicht des der BIZ kein Rohstoff, sondern liquides Eigenkapital (eine Devise).

Banken profitieren von dieser Regelung doppelt: Sie können sich gegen systemische Risiken mit Goldbeständen in der Bilanz absichern und darüber hinaus das 12,5-fache des Gegenwertes des Goldes als Kredit verleihen. Je mehr Gold die Banken besitzen, je weiter können sie ihre Kreditportfolios ausweiten. Das World Gold Council (WGC) geht davon aus, dass die Banken dem Beispiel der Zentralbanken folgen werden und ihre Goldbestände massiv aufstocken. Empirisch belegbar, so das WGC, lassen sich die Schwankungen und Risiken großer Portfolios mit Gold besser managen, vor allem in Zeiten experimenteller Geldpolitik und globaler Überschuldung.

Die vier Vorteile des Silbers

Silber ist im Gegensatz zu Gold ein vitaler Industrierohstoff mit zahlreichen Einsatzgebieten. Seine Nachfrage ist nicht beschränkt auf den Schmucksektor und den Krisenschutz. Seine physikalischen Eigenschaften machen es auch in Zeiten gesunder und prosperierender wirtschaftlicher Verhältnisse zu einem interessanten Investment mit steigender Nachfrage aus Zukunftsbranchen.
Die beiden prägnantesten Vorteile gegenüber Gold sind jedoch die Leistbarkeit und die Fungibilität.

Silber ist aktuell 86-mal günstiger als Gold. Das Gold-Silber-Preisverhältnis ist damit historisch günstig. Daraus leitet sich bei weiter steigenden Kursen erfahrungsgemäß eine höheres Wertsteigerungspotenzial ab. In früheren Hausse-Phasen der beiden Edelmetalle bildete sich das Preisverhältnis bis in den Bereich von 30 zugunsten von Silber zurück.

Im Falle einer ernsten Krise bietet Silber zudem den Vorteil, dass es trotz starker Aufwertung immer noch recht fungibel, also relativ leicht gegen Waren und Dienstleistungen eintauschbar ist. Der Wert einer gängigen Goldmünze mit einem Gewicht von einer Unze (31,1 Gramm) liegt aktuell bereits bei ca. 1.370 Euro. Dieser Wert könnte in einer bedrohlichen Krise schnell in den fünfstelligen Bereich ansteigen. Damit wäre Gold als Zahlungsmittel im Alltag untauglich. Der Wert einer Unze Silber liegt aktuell nur bei ca. 18,70 Euro. Im Krisenfall könnte man trotz deutlich gestiegener Preise immer noch normale Alltagsgeschäfte damit abwickeln. In der Geschichte der Menschheit war Silber daher auch das eigentliche Geldmetall – wohingegen Gold fast ausschließlich gehortet wurde. Wer Silber Gold vorzieht, muss sich auch über ein mögliches Besitzverbot von Gold, wie es bereits mehrfach in der Geschichte vorkam, keine Gedanken machen – ein weiterer wesentlicher Vorteil.

Die Nachteile von Silber

Der Grund, warum eine geprägte Silbermünze momentan nur um den Faktor 73 günstiger ist und nicht wie beim Vergleich der Spotpreise um den Faktor 86, liegt an der unterschiedlichen Besteuerung. Da Silber ein Rohstoff ist, fällt beim Kauf die Mehrwertsteuer an. Allerdings wird nicht der gesamte Nettopreis der Silbermünze mit dem vollen Satz von 19 Prozent belegt, sondern es findet eine Differenzbesteuerung statt. Dabei wird nur die Differenz zwischen dem Ankaufswert den der Edelmetallhändler z. B. der Münzprägeanstalt bezahlt und dem Wiederverkaufswert an den Endkunden mit der Mehrwertsteuer belegt. Dennoch ist dies ein Nachteil gegenüber Gold.

Zwar kann man Silber mehrwertsteuerfrei in Zollfreilager einliefern lassen, aber spätestens bei der Entnahme des Metalls, bzw. der Einführung nach Deutschland zu einem späteren Zeitpunkt, wird die Mehrwertsteuer fällig, auf einen dann möglicherweise deutlichen höheren Nettowert im Zuge gestiegener Silberpreise. Für Sammler und Ästhetiker sei noch auf einen weiteren Nachteil des Silbers hingewiesen: Anders als Gold reagiert Silber mit Schwefeldioxid aus der Luft und läuft schwarz an. Zwar arbeitet die Industrie bereits an schwefelresistenten Legierungen und Beschichtungen, aber diese sind wiederum mit Mehrkosten verbunden.
Daher empfiehlt es sich, Silbermünzen luftdicht verpackt zu belassen. Oder man putzt sie regelmäßig wie Omas Silberbesteck.

Fazit

Ein Investment in Silber ist wegen seiner vielfältigen Einsatzgebiete komplexer und in der Preisentwicklung deutlich volatiler als Gold. Man könnte auch sagen, es ist das anspruchsvollere Investment. Wer sich jedoch von den Nachteilen nicht abschrecken lässt, und neben einem krisenbewährten Geldmetall auch einen Hightech-Rohstoff besitzen möchte, der sollte sich der Herausforderung stellen. Die Erfahrung zeigt, dass die höhere Volatilität in Hausse-Phasen durch eine deutlich höhere Wertsteigerungen belohnt wird. Wer hingegen größere Vermögen mit Hilfe von Gold diversifizieren möchte und die wesentlich höhere Schwankungsbreite bei Silber scheut, der ist bei Gold deutlich besser aufgehoben.Für alle anderen empfiehlt sich ein gesunder Fifty-Fifty-Mix.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    sabine

    26. November 2019 13:04 at 13:04

    Es stimmt, es kommt darauf an, was man braucht und will.
    Wegen der Versteuerung ist ein Problem, daß man den Kauf von Edelmetallen nachweisen muß. Der Grund ist einerseits die Frage, ob man es denn wirklich schon über 12 Monate besitzt, andererseits natürlich Terrorgefahr, Mafia, Geldwäsche usw. Kreativ eben.
    Die geschenkten Goldmünzen der Oma oder die Käufe in Ebay werden da schwierig. Bei Geldscheinen muß man die Herkunft dagegen in kleineren Mengen (noch) nicht nachweisen.

    – Die Volatilität bei Silber ist für das Argument “Vermögensschutz” eher unwichtig, da man “auf längere Sicht” Vermögensschutz betreibt. Gold und Silber gleichen sich immer wieder an, auch wenn Silber höhere und frühere Sprünge macht.
    – Silber ist auch bei Diebstahl wesentlich weniger gefragt. Es gab schon Einbrüche, wo die Silber-Kilobarren (derzeit 600€) oder Münzsammlung nicht mitgenommen wurden, Goldmünzen aber immer. Der Wert ist zu gering im Vergleich zur Masse. Ein Dieb läuft eher nicht mit 10kg Silbermünze weg, bei einem Wert von 6.000€! Dies gilt auch für die Sorte Gelegenheitsdiebstähle, die zumindest bis vor ein paar Jahren die wesentlich höhere Zahl der Delikte ausmachte.
    Andererseits, wenn der WK3 kommt, und ich fliehen muß, lauf ich mit ein paar Goldmünzen leichter umher, als mit vielen Kilo Silber…
    – Die Fälschungen bei Silberunzen sind wesentlich seltener, auch wenn China damit seit ein paar Jahren ganz offiziell den Markt flutet. Es rentiert sich ein Betrug bei dem kleinen Gewinn nicht, bei Gold dagegen schon. Außerdem stehen bei Investmünzen (Philharmoniker, Eagle, Mapple Leaf, Kookaburra usw.) oft staatliche Münzprägstätten dahinter, die wesentlich effektiver gegen Diebe vorgehen können als ein privater Hersteller. (Cook Island…)

    • Avatar

      sabine

      26. November 2019 13:06 at 13:06

      Am Schluß muß es ehißen: “die wesentlich effektiver gegen Münzfälscher vorgehen”

  2. Pingback: *** Aktuelles vom 26.11.2019! Must-Read! *** | das-bewegt-die-welt.de

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Allgemein

Markus Krall: Zombies kippen bald, und Misstrauensvotum gegen Politik

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Markus Krall über das anstehende große Gewitter für die Volkswirtschaft

Markus Krall ist schon seit mehreren Jahren wohl der große Mahner schlechthin, wenn es um den möglichen wirtschaftlichen Kollaps, den Banken-Crash und die anstehende Inflation geht. Von vielen großen Medien als Crash-Prophet in die Witze-Ecke gestellt, kann Degusssa-Chef Markus Krall seine Thesen aber konkret begründen. Wenn wir seine Kommentare immer wieder mit Artikeln begleiten, betonen wir stets: Die Analysen sind glasklar und gut nachvollziehbar. Dennoch muss man nicht alle möglichen Folgen des großen Zusammenbruchs inhaltlich teilen, die Markus Krall anspricht. Und die Dimension eines wirtschaftlichen Kollaps, die er anspricht, auch das kann man auch so oder so sehen.

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Markus Krall mit aktuellem Kommentar

Diese Woche hat Markus Krall sich zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Coronakrise geäußert. Es handele sich gar nicht um eine Coronakrise. Nein, das Coronavirus sei lediglich der Auslöser für die aktuelle Krise gewesen. Massive wirtschaftliche Ungleichgewichte seien vorher jahrelang aufgespart worden. Es habe nur irgendein Auslöser gefehlt für so eine Krise, so Markus Krall im folgenden Video. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: In der Tat, jetzt in der Krise und wohl auch noch in Jahren und Jahrzehnten werden Politiker sagen: Das Virus war schuld an der Krise, wir waren ja nicht schuld! Vorher war die deutsche Volkswirtschaft völlig gesund! Eigentlich argumentativ eine geniale Sache, dass man alle Schuld bei einem Virus abladen kann.

Markus Krall betont in altbekannter Manier, dass Politik und Geldpolitik mit einer phantasielosen Werkzeugkiste wie schon in den letzten 20 Jahren auf diese Krise reagieren würden. Mit riesigen schuldenfinanzierten Programmen würde man versuchen die Nachfrageseite zu stimulieren, mit Notkrediten, Zuschüssen uvm. Damit würden die Probleme aber nur in die Zukunft verschoben. Und die Notenbanken würden weltweit die Geldmengen so steil ansteigen lassen wie seit 1923 nicht mehr. Der Pfad sei vorgegeben in Richtung Geldentwertung, also Inflation. Dies sei laut Markus Krall ein globaler Trend. Deswegen gebe es eine Flucht in Edelmetalle wie Gold, und auch in Kryptowährungen.

Die kräftige Inflation kommt?

Und nun kommen wir zu einer These von Markus Krall, die wir schon seit Monaten kritisch begleiten. Die Analyse mag richtig sein, aber die Prognose für die Zukunft? Da lassen wir jedem seine Meinung. Laut Markus Krall habe der Kollaps der Lieferketten dank Corona im letzten halben Jahr zu dramatisch niedrigeren Produktionskapazitäten geführt. Dieses geringere Angebot treffen auf eine dramatisch steigende Geldmenge, die irgendwann auch durch die Käufer-Nachfrage wirksam werde. Dann gebe es eine kräftige Inflation!

Goldpreis-Anstieg laut Markus Krall das große Misstrauensvotum

Laut Markus Krall sei der jüngst kräftig gestiegene Goldpreis (diese Woche mit neuem Allzeithoch in US-Dollar) das große Misstrauensvotum der Menschen gegen diese gesamte Rettungspolitik. Die Menschen würden nicht mehr daran glauben, dass all das letztlich funktioniere. Damit meint er zum Beispiel die umfassende Kosmetik der Politik, zum Beispiel in Deutschland. Wir von FMW begleiten diese optischen Maßnahmen auch seit Monaten kritisch, als da wären vor allem die Aussetzung der Insolvenzpflicht für Unternehmen, und die Aussetzung der Pflicht für Banken, dass gestundete Kredite als Kreditausfall in den Büchern abgeschrieben werden müssen. Er nannte dies auch schon den “legalen Bilanzbetrug” für Banken. Aber von der Medienlandschaft, so sagt es Markus Krall, da werde die Lage in Deutschland sogar noch schöngeredet.

Noch dieses Jahr der große Knall?

Die Volkswirtschaft lebe derzeit auf Substanz. Viele Menschen würden sich sogar wohlfühlen bei mehrmonatigem Kurzarbeitergeld, wo man ohne zu arbeiten Geld bekäme. Es fühle sich an wie ein bezahlter Urlaub. Und was Markus Krall glaubt, was nun kommen wird? Das kann man so oder so sehen, aber dass es tendenziell in die folgende Richtung gehen wird, ist gut möglich. Er erwartet nämlich noch dieses Jahr eine große Banken-Rettungswelle, die letztlich 10 Billionen Euro oder mehr kosten werde. Und im Herbst werden laut Markus Krall die Zombieunternehmen kippen. Wir meinen: Ja, das kann passieren, vor allem wenn die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung nicht über Ende September hinaus verlängert wird (Pleite-Welle ab Oktober möglich). Schauen Sie gerne das folgende interessante Video mit Markus Krall.

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Anleihen

Goldpreis kurz vor 2.000 Dollar? Plötzlicher Rückfall – was ist das los?

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis hatte bis vor wenigen Minuten noch den Drang Richtung 2.000 Dollar zu schielen. Das Rekordhoch von 1.921 Dollar wurde am Montag deutlich überschritten mit einem Hoch bei 1.981 Dollar. Am Mittwoch dann erneut das Hoch bei 1.981 Dollar. Dann kam der Markt wieder etwas zurück. Und heute früh machte der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 1.982 Dollar. Wie gesagt, bis vorhin wirkte es noch so, dass Gold mit einem Kursniveau von 1.975 Dollar nur darauf lauerte, weiter nach oben Richtung 2.000 Dollar zu laufen.

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Goldpreis fällt plötzlich

Aber dann, vor wenigen Minuten, da rutschte der Goldpreis plötzlich runter auf jetzt 1.961 Dollar. Was ist da los? Markus Fugmann hatte gestern ein sehr interessantes Video veröffentlicht (hier anschauen) über die kursbewegenden Faktoren bei Gold. Und heute sehen wir, dass der US-Dollar, der tage- und wochenlang brutal gecrasht war, sich etwas erholt. Der Dollar-Index steigt seit heute früh von 92,52 auf jetzt 93,06 Indexpunkte. In den letzten Minuten ging es im US-Dollar noch etwas schneller nach oben, was gegen den Goldpreis drückt.

Anleihe-Rendite steigt ein ganz klein wenig

Und was Markus Fugmann auch erwähnte: Die fallenden Renditen für Staatsanleihen halfen dem Goldpreis zuletzt auch beim Steigen. Auch heute sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen gefallen. Aber dann vorhin zeigte sich auch dort eine kleine Wende nach oben. Mag es auch nur eine technische Reaktion nach den starken Verlusten in den letzten Tagen und Wochen sein. Seit 15 Uhr steigt die Rendite von 0,53 auf 0,55 Prozent parallel zum steigenden US-Dollar. Bei steigenden Renditen für andere Geldanlagen wird das zinslose Gold natürlich weniger attraktiv für Anleger!

Beide Faktoren haben den Goldpreis offenkundig vorhin zum Rutschen gebracht. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Gold (rot-grün) gegen den Dollar-Index (blau) seit Montag. Die Korrelation im Verlauf dieser Woche ist klar zu erkennen. Ob der Drang Richtung 2.000 Dollar bald weitergeht? Finden Sie beim Klick an dieser Stelle hochinteressante Aussagen vom Rohstoff-Experten Eugen Weinberg zur grundsätzlichen Hausse im Goldpreis und im Silberpreis, und zur weiteren Aussicht.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Gold/Silber

Die Deutschen horten Bargeld – aber auch Gold

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Ein Stapel Barren aus Gold

Zwar darben weiterhin mehr als 2,3 Billionen Euro auf unverzinslichen Konten der Deutschen, aber immer mehr Bürger wollen der Entwertung ihres Vermögens nicht tatenlos zusehen. Nicht, dass sie jetzt bei hohen Kursen an die Aktienmärkte stürmen, was tatsächlich ein wenig geschieht. Nein, es ist der Run auf physisches Gold, bei dem die Deutschen die Spitze darstellen. Der Goldpreis kletterte jüngst auch immer weiter (hier die glasklare Analyse eines Experten).

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Die neuesten Daten des World Gold Council (WGC)

Das Jahr 2020 ist für viele Deutsche ein „Güldenes“. Darauf deuten die jüngsten Daten des WGC hin, die Deutschland in diesem Jahr wieder als wichtigsten Absatzmarkt für Goldbarren und Goldmünzen sehen – 83 Tonnen im ersten Halbjahr. Dies ist eine Steigerung von 120 Prozent zum Vorjahr und damit haben die Deutschen das riesige China als größten Goldkäufer abgelöst, das in dieser Periode nur noch 81 Tonnen erworben hat, nach 123 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Wenngleich die Summe des gekauften Goldes mit 4,4 Milliarden Euro im Vergleich zu anderen Anlagen noch vergleichbar gering ist, zeigt sich einmal mehr, dass stets gekauft wird, was teuer ist und neue Höchststände anstrebt, ob Gold oder Aktien.

Auch international geht die Nachfrage nach oben, speziell in physisch gedeckte Gold-Indexfonds. Zuflüsse in Höhe von 47 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr und damit ein Anstieg der ETFs (Begriffserklärung hier) bei ihren Goldbeständen von 734 Tonnen auf mittlerweile 3616 Tonnen.

Die ETF-Anbieter haben damit mehr Gold in ihrer Verwaltung, als die Bundesbank (3363 Tonnen), allein der größte US-Goldfonds, SPDR Gold Trust, ist 1150 Tonnen „schwer“. So sieht ein Experte des World Gold Council eine erhöhte Nachfrage von Institutionellen in den USA, die noch Nachholbedarf hätten. In den letzten Jahrzehnten hat der Anteil von physischem Gold am gesamten verwalteten Vermögen der Fonds nie mehr als zwei oder drei Prozent betragen. Aber die Entwicklung der Rendite der Staatsanleihen führt zu einem Umdenken, selbst im Aktienland USA, so Marktbeobachter.

Der Sturm auf Goldläden

In Deutschland gibt es einen wahren Ansturm auf Goldhändler wie den Münchner Gold-Shop Pro Aurum. Im ersten Quartal habe sich die Nachfrage mehr als verdoppelt und nach einer gewissen Flaute im Mai/Juni der Kundenansturm im Juli wieder extrem zugenommen, so ein Händler. Besonders Barren und Münzen zwischen 20 Gramm und einer Unze seien gefragt.

Denn, anders als die Amerikaner, ziehen viele Deutsche physisches Gold einem Investment in Gold-Indexfonds vor. Aber auch Xetra Gold, der deutsche Marktführer hat den WGC-Angaben zufolge ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2019 erzielt und steht nun bereits bei 223 Tonnen verwaltetem Edelmetall. Was leider auch schon den deutschen Fiskus auf den Plan gerufen hat. Ein Referentenentwurf liegt bereits vor, nach dem 2021 die Erträge künftig auch nach einem Jahr Haltedauer steuerpflichtig werden könnten. FMW berichtete darüber.

Fazit

Der Deutsche liebt Sicherheit und er hasst Inflation, seit Generationen. Spüren sicherheitsbewusste Anleger, dass das dauernde Drucken zur Entwertung von Papiergeld führen muss. Die Daten aus dem Goldforum lassen darauf schließen.

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