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Gold/Silber

Silberpreis – Aufwärtsdynamik hält an

Hannes Zipfel

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am

Der zuvor bereits stark gestiegene Goldpreis zieht den Silberpreis deutlich mit nach oben. Das weiße Edelmetall bewegt sich aktuell sehr dynamisch auf seine zyklischen Höchststände aus dem Jahr 2016 zu. In den letzten acht Handelstagen konnte der Silberpreis fünf Horizontalwiderstände ohne Zwischenkorrektur überwinden.

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Silberpreis – wie das heiße Messer durch die Butter

Die massiven Zuflüsse in physisch hinterlegte Silberfonds (ETFs), der zügige Aufbau von Silber-Kaufkontrakten am Terminmarkt sowie die verstärkte Nachfrage aus der Schmuckindustrie treiben den Silberpreis aktuell in Richtung 21-Dollarmarke pro Unze (31,1 Gramm).
Selbst signifikante Horizontalwiderstände überwindet Silber in der dynamischen Aufwärtsbewegung mittlerweile im Tagestakt.
Silberpreis in US$/Unze (Tageschart):

Silberpreis Chart

Der Goldpreis in US-Dollar konnte zuvor bereits seine zyklischen Höchststände aus dem Juli 2016 überwinden. In Euro notiert der Goldpreis sogar auf Allzeithöchstständen. Selbiges gilt auch für den Welt-Goldpreis, der ebenfalls bereits deutlich über seine Höchststände aus dem Jahr 2011 hinausgeschossen ist. Dieses Muster des dem Gold nachlaufenden Silberpreises ist aus der Vergangenheit bekannt: Zunächst verteuert sich der Goldpreis, dann schwenkt die Nachfrage von Seiten der Anleger und Schmuckindustrie Richtung Silber um und das weiße Edelmetall liefert eine starke Outperformance.

Im weiter unten dargestellten Chart ist dieses Muster auch im Jahr 2016 gut zu erkennen. Damals wurde die Edelmetallrallye jedoch durch die beginnende Zinswende in den USA abgewürgt, was in dem jetzigen Umfeld gleichwohl äußerst unwahrscheinlich ist. Die US-Notenbank musste ihren Zinszyklus im Dezember letzten Jahres vorzeitig beenden und hat im Juli dieses Jahres bereits wieder mit der Reduzierung der Zinsen begonnen. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung im September liegt aktuell bei 100 Prozent. Kommt Silber erst einmal in Schwung, verlaufen die Aufwärtsbewegungen gegenüber Gold sehr dynamisch. In der Hausse von 2004 bis 2011 stieg der Silberpreis gegenüber Gold mit einem Beta von Faktor 1,5.

Relativchart Gold in US$/Unze vs. Silber in US$/Unze (Tageschart: Mai´15 bis Sep.´19):

Goldpreis vs Silberpreis

Vorteil Leistbarkeit

Das natürliche Verhältnis in der Erdkruste zwischen Gold und Silber liegt bei ca. 1:15. In überirdischen Lagern ist Silber sogar seltener als Gold, da es in der Industrie verbraucht aber nicht in dem Maße recycelt wird wie Gold.

Aktuell liegt das Preisverhältnis von Silber zu Gold mit 79,5 weit über dem natürlichen Ressourcen-Verhältnis, weit über dem Produktions-Verhältnis und weit über dem langjährigen Mittelwert. Das eröffnet im aktuellen Bullenmarkt der Edelmetalle eine signifikante Outperformance-Chance für den Silberpreis. Zumal das Thema Leistbarkeit vor allem in Schwellenländern und auch bei Sparern eine immer größere Rolle spielt. Nicht umsonst wird Silber auch als das „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet. Normalisiert sich das Preisverhältnis kurzfristig wieder auf den langjährigen Mittelwert von 72, dann korrespondiert dies mit dem kurzfristigen Kursziel von ca. 21 US$/Unze.

Fällt das Preisverhältnis wie in den letzten Bullenmärkten üblich wieder unter 50, bedeutet dies selbst bei unveränderten Goldpreisen ein Preisniveau von 30 US$ pro Unze. Mittelfristig ist jedoch davon auszugehen, dass auch der Silberpreis seine absoluten Höchststände aus dem Jahr 2011 bei 49,68 US$/Unze überwinden kann und das Gold-Silber-Preisverhältnis wieder Richtung 30 zurückfällt.

Gold-Silber-Preisverhältnis pro Unze (Quelle: Thomson Financial, Grafik: Degussa)

Fazit

Genau wie bei Gold sprechen im aktuellen Umfeld die gleichen Argumente auch für Silber. Mit einem entscheidenden Unterschied: Silber ist wesentlich kostengünstiger und ersetzt zunehmend bei der Schmucknachfrage in den Schwellenländern und der Investmentnachfrage in der westlichen Hemisphäre das im historischen Vergleich relativ teure Gold.

Für den Silberpreis bedeutet dies, dass der Aufwärtsdruck im Zuge weiter sinkender Realzinsen und steigender globaler Geld- und Schulden-Volumina anhält und sich im Zeitverlauf durch noch aggressivere Geldpolitik sogar noch verstärken dürfte. Dennoch ist Silber ein hochvolatiles Nischeninvestment, das eines mittelfristigen Anlagehorizonts und starker Nerven bedarf, weshalb an dieser Stelle selbstverständlich auch keine Kaufempfehlung ausgesprochen wird. Entscheiden Sie bitte ganz individuell, ob Silber als Beimischung zu Ihrer Anlagestrategie passt.

Silberbarren - Silberpreis
Foto: Dnn87 CC BY 3.0

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Gold/Silber

Goldpreis: Die aktuelle Lage nach Trump-Biden-Battle, BIP und ADP-Daten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold

Der Goldpreis könne deutlich reagieren nach der Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden, so hatten wir es gestern in Aussicht gestellt. Heute Nacht dann fand die Debatte statt (hier in voller Länge ansehen). Kurz zusammengefasst: Es war Debakel, eine Schlammschlacht. Ein wirklich klarer Sieger ging aus dem Duell nicht hervor, obwohl einige Beobachter doch Joe Biden leicht vorne sehen. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den heutigen Kommentar hierzu von Markus Fugmann.

US-Daten ohne Wirkung

Tja, aus einer möglichen deutlichen Bewegung im Goldpreis nach diesem Rededuell wurde nichts. Notierte Gold heute Nacht um 3 Uhr zum Beginn dieser Schlammschlacht noch bei 1.895 Dollar, so fiel er bis heute Mittag auf 1.884 Dollar zurück. Der US-Dollar als in den letzten Wochen bestimmender Gegenfaktor zum Goldpreis konnte seit heute Nacht nur minimal steigen.

Dann vorhin um 14:15 Uhr wurden die wichtigen ADP-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht als Vorläufer für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September. Sie wurden mit 749.000 neuen Stellen in den USA besser vermeldet als erwartet (die Prognose lag bei 650.000 neuen Stellen). Eine Reaktion an den Märkten folgte daraufhin aber auch nicht.

Was den Goldpreis aktuell steigen lässt

Dann um 14:30 Uhr wurden in den USA Daten zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, die aber ebenfalls so langweilig waren (3. Veröffentlichung der BIP-Daten), dass sie den Goldpreis nicht bewegen konnten. Laut aktuellen Berichten, die seit 14:35 Uhr kursieren, soll der Chicago-Einkaufsmanagerindex besser ausfallen als gedacht (wir werden um 15:45 Uhr über die offizielle Veröffentlichung berichten). Bessere Konjunktur in den USA gleich höhere Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hat, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Seit 14:38 Uhr steigt der Goldpreis von 1.887 Dollar auf aktuell 1.897 Dollar!

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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Gold/Silber

Aktienmärkte und Gold: Nach der Erholung geht es wieder bergab!

Redaktion

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Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold und Euro-Dollar konnten sich zuletzt nach der Schwäche im September wieder erholen. Aber wie weit geht die Erholung? Derzeit ist ja eines auffallend: entweder die Aktienmärkte, Gold und der Euro steigen – dann fällt der Dollar. Oder der Dollar steigt – dann fallen die Aktien-Indizes, Gold und eben auch der Euro.

Chris Zwermann blickt auf die charttechnische Ausgangslage bei diesen Märkten – und sagt: nach der Erholung geht es für Indizes wie den Nasdaq 100 und den Dax weiter bergab. Dazu blickt Zwermann noch auf die Aktienindizes von Brasilien, Hongkong und den heimlichen Star der Aktienmärkte, den OMX in Kopenhagen- sowie auf interessante Aktien im Bereich Erneuerbare Energien:

Nach der Erholung geht es für die Aktienmärkte und für Gold wieder bergab, so Chris Zwermann

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Gold/Silber

Goldpreis steigt – aber Vorsicht Gold-Bullen, heute Nacht wird es spannend

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt etwas an nach dem kräftigen Absturz in der letzten Woche. Verlor das Edelmetall mehr als 100 Dollar und fiel im Tief bis auf 1.848 Dollar bis gestern früh, so hat sich Gold bis heute wieder etwas erholt auf aktuell 1.884 Dollar. Dies liegt wie so oft in den letzten Wochen am US-Dollar. Die negative Korrelation zwischen US-Dollar und Goldpreis zeigt sich einmal mehr. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) verliert seit Freitag von 94,78 im Hoch auf aktuell 94,15 Indexpunkte. Dies stärkt derzeit den Goldpreis, aber auch nur ein wenig. Um wieder Richtung 2.000 Dollar-Marke schielen zu können, ist noch ein guter Weg zu gehen.

Ereignisse in den USA halten den Goldpreis unter Hochdruck

Der Goldpreis wird gerade am heutigen Dienstag möglicherweise noch einigen Schwankungen ausgesetzt sein. Da wären zunächst die Reden von drei verschiedenen Fed-Bankern, die nach deutscher Zeit Nachmittags und Abends stattfinden. Ihre Aussagen können den US-Dollar und somit auch den Goldpreis beeinflussen.

Aber mit Abstand das wichtigste Ereignis heute ist das erste Rede-Duell zwischen Donald Trump und seinem Kontrahenten um die Wahl zum US-Präsidenten Joe Biden. Nach deutscher Zeit findet die Debatte morgen früh um 3 Uhr statt. Also können wir morgen früh zum Handelsstart erblicken, welche Auswirkungen diese Debatte auf Aktienmärkte, US-Dollar und Goldpreis haben wird. Bei solchen Ereignissen gilt stets: Sie können gravierende Auswirkungen auf die Kurse haben, oder auch gar keine.

Und dann gibt es da noch das nächste Corona-Hilfspaket der Demokraten in Höhe von 2,2 Billionen Dollar, welches gerade vorgelegt wird. Es gehe um neue Mittel, die erforderlich seien um eine Katastrophe in vielen Bereichen von öffentlichem Leben und Privatwirtschaft (unsere Kurzformulierung) abzuwenden. Die Demokraten teilten gestern aber nicht mit, wann über diesen neuen Rettungspaketvorschlag abgestimmt wird. Es ist also völlig unklar, was in dieser Hinsicht passieren wird. Jetzt aktuell scheint der Fokus auf der Trump-Biden-Debatte zu liegen!

Im Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis seit dem 21. August. Noch ist es nur eine kleine Erholung in diesem größeren Bild. Der US-Dollar müsste noch stärker zurückkommen, wenn Gold klettern soll. Also, Obacht was heute Nacht bei der Trump-Biden-Debatte herauskommt!

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit dem 21. August

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